Neubrandenburg die Stadt der vier Tore
Neubrandenburg wird mit seinen beeindruckenden Toren zu recht die Stadt der vier Tore genannt. Die Backsteinbauten umschließen schützend den Stadtkern und sind imposante Wahrzeichen.
Neubrandenburg, die drittgrößte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns, gegründet 1248, liegt 135 Kilometer nördlich von Berlin am Tollensesee. Die Stadt der vier Tore besitzt eine fast vollständig erhaltene 7,5 Meter hohe und zweieinhalb Kilometer lange Wehranlage mittelalterlicher gotischer Baukunst, die sich kreisförmig um den Stadtkern schließt. Sie ist die heutige Stadtmauer. 57 Wieckhäuser sind im Abstand von dreißig Meter dort eingesetzt. Neubrandenburg hat wunderbare Kirchen. Die Konzertkirche ist das beeindruckendste Zeugnis norddeutscher Backsteingotik mit architektonisch reizvollem Konzertsaal. Auf der Aussichtsplattform vom Haus der Kultur und Bildung schweifen die Blicke weit über die Stadt zum Tollensesee mit dem Aussichtsturm Behmshöhe. Das Fritz Reuter Denkmal, der Mudder-Schulten-Brunnen sowie andere Sehenswürdigkeiten hat Neubrandenburg zu bieten .
Die vier Tore Neubrandenburgs wurden an strategisch wichtigen Punkten in die Wehranlage eingefügt. Es sind das Friedländer Tor, das Neue Tor, das Stargarder Tor und das Treptower Tor. Die ehemaligen Holztore wurden ab dem 14. Jahrhundert durch Backsteinbauten ersetzt. Mit Gründung des Herzogtums Mecklenburg Strelitz im 18. Jahrhundert erhielten alle vier Toranlagen ein Zollhaus, ein Torwächterhaus und Fachwerkbauten. Ein geschlossener Doppelringwall legt sich um die Stadtmauer. Die heutige Stadtpromenade mit ca. 40 Vogelarten, Eichen älter als 300 Jahre, reichlich Wildblumen und einer botanischen Besonderheit laden zum Spaziergang ein. Die botanische Besonderheit, ein Zwiebelgewächs, ist ein seltsamer Lauch der einen aromatischen Duft verströmt.
Das älteste, am besten erhaltene Tor ist das Friedländer Tor. Die 88 Meter lange Toranlage mit vorgelagertem dreigeschossigen halbrunden Zingel macht die Stadt der vier Tore interessant. Im Zollhaus ist ein gemütliches Cafe. Das Neue Tor ist das jüngste und wurde errichtet, um die Hauptverkehrswege durch die Stadt zu entlasten. In allen Giebelnischen befinden sich acht überlebensgroße Terrakottafiguren, die Adorantinnen. Ihre wahre Bedeutung ist ungeklärt. Das Stargarder Tor ist das zweitälteste mit südlichem Zugang zur Stadt. In seinen Giebelnischen sind neun Adorantinnen. Eine vorgelagerte Mühle von ehemals zwei steht heute noch,sie ist heute eine Gaststätte. Das Treptower Tor ist das höchste und repräsentativste und dokumentierte im Mittelalter den Wohlstand seiner Bürger. Seit 1873 ist dort das älteste bürgerliche Museum Mecklenburg Strelitz. Im Haupttor sieht man Ausstellungen zur Ur- und Frühge-schichte. Die Stadt der vier Tore ist eine Reise wert.
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