News aus dem Kgalakadi Transfrontier National Park

Die Khomani San, ein Stamm der San (Buschmänner), der ältesten Bevölkerungsgruppe der Erde, sind zurück in ihrer ursprünglichen Heimat, der Kalahari

Offiziell wurden die steinzeitlichen Khomani San, direkte Nachkommen der ersten Homo Sapiens, die vor 150 000 Jahren von diesem Teil Afrikas sich über die ganze Erde verteilten, bis 1830 von den neuen Siedlern gejagt. Danach sind die Jäger und Sammler in den Weiten der Kalahari und umliegenden Steppen herumgezogen, bis sie 1970 nach der Gründung des Kalahari Gemsbook Nationalparks aus ihren Hauptjagdgründen vertrieben wurden. Fast 40 Jahre lang durften die in kleinen Sippen lebenden San ihre angestammten Jagdgründe in dem Kgalakadi Transfrontier National Park nicht durchstreifen.

Nun, nach einer High Court Entscheidung der Republic of South Africa, bekommt der Stamm sechs große Farmen auf der südafrikanischen Seite des in den drei angrenzenden Staaten, Namibia, Botswana und Südafrika gelegenen Kgalakadi Transfrontier National Parks zugesprochen und noch das Recht, Transfrontier National Park in dem angrenzenden Nationalpark auf 25 000 ha nach ihrer alten Tradition zu leben und zu jagen. Die Männer dieses kleinwüchsigen Naturvolkes beherrschen noch die ursprüngliche Jagdform des Menschen, die Ausdauerjagd, das ständige Hetzen des Wildes ohne jede Fernwaffen. Sie können bis zu 40 Stunden Antilopen und Zebras verfolgen, bis diese erschöpft zusammenbrechen. Nur der Mensch mit seinem aufrechten Gang auf zwei Beinen und mit einem Schweißsystem zur Kühlung ist zu dieser Leistung fähig. Die San Frauen sind zuständig für das Sammeln von Kräutern, Wurzeln, Knollen und Samen der spärlich in der Wüste und Savannen vorkommenden Pflanzen. Auch kleines Getier und Eier gehören zu ihrem Aufgabenbereich. Die leere Schale des Straußenei ist ein willkommener Behälter für Trinkwasser. Aus einigen der über 200 Pflanzenarten bereiten diese Naturmenschen noch sehr wirkungsvolle Gifte für ihre Pfeile und Speere.

Die Parkverwaltung des Kgalakadi Transfrontier National Parks sowie die San haben wenig Bedenken, dass das Wiedererscheinen der Urbevölkerung in der Gegend als Attraktion ausartet, der Park ist einfach zu groß, die Jäger verlaufen sich in dem riesigen Gelände und sorgen mit ihrer Jagd noch für das Gleichgewicht der Natur. Man will das Ereignis auch nicht publizieren, um größeren Massentourismus abzuhalten. Es ist zu hoffen, dass man hier ein kulturelles Erbe der Menschheit bewahrt.

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Autor: Lyonell  26.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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