Nichtrauchen in Österreich
Das neue Tabakgesetz in Österreich verlangt eine räumliche Trennung von Nichtrauchern und Rauchern in der Gastronomie.
Nichtrauchen oder rauchen ist derzeit in Österreich wieder ein brisantes Thema. Seit dem 1. Juli 2010 gilt in der Gastronomie das neue Tabakgesetz, das Rauchen in mehr als 50 m² großen Lokalen verbietet, und die Meinungen prallen aufeinander. Der Wirt in einem Lokal unter 50 m² kann zwischen Raucher- und Nichtraucherlokal wählen. Er wird nach seiner Stammkundschaft wissen, welche Art Lokal für ihn besser ist. Wenn das Lokal größer ist, muss der Raucher- und Nichtraucherbereich räumlich getrennt sein. Oft ist das nur durch den Einbau einer Trennwand möglich. Es gibt aber gerade in Wien viele denkmalgeschützte Lokale, in denen der Einbau einer Trennwand nicht gestattet ist. Dann heißt es eben Nichtraucher- oder Raucherlokal. Nach einer Untersuchung eines bekannten Meinungsforschungsinstitutes sind sieben von zehn Österreichern für eine räumliche Trennung in der Gastronomie.
Viele Wirte haben nun Angst, rauchende Kunden zu verlieren. Internationale Beispiele zeigen aber, dass nach einer ersten Umgewöhnungsphase Nichtraucherlokalen sogar ein Aufschwung bevor steht. Es werden neue Kundengruppen angesprochen. Nichtraucherlokale sind zum Beispiel bei Eltern mit Kindern beliebt.. Der österreichische Gesundheitsminister empfiehlt natürlich allen Wirten, ihr Lokal als Nichtraucherlokal zu deklarieren. Es soll ja sogar Raucher geben, die nach einem Lokalbesuch nicht nach Rauch stinken wollen. Zum Beispiel das Café Würfel Zucker in der Salzburger Getreidegasse oder das vegetarische Restaurant Wrenkh im 1.Bezirk in Wien oder auch die Stiegl Ambulanz im Alten AKH in Wien, wo man Monatsbiere und ein erfrischend aromatisches Hausbier bekommt, sind rauchfrei. Eine große Anzahl von Gasthäusern, Restaurants und Bars haben um eine Übergangsfrist angesucht, in der sie die getrennten Nichtraucher- und Raucherzonen einrichten können, da sie es nicht rechtzeitig geschafft haben. Das "Kuckuck" in Spittal an der Drau ist ein Zwei-Zonen-Raucherlokal. Alte Apothekentüren passten zum historischen Gewölbe und machten die Abteilung des Lokales einfacher. Sich als wirkliches Raucherlokal zu deklarieren ist derzeit nicht einfach, da es "Rauchersheriffs" gibt, die Anzeigen erstatten.
Der Besitzer eines bekannten Wiener Künstlercafés hat sich äußerst streitbar zu Wort gemeldet. Er meint, in seinem Lokal gehört der Rauch einfach dazu. Bei den derzeit herrschenden Temperaturen seien viele Gäste im Gastgarten im Freien, da falle es nicht so auf, dass das Café selbst fast leer sei. Er führt das auf das Rauchverbot zurück. Das Rauchverbot soll streng kontrolliert werden und es drohen Geldstrafen, wenn es nicht eingehalten wird. Bei vielen Lokalen werden die Raucher nun vor der Türe ihr geliebtes Zigaretterl rauchen, aber es sich vielleicht auch abgewöhnen.
Weiterführende Inhalte zu Nichtrauchen in Österreich
Alpina Inzell, Inzell7 Tage Bayern, 3 Sterne Appartment, nurÜbernachtung ab 192€ buchen
Ferienhaus, 6 Pers.70 qm, Benediktbeuern ab 63€ buchen
Weitere Inhalte zeigen
Beliebt in Österreich
Kurzurlaub, Winterurlaub, Winterurlaub, Urlaub, Kultur, Urlaub, Aktivurlaub, Städtereise, Urlaub, Urlaub
