Nord-Island – Ein arktisches Wunderland
Unberührte Natur und den größten Wasserfall Europas kann man im Norden Islands bewundern. Traditionelle Städtchen und ein Nationalpark laden ebenfalls dazu ein besichtigt zu werden.
Langanhaltende Vulkanaktivitäten haben über 10.000 Jahre hinweg aus dem Norden von Island ein arktisches Wunderland gebildet. Daneben ist die Region durch eine reizvolle Architektur und historische Zentren, die man in Siglufjördur und Holar vorfindet, geprägt. Auf Naturliebhaber warten im Norden Islands einige der schönsten Wasserfälle und zahlreiche sprudelnde Geysire.
Mit am erstaunlichsten ist die Region um den Myvatn See, die durch verschiedene Vulkane geprägt ist. Die vielen kleineren Krater und heiße Quellen runden das landschaftliche Bild ab und machen die Region zu einem perfekten Ort für erholsame Spaziergänge und zum Camping. Der Myvatn See selbst verfügt über 50 kleine Inseln, die entstanden sind, als Lava ins Wasser geflossen und dort erkaltet war. Nicht weit vom See entfernt, stößt man auf den Jökulsárgljúfur Nationalpark, der oft als Islands Gran Canyon bezeichnet wird. Dort tummeln sich chaotische Schluchten und vulkanische Berge. Von großem Interesse sind dabei der Hljóðaklettar (Fels des Echos), der Rauðhólar (roter Berg) und die Schlucht von Ásbyrgi im Norden des Parks.
Ein großer Wasserfall und beinahe mit den Niagara-Fällen vergleichbar, ist der Dettifoss ganz in der Nähe des Jökulsárgljúfur Nationalpark. Er hat eine Breite von 100 Metern und ist somit der größte Wasserfall in ganz Europa im Bezug auf das Volumen. Der Wasserfall ist nur über eine holprige Straße zu erreichen. Auf der Ostseite befindet sich eine Informationstafel und ein kleiner Aussichtspunkt, von wo aus man gut das Naturschauspiel bewundern kann. Begibt man sich noch weiter in den Norden findet man die Halbinsel Trollskagi vor. Dort sollte man die Städte Siglufjördur und Holar besuchen. Siglufjördur wird teilweise als Islands schönste Stadt gehandelt und ist trotz des Tourismus bis heute in ihrer Tradition sowie Architektur unberührt geblieben. Ferner ist ein Besuch in Holar lohnenswert. Es ist eine religiöse Stadt, die über eine historische Kirche aus rotem Sandstein verfügt. Sie wurde im Jahr 1757 erbaut und ist heute mit faszinierenden Motiven gefüllt. Weiterhin kann man in Holar in ein gemütliches Lokal einkehren und ein landestypisches Gericht probieren.
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