Nürnberg – Stadt der Kaiserburg

Die Kaiserburg von Nürnberg birgt bis heute immer wieder Überraschungen. Für den Nürnberg-Besucher ist sie ein absolutes Highlight!

Nürnberg, die Kulturstadt mit tausendjähriger Geschichte, wird jeden kulturinteressierten Besucher auf der Entdeckungsreise durch die mittelfränkische Metropole begeistern. Das hervorstehende Merkmal und gleichzeitig das Wahrzeichen von Nürnberg aber ist die Kaiserburg, die auf der einzigen Erhebung der Kulturstadt Nürnberg steht: Der Norisberg. Ob sich der Name der Stadt von Noris ableitet, ist noch nicht ganz geklärt. Sicher aber ist, dass die Burg für jeden Nürnberg-Fan oder der es werden möchte, ein wichtiges Besucherziel darstellt. Auf dem Weg vom Hauptmarkt kommend, führt der Weg nach oben zu den Sandsteinfelsen am Fuße der Kaiserburg, die vor allem seit vielen Generationen Kinderherzen begeistern, denn diese werden von den Kleinen als Kletterparadies genutzt. Von oben hat man einen wunderbaren Blick über die Stadt.

Es werden regelmäßig Führungen durch die Kaiserburg angeboten, die von der Geschichte der Kaiserburg erzählen; diese ist eigentlich nicht spektakulär, denn die Kaiserburg diente nie als permanenten Wohnsitz eines Königs bzw. Kaisers, sondern nur als Durchgangsstation. Dennoch wurden in Nürnberg viele Jahrhundert lang die Reichsinsignien des Heiligen Römischen Reichs aufbewahrt, was von der Wichtigkeit dieser Stadt zeugte.

Was nur wenige wissen ist, dass einst eigentlich zwei Burgen auf dem Norisberg in unmittelbarer Nachbarschaft gegenüber standen: Die Kaiserburg und die Burggrafenburg der Hohenzollern. Nur noch der Fünfeckturm, der heute außerhalb der heutigen Burganlage steht, ist von der mächtigen Burggrafenburg geblieben, denn die Nürnberger zündeten diese kurzerhand vor Hunderten von Jahren an, weil sie sich von den Burggrafen schlecht behandelt fühlten. Selbst dann noch profitierten die schlauen Hohenzollern von der Ruine, die sie den Nürnbergern verkauften, um dann weiter nach Nordosten zu ziehen – wo sie später als preußische Könige und Kaiser unwiderruflich die Geschichte Deutschlands prägten.

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An der Nordseite der heutigen Kaiserburg führt der Burggarten, der vor allem ab April bis September zu einem Schlendern einlädt. Ebenso führt eine Holzbrücke über den Burggraben von der Nordseite und dann ein Tunnel zur Burg, der den Besucher fast glauben macht, sich in der Vergangenheit zu befinden. Auf dieser Seite passiert man den ehemaligen Schießübungsplatz der Stadtsoldaten, der sich unmittelbar am Fuße der Kaiserburg befindet. Nürnberg ist von vielen unterirdischen Gängen unterhöhlt, die alle mit der Kaiserburg verbunden sind. Noch heute findet man bisher unentdeckte Teile. Im zweiten Weltkrieg wurden dort viele Kulturgegenstände aus Kirchen und anderen wichtigen Gebäuden vor den Bomben in Sicherheit gebracht. Ebenso fanden dort die Reichsinsignien sicheren Schutz.

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Autor: California  31.12.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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