Offene Privatgärten in Ostfriesland – Einkehr bei Tee und Kluntje

Insbesondere zum Radwandern ist Ostfriesland eine schöne und beliebte Urlaubsregion. Natur und kleine Ortschaften wechseln sich ab und die Gärten der schmucken Wohnhäuser laden zu Besichtigung und Einkehr ein.

Ostfriesland ist ein landschaftlich schönes Urlaubsgebiet. Entlang der Nordseeküste, mit freiem Blick auf die sieben Ostfriesischen Inseln und auf das Wattenmeer, kann hier stundenlang gewandert oder auch geradelt werden. Das Spektrum an Radwegen reicht von Emden im Westen nahe zur niederländischen Grenze bis nach Wilhelmshaven, etwa einhundert Kilometer weiter ostwärts. Die Deiche an der Nordseeküste tragen dazu bei, dass dieser nördlichste Teil von Niedersachsen als Wanderland Ostfriesland bezeichnet wird. Man kann hier im Flachland sehr weit sehen, sowohl auf das Meer hinaus auch landeinwärts. Das Wattenmeer als UNESCO-Weltnaturerbe trägt mit dazu bei, dass Ostfriesland bei Urlaubern und Touristen zunehmend beliebter wird.

Das gilt besonders für die Städter aus den Ballungsgebieten anderer Bundesländer. Nicht selten bestaunen, ja bewundern sie die kleinen Ortschaften mit ihren gepflegten Einfamilienhäusern, umgeben von bunten und oft recht großen Zier- und Blumengärten. Denn in Ostfriesland gibt es etwas, was den Städtern zu Hause völlig fremd ist: ausreichend Platz, Grund und Boden. Während in der Stadt mangels Fläche in die Höhe gebaut wird, also Geschoss auf Geschoss, ist in Ostfriesland in der Regel ausreichend Grundfläche vorhanden. Entweder geerbt, oder preisgünstig erworben. Im Gegensatz zur Großstadt gibt es in Ostfriesland, sozusagen auf dem Lande, auch keinerlei Probleme mit Parkflächen. Sie sind einfach in ausreichender Zahl vorhanden.

Die Bewohner von Ostfriesland, für die der Tourismus eine zunehmend wichtige und auch attraktive Rolle spielt, lassen sich für ihre Gäste so manches einfallen. Das gilt sowohl für Hausgäste als auch für Durchreisende, beispielsweise für Radler auf ihrer Tour durch das flache Land. Vom Frühsommer an bis in den Herbst hinein werden in vielen Ortschaften ‚Offene Privatgärten‘ angeboten. Bewohner eines in der Regel typisch ostfriesischen Hauses mit einem großen und liebevoll gepflegten Garten bieten an Wochenenden eine Gartenbesichtigung an. Sie führen den interessierten Gast durch ihren Zier-, Nutz- und/oder Blumengarten, zeigen und erklärten ihm das eine oder andere und laden ihn anschließend nicht selten zu einer original Ostfriesischen Teetafel zu sich ein. Dazu wird dann selbstgebackener Kuchen gereicht, oder alternativ traditionell heiße Waffeln. Man kommt nett ins Gespräch, lernt sich kennen und erfährt das eine oder andere Wissenswerte. Es ist nicht selten der Fall, dass dann zum Abschluss dieser Besichtigung mit Einladung eine Urlaubsbuchung für den kommenden Sommer folgt, um den Sommerurlaub dann in diesem Hause mit seinem schönen und gekonnt gepflegten Privatgarten zu verleben.

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Autor: behaltmann  29.12.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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