Ost-Island – Ein beinahe unentdecktes Reich
Eisige Berge, den längsten See Islands und zahlreiche Fjorde kann man im Osten der Insel erkunden. Verträumte Fischerdörfer laden nach umfangreichen Wanderungen zu einem regionalen Schmaus ein.
Die meisten Reisenden, die in Island Urlaub machen, übersehen die Reize des Ostens der Inseln. Denn dort tummeln sich spektakuläre Fjorde, eine raue Tundra und weitläufige Landschaften, die dazu einladen erkundet zu werden. Im Sommer ist auch in Island das Wetter relativ mild und bietet etliche Möglichkeiten zum Wandern, die man mit kaum einer anderen Landschaft vergleichen kann.
Wenn man die Fähre in Seyðisfjörður verlässt und die Insel betritt, befindet man sich am Hafen des östlichen Islands, der von malerischen Holzhäusern umsäumt ist. Diese wurden von norwegischen Fischern und Händlern im späten 19. Jahrhundert erbaut. Die Stadt ist auf drei Seiten von imposanten Bergen umgeben und endet in einem malerischen Fjord, wo sich allerhand Perspektiven für eine Wanderung anbieten. Im Großen und Ganzen sind die Fjorde des östlichen Islands weitestgehend unbekannt, aber deswegen nicht weniger sehenswert. Kleinere Dörfer sind eigentlich fast die einzige menschliche Präsenz im Osten Islands, die ihre Besucher mit kleinen, gemütlichen Gasthöfen zum Verweilen einladen. Auf diese Weise kann man ein typisch regionales Gericht probieren und einen Einblick in das Leben der kleinen Fischerdörfer erhaschen.
Im Osten von Island kann man in dieser fast baumlosen Region, den größten Wald im Gebiet Hallormsstadur erkunden oder dem längsten See in Island, dem Lagarfljot einen Besuch abstatten. Er ist 35 km lang aber nur ca. zwei Kilometer breit. Laut einer Legende soll sich unter der ruhigen Oberfläche ein Ungeheuer verbergen. Möchte man eine etwas umfangreiche Wanderung auf sich nehmen, empfiehlt es sich einmal den drittgrößten Wasserfall der Insel zu bestaunen. Er hat eine Fallhöhe von ca. 120 Metern und sein Wasser prasst geradezu ohrenbetäubend nieder. Vor der Küsten im Osten Islands sollte man auch nicht die eisigen Berge außer Acht lassen, die zu einer Gletscherwanderung einladen.
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