Ostern in Italien – Leckeres Essen und ein explodierender Wagen

Das Osterfest in Italien ist mit vielen Sitten und Bräuchen versehen, die noch aus früheren Zeiten stammen. Daneben darf auch in Italien der Festschmaus nicht fehlen, bei welchem traditionelle Gerichte serviert werden.

Der Großteil der italienischen Bevölkerung ist Anhänger des Christentums, weshalb Feste, wie Weihnachten und Ostern mit viel Hingabe gefeiert werden. Da Ostern an die Auferstehung Jesu Christi nach der Kreuzigung gedenken soll wird dieser Tag in Italien als einer der heiligsten überhaupt gesehen. Den Osterhasen sucht man an Ostern in Italien vergeblich. Dafür werden aber eine Menge anderer Rituale vollzogen, die eine tiefe Tradition haben.

In Italien ist das Osterfest als La Pasqua bekannt. Die Karwoche, welche in Italien viele regionale Unterschiede aufweist, besteht aus Bräuchen und Sitten, die Überbleibsel der Religion aber auch einiger heidnischer Einflüsse sind. Am Palmsonntag sind die Kirchen mit Körben voller Palmen- und Olivenzweige gefüllt, die, sobald sie vom Priester gesegnet wurden sind, an die Gemeinde weitergegeben werden und die Stadt schmücken. Auch der Petersplatz ist am Palmsonntag mit tausenden Menschen gefüllt, die den Segen des Papstes empfangen wollen und an der großen Zeremonie teilnehmen. Am Giovedì Santo, was bei uns der Karfreitag ist, wird in vielen Kirchen die Fußwaschung am Altar vollzogen.

Die Explosion des Wagens

Unter den unzähligen Osterbräuchen in Italien ist der Scoppio del Carro, was soviel wie die Explosion des Wagens bedeutet, der spektakulärste. Seit über 300 Jahren hat das Osterfest in Florenz diese Tradition, bei der ein aufwendiger Wagen aus dem Jahr 1679 nachgebaut wird, der bis zu zwei Stockwerke hoch sein kann. Man schmückt ihn stets festlich mit Girlanden und lässt ihn dann von einem weißen Ochsen durch die Stadt ziehen. Dabei wird er von vereinzelten Musikkapellen begleitet. Hat der Wagen das Ziel erreicht, wird von ihm aus ein riesiges Feuerwerk veranstaltet.

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Der Oster-Festschmaus

Das Osteressen in Italien ist in der Regel ein opulentes Festmahl, das aus besonderen Köstlichkeiten besteht. Das wichtigste Gericht ist dabei das Agnellino (geröstetes Lamm). Ein Suppe, die als Brodetto Pasquale bezeichnet wird, findet man ebenfalls immer auf der Osterfesttafel in Italien. Die Suppe wird aus einer normalen Brühe zubereitet, die mit Eiern verdickt wird. Dazu wird entweder süßes oder salziges Brot gereicht. Pannetone and Colomba sind zwei weitere Brotarten, die an Ostern in Italien als Geschenk gegeben werden. Auch die Schokoladeneier dürfen hier nicht fehlen, die ebenfalls als beliebtes Präsent gelten.

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Autor: Spunk  16.03.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein (1)

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