Pfullendorf - Deutsche Fachwerkstraße
Mit dem Auto quer durch Deutschland - die deutsche Fachwerkstraße sorgt für einen kulturellen Erlebnistrip durch Pfullendorf.
Das 20jährige Bestehen feiert die Deutsche Fachwerkstraße, die auf sieben Routen quer durch Deutschland führt. Eine 2800 Kilometer lange Auto- oder Zugtour verspricht Abwechslung und kulturelle Sehenswürdigkeiten. Seit 1990 können vom Norden und der Elbe bis hin zum Süden und dem Bodensee gleich sechs Bundesländer entdeckt werden. Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen, Thüringen, Bayern und Baden-Württemberg liegen auf der beliebten Ferienstrecke. Auf dem Weg präsentieren sich mehr als 100 Städte und Orte in all ihrer kulturellen und architektonischen Vielfalt. Ziel der Deutschen Fachwerkstraße ist die Erhaltung von kulturellem Erbe, das sich in einer breiten Palette an Stilen des deutschen Fachwerks wie zum Beispiel in Pfullendorf manifestiert. Idyllische Landschaften, historische Orte, Festspielstätten, Naturparks, Denkmäler, und Kurbäder kombiniert mit traditioneller Esskultur können auf dieser Strecke erleben werden.
Die erste Tour führt an der Elbe entlang bis zum Weserbergland und passiert die Städte Stade, Nienburg, Bad Essen, Stadthagen, Alfeld, Einbeck und Nordheim. Die zweite Strecke verläuft von der Elbtalaue bis hin zum Harz. Bleckede, Hitzacker, Dannenberg, Lüchow, Celle, Königslutter, Wolfenbüttel, Hornburg, Bockenem, Osterewieck, Halberstadt und Wernigerode. Stolberg, Bleicherode, Worbis, Mühlhausen, Wanfried, Treffurt, Vacha und Schmalkalden durchquert man auf der Strecke drei vom Harz bis zum Thüringer Wald. Gleich 22 Städte lernt man auf der vierten Tour kennen. Hier geht’s vom Weserbergland über Nordhessen zum Vogelsberg und Spessart. Hannover Münden, Eschwege, Hessisch Lichtenau, Spangenberg, Melsungen, Wolfshagen, Bad Arolsen, Korbach, Fritzlar, Homberg, Rotenburg a.d.Fulda, Bad Hersfeld, Schwalmstadt, Alsfeld, Schlitz, Lauterbach, Grünberg, Lich, Butzbach, Büdingen, Gelnhausen und Steinau a.d. Straße liegen auf diesem Weg.
Vom Lahntal geht’s zum Rheingau auf Tour fünf. Dillenburg, Herborn, Wetzlar, Braunfeld, Hadamar, Limburg, Bad Camber und Idstein zeigen hier ihre Fachwerkhäuser. Weiter führt Strecke sechs – vom Rhein zum Main und Odenwald. Trebur, Dreieich, Hanau-Steinheim, Seligenstadt, Babenhausen, Bieburg, Groß Umstadt, Wertheim, Miltenberg, Walldürn, Erbach und Reichelsheim stellen sich dort vor. In Erbach sollte man unbedingt einen Abstecher in das einzige Elfenbeinmuseum Deutschlands machen. Die letzte und siebte Strecke führt vom Neckar zum Schwarzwald und Bodensee. Morsbach, Eppingen, Besigheim, Bietigheim-Bissingen, Vaahingen a.d. Enz, Markgröningen, Marbach, Backnang, Waiblingen, Schorndorf, Esslingen, Bad Urbach, Herrenberg, Calw, Kirchheim unter Treck, Altensteig, Dornstetten, Schiltach, Haslach, Blaubeuren, Riedlingen, Biberach a.d Riß und Pfullendorf geben sich die Ehre. Tour fünf und sieben beheimaten mit den Städten Esslingen und Limburg an der Lahn die ältesten und vor allem noch erhaltenen Bauten deutscher Fachwerkkunst.
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Die letzte Station der Strecke Pfullendorf liegt im Linzgau und präsentiert dem Besucher eine gelungene Kombination aus modernem Leben und restaurierter Fachwerkarchitektur. Diese mittelalterliche Stadt wurde von den Alemannen als „Dorf am Phoul“ gegründet und vom Staufenkaiser Friedrich II 1220 zur königlich staufischen Stadt ernannt. Heutzutage trägt Pfullendorf durch romantische Fachwerkhäuser, die durch verspielte Fassaden gekrönt werden, eine besondere Atmosphäre. Auch sehenswert sind die Brunnen mit ihrer Skulpturkunst wie zum Beispiel der Brunnen im Seepark, der Graf Bernadotte als Symbol trägt. Zusätzlich bietet der Park einen Badestrand und eine Seebühne zum Erholen und ein Feuchtbiotop zur Erkundung. Die Historie Pfullendorfs ist in dem Glasbilderzyklus im Saal des Rathauses festgehalten. Eine architektonische Sehenswürdigkeit ist die Pfarrkirche St. Jakob, eine gotische Pfeilerbasilika, die im Jahre 1750 barockisiert wurde. Das besondere Flair verleiht der Stadt die Doppeltoranlage „Das Obere Tor“ aus dem Jahre 1505. Von 1317 und somit eines der ältesten noch erhaltenen Fachwerkhäuser in Süddeutschland ist das Alte Haus.
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