Phu Quoc – Gepfefferter Fisch und Perlen auf Vietnams Trauminsel

Phu Quoc, Vietnams Perle im Golf von Thailand, lockt mit wunderschönen Stränden, welche teilweise noch sehr unberührt sind, und atemberaubenden Sonnenuntergängen.

Wer Phu Quoc besucht und sich nicht von Strand, Palmen und Wasser trennen kann, stößt definitiv auf Verständnis, doch sei gesagt, dass diesem Reisenden einiges entgeht. Ich besuchte die Insel am Ende der Regenzeit und entschloss mich an einem weniger schönen Tag mit einem ortskundigen Guide und entsprechend sicherem Gefährt den südlichen Teil der Insel unsicher zu machen. Sich bei den dort nach der Regenzeit vorherrschenden Straßenbedingungen selbstständig mit einem Mofa fortzubewegen, ist nicht empfehlenswert. Der ein oder andere Einheimische begrüßte uns schon ungewollt im Liegen.

Nach der Regensaison kann man den schönen Tran-Wasserfall bewundern, welcher allerdings mit zunehmenden Temperaturen zu einem kleinen Rinnsal mutiert. Viele Einheimische treffen sich hier, um auf den im Wasser befindlichen Felsen ein Picknick zu veranstalten. Die erfrischende Kühle eines Waldes blieb mir leider verwehrt, da die Luftfeuchtigkeit nahezu 100% betrug.

Weiter ging es zu einem der schönsten und einsamsten Strände auf Phu Quoc „Bai Sao“, an den sich hauptsächlich Vietnamesen vom Festland und ein paar wenige Touristen verirren. Dort gibt es ein kleines Restaurant in dem einfache Speisen und Getränke angeboten werden. Nachdem ich mich von den unendlichen Strapazen der bisherigen Expedition erholt hatte, machten wir uns auf den Weg nach An Thoi.

In dem Küstenörtchen findet man einen schönen Fischerhafen, in welchem sich kleine Boote bunt aneinanderreihen und die Fischer uns mit freundlichem Lächeln willkommen hießen. Anschließend geht es zum dortigen Markt, wo sich Früchte und Gemüse aneinanderschmiegen und zum Verzehr einladen. Als ich mich endlich satt gesehen hatte, ging es zu einem Freund meines Guides Huan, welcher eine Pfefferplantage besitzt – einer der Haupteinnahmequellen der Vietnamesen auf Phu Quoc.

Es ist eine sehr kleine und ursprüngliche Plantage, durch welche mich Huan führte. Er erzählte mir, wie Pfeffer angebaut und verarbeitet wird. In dem kleinen Laden des Plantagenbesitzers deckte ich mich dann noch mit ausreichend Pfeffer, welcher geschmacklich besonders mild und fruchtig ist, ein. Und dann fuhren wir zur Haupteinnahmequelle Nummer zwei: der berühmten Fischsauce.

Die Fischsauce Phu Quocs „Nuoc Mam“ rühmt sich eine der besten der Welt zu sein. Als ich eine der Hallen, in welcher die Sauce zur Fermentierung lagert, betrat, stockte mir der Atem und nach nur drei Minuten verließ ich den Ort des Geschehens – wer hätte gedacht, dass etwas das so lecker schmeckt, in seiner Produktionsphase so unglaublich stinken kann. Selbst mein vietnamesischer Begleiter hielt es dort nicht viel länger aus. Aber wie bereits gesagt: der Geschmack des Endprodukts ist köstlich und es hat einen angenehmen Duft.

So langsam war es Zeit sich auf den Rückweg zu machen. Es war ein großartiger, informativer Tag mit vielen neuen Eindrücken. Wer sich übrigens ein besonders schönes Souvenir mit nach Hause nehmen möchte - auf Phu Quoc werden auch Perlen gezüchtet. Mittlerweile war das Wetter aufgeklart und ich beschloss, mit einem leckeren Cocktail in der Hand, mich an den Strand zu begeben, um mir den traumhaften Sonnenuntergang anzusehen. Das sind die Momente die mich mit großer Dankbarkeit erfüllen.

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Autor: OliviaT  08.03.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (1) | Nein

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