Reisebericht über La Gomera, das Wanderparadies der Kanaren
La Gomera ist eine kleine und feine Insel der West-Kanaren. Wer den Aktivurlaub sucht, der ist dort mehr als gut aufgehoben! Doch auch Erholungssuchende kommen auf ihre Kosten.
La Gomera gehört zu den Kanarischen Inseln, und sie besticht den Besucher durch ihre Schönheit und die wunderbaren Wandermöglichkeiten. Ich war schon mehrmals auf La Gomera, weil diese Insel eine besondere Faszination auf mich ausübt. La Gomera ist ein überschaubares, aber vielseitiges Urlaubsziel. Es gibt viele Wandertouren, die alle lohnenswert sind zu gehen, denn die Landschaft wechselt von karg bis hin zu üppigem Grün. Es gibt tiefe Täler, Pfade, die sich an die Berghänge schmiegen und die plötzlich – auf dem Gipfel angelangt – einen großartigen Blick über die Berggipfel mit dem blauen Himmel und den tieferliegenden Wolken offenbaren. Der höchste Punkt von La Gomera ist 1.487 Meter hoch. Alles erscheint greifbar nahe zu sein, denn La Gomera ist nicht groß. Doch durch das ständige Auf und Ab aber bietet die kanarische Insel reichlich Gelegenheit, auf Schusters Rappen das Eiland zu erkunden, und aus der scheinbar greifbaren Nähe können schnell zwei Stunden Fußmarsch werden.
Sehr zu empfehlen ist übrigens eine Wanderung durch den Lorbeerwald, ein Überbleibsel der ursprünglichen Vegetation, die einst fast die gesamte Insel überzogen hatte. Gott sei Dank konnte der restliche Regenwald gerettet werden, und er ist heute eine Hauptattraktion der Insel. Immer wieder geschieht es, dass man den einheimischen Hirten begegnet, die mit ihren Ziegenherden vorbeiziehen. Diese Hirten unterhalten sich untereinander mit einer Pfeifsprache, die es nur noch auf dieser kleinen Insel gibt. La Gomera hat zwei größere Orte. San Sebastian, wo die Fähre von Teneriffa anlegt und Valle Gran Rey mit ihren Sandstränden. Auch die über die Insel verteilten Bergdörfer sind überaus sehenswerte Orte, die der Besucher zu Fuß oder mit einem Mietwagen erkunden kann. La Gomera ist insbesondere für Urlauber zu empfehlen, die gerne einen Aktivurlaub machen möchten. Doch auch für Besucher, die die Ruhe suchen, bietet die Insel ideale Bedingungen. Dazu laden vor allem die Strände ein.
Abends kann man die einfachen, aber guten Restaurants aufsuchen, wo man traditionelle Gerichte wie die Potaje de Berros, einen Brunnenkresseeintopf, kanarisches Kaninchen oder die Almogrote, eine pikante Creme aus dem Inselkäse, probieren sollte. Dazu gehört der Inselwein, der eine eigene, aber tolle Geschmacksnote besitzt, wie ich sie woanders noch nie kennen gelernt habe. Die Sprache der Kanarischen Inseln ist Spanisch. Doch auch ohne Spanisch kommt man überall gut zurecht. Übrigens war La Gomera die letzte Insel, an der Christoph Kolumbus vor seiner Entdeckung Amerikas Halt machte. La Gomera bietet das ganze Jahr über ein mildes Klima. Die Sonne sollte man nicht unterschätzen, deshalb sollte Sonnencreme immer im Gepäck sein.
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Barranco von La Gomera