Reisen wie Goethe

Um auf die Spuren der deutschen Literatur zu kommen, lohnt es sich so zu reisen wie Goethe es einst tat. So kommt man in pulsierende Kulturmetropolen, welche den Meisterdichter bis heute verehren.

So zu reisen wie Goethe es im 18. und 19 Jahrhundert tat, wünschen sich viele Menschen, vor allem die Anhänger des weltbekannten Dichters. Um auf den Spuren Goethes zu sein, sollte man sich zunächst in Frankfurt am Main umschauen. Hier wartet das Geburtshaus des Literaten, welches sich im Großen Hirschgraben in der dortigen Altstadt befindet. Im Jahr 1765 begann Goethe sein Jurastudium in Leipzig, wo man heute noch einige Spuren seines Aufenthaltes wiederfindet. Dazu gehört etwa Auerbachs Keller, welcher im Meisterstück Faust als Ort einiger Handlungen diente.

1770 zog es den Dichter weg aus Sachsen. Während seiner Zeit in Leipzig besuchte Goethe nicht nur die juristische Fakultät der Universität Leipzig, sondern begann auch, sich mehr und mehr für die Poetik und Malerei zu interessieren. Auch in Frankreich, genauer gesagt in Straßburg, wirkte Goethe eine Zeit lang. In der Zeit kurz vor der Phase des Sturms und Dranges lernte er hier zahlreiche literarische Vorbilder kennen. Auch die wichtigen Ideen zum später veröffentlichten Faust sammelte er in der Elsass-Metropole. Um so zu reisen wie Goethe, sollte man allerdings auch nicht vergessen, nach Weimar zu fahren, wo der bekannteste Sohn Frankfurts u. a. das europaweit geschätzte Werk Die Leiden des jungen Werther schrieb. In Weimar kann man gegenwärtig noch Goethes Wohnhaus am Frauenplan, sein Gartenhaus im Ilmpark am gleichnamigen Fluss und ein zu seinem Ehren errichtetes Denkmal besichtigen.

In Weimar verstarb Goethe auch 1832. Zuvor war er dort noch als Minister tätig und lernte Friedrich Schiller kennen. Zudem wirkte Goethe in den Städten Rom, wo sich in der gleichnamigen Straße sein einstiges Wohnhaus befindet, sowie in Ilmenau, wo er allerdings zumeist nur für kurze Zeit blieb. Auf seinen letzten Reisen, kurz vor dem Tod, zog es ihn zudem noch einmal zurück in die Heimat und nach Leipzig, ehe er sich in Weimar endgültig zur Ruhe setzte. In Ilmenau kann heute noch die Waldhütte besucht werden, welche sich auf dem Hausberg der Stadt befindet.

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Autor: Majestor  23.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein (1)

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