Reiten in den Anden von Argentinien

Das wahre Abenteuer auf dem Rücken der Pferde findet man nur beim Reiten in den Anden von Argentinien in Begleitung der Gauchos.

Wer das wahre Abenteuer auf dem Rücken der Pferde sucht, der muss weit reisen, denn dieses wird man nur in den argentinischen Anden finden. Dabei steht durchaus nicht nur das Reiten an sich im Vordergrund, sondern man wird auch einen Einblick in das Alltagsleben der Gauchos gewinnen können. Einfach und nahezu sorglos erscheint deren Leben auf den ersten Blick, doch schaut man etwas hinter die Kulissen, und das wird man zweifelsohne bei einem viertägigen Reitausflug in den Anden, so bemerkt man schnell, dass das Leben kein Zuckerschlecken für die Cowboys der Anden sind.

Um zum Ausgangspunkt des Reittrips in die Anden zu gelangen, nimmt man am besten einen Flug von der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires zur Provinzkapitale Mendoza, wer von Chile aus kommt kann den Bus über die Anden von Santiago aus nehmen. Danach geht es 60 km raus zu einer Estancia, die an den Berghängen der Anden weitab von der meisten Zivilisation liegt, aber es soll noch einsamer werden. Die Guides, in dem Fall die Gauchos, zeigen bei der Einweisung die wichtigsten Grundbegriffe und Handhabungen mit den zahmen Criollopferden. Den Rest lernt man dann unterwegs nach dem altbewährten Prinzip “learning by doing”.

Zuerst einmal geht es nur aufwärts, doch das reicht schon, denn abends sind nicht nur die Criollos müde, sondern auch die Reiter und das Hinterteil meldet sich ebenfalls. Reiten in den Anden ist nicht nur Spass, es geht zuweilen richtig zur Sache, besonders dann wenn die Gauchos die entlaufenen Kühe und Pferde einfangen und in die dafür vorgesehenen Koralle treiben. Manchmal darf man an der Gaudi (für die Gauchos) auch selbst teilnehmen. Erfolgversprechend sind die krampfhaften Versuche ein Lasso zu werfen jedoch kaum. Abends nach vollbrachtem Tagewerk wird immer ein zünftiges Lagerfeuer aufgebaut, der Mate-Tee gereicht und leckeres Fleisch gegrillt.

Reiten in den Anden bedeutet bis auf mehr als 3.000 Meter hinauf kraxeln, wobei die Pferde natürlich die Hauptarbeit verrichten. Die Natur in dieser Höhe ist noch völlig unangetastet und man denkt nicht mehr an den modernen Alltagsstress des Lebens. Nach vier Tagen reicht es dann auch, und es geht nach einem ausgiebigen Mahl wieder zurück in die Zivilisation. Reiten in den Anden kann von jedem normal Gesunden angegangen werden. Etwas dünne Luft in den Bergen und ein dicker Hintern sind die einzigen Schwierigkeiten mit denen man normalerweise zu kämpfen hat. Die Preise für solche Trips richten sich nach der Länge der Reittouren. Ein breites Angebot an Reittouren in den Anden findet sich in Mendoza oder Barriloche.

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Autor: trytonano  30.04.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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