Republik Kanzantip auf Krim - Ravefestival der Superlative
Der Bericht stellt das Ravefestival Kazantip in der Ukraine vor.
Die Republik Kazantip auf der Halbinsel Krim dürfte so manchem Geografen reichlich unbekannt sein. Kein Wunder, handelt es sich doch bei diesem „Staat“, der sich sogar mit Präsident und Nationalfeiertag rühmt, nicht um ein neu entstandenes Land, sondern um eine clevere Idee des Geschäftsmanns Nikita Marshunok. Um den größten Rave-Event Osteuropas bekannter zu machen, rief er vor einigen Jahren kurzerhand die fiktive Republik Kazantip aus – und machte sich selbst zum Staatsoberhaupt. Was in den 90ern als Feier zu einem Surfwettkampf begann und später in den Gebäuden eines nie fertig gestellten Kernkraftwerks weiterging, ist nun zu einem Ravefestival der Superlative geworden:
Auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern bietet die „Republik“ jeden Sommer für fünf bis sechs Wochen alles, was Anhänger von Electro-, Techno-, Trance- und House-Musik sich wünschen: Mehr als 300 DJs - darunter 2009 die bekannten Größen Paul van Dyk, Armin van Buuren und Sven Väth – legen auf mehr als zehn Dancefloors fast rund um die Uhr auf. Die dazugehörige Architektur ist spektakulär: So gibt es einen Dancefloor direkt am Strand und einen, der über dem Meer gebaut wurde; ein anderer hat die Form einer fliegenden Untertasse. Die Republik Kazantip ist eben anders als der Rest der Welt!
Etwa 150.000 vorwiegend junge Besucher strömen deshalb jährlich zu diesem Ravefestival der Superlative und beantragen für einen Preis von bis zu 250 Euro ein „viZa“, um in die Republik Kazantip einreisen zu dürfen und ein echter „ParadiZer“ zu werden. Obligatorisch sind auch gelbe Taschen und orangefarbene Kleidung – denn beides hat im „Staat“ lange Tradition und gilt quasi als Dress-Code. Dieses Jahr findet das Ravefestival vom 31. Juli bis zum 22. August statt. Unterkünfte gibt es in dem Dorf Popovka ab etwa 20 Euro pro Nacht, doch die meisten Raver sind die meiste Zeit ohnehin auf den Tanzflächen oder an dem zum Gelände gehörigen Sandstrand. Denn in der „Verfassung“ der Republik Kazantip ist gute Laune vorgeschrieben!
Wer nicht zur Haupt-Festival-Zeit kommen möchte, der kann auch am 30. und 31. Mai vorbei schauen: Dann findet die „Happiness Parade“ statt; dieser Nationale Feiertag soll Frühling, Freude und Freundschaft ehren. Denn gute Laune bekommt man in der Republik Kazantip garantiert. Wer sich also für elektronische Musik interessiert und einmal Urlaub in einem exotischen „Land“ machen möchte, der ist in der Republik Kazantip ganz richtig. Ein Ravefestival der Superlative in einer Republik der Superlative!
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