Rundreise durch die Bretagne

Die Bretagne ist eine wilde Schönheit im Westen Frankreichs. Wer ihre vielen verschiedenen Gesichter entdecken will, sollte eine Rundreise machen. Hier gibt es Tipps zu Anreise, Reisezielen und Unterkunft!

Die Bretagne ist die westlichste Region Frankreichs, die vor allem durch die ihre wilde Naturschönheit besticht. Oft wird die Bretagne nur als Urlaubsziel für Pensionisten deklariert, doch die Bretagne hat auch für junge Menschen (z.B. Surfer) einiges zu bieten. Von steilen Felsklippen, über traumhafte Strände und malerische Städtchen bis hin zu wahren Kulturschätzen findet man hier alles. Um die Bretagne mit all ihren Facetten kennen zu lernen, empfiehlt sich daher ganz besonders eine Rundreise!

Anreise:

In den Städten Nantes, Brest und Rennes gibt es jeweils Flughäfen, über die Touristen aus der gesamten Welt in die Region gelangen. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es sich hierbei meist um Inlandsverbindungen handelt und deswegen ein Gabelflug über Paris oder Lyon meist unvermeidlich bleibt. Eine weitere und durchaus billigere Möglichkeit ist es, einen Flug nach Paris zu buchen und von Dort aus via Zug nach Rennes weiterzureisen oder sich ein Mietauto zu leihen und privat in die Region zu fahren. Die Autofahrt von Paris nach Rennes dauert ca. fünf Stunden, wenn man mautpflichtige Straßen vermeidet. Letztere Möglichkeit bietet sich v.a. deswegen an, da man für die Rundreise sowieso einen PKW oder einen anderen fahrbaren Untersatz benötigt.

Rundreise:

Wo die Rundreise ihren Ausgang nimmt und wo sie enden soll, ist eigentlich eine Entscheidung, die individuell getroffen werden muss. Es empfiehlt sich aber im Südosten zu beginnen und im Nordosten zu enden. So geht sich nämlich prima noch ein Abstecher in die Normandie aus! Ausgehend von der Annahme, dass man im Südosten beginnt, sieht eine mögliche Reiseroute wie folgt aus:

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  1. Rennes: Rennes ist die Hauptstadt der Bretagne und bestimmt ein angemessener "Kick-off" für eine spannende Rundreise. Die Stadt besticht mit mittelalterlichem Charme und Geschichte. In der mittelalterlichen Stadt kann man bei Cidre und Crêpes das bretonische Flair der Hauptstadt genießen.
  2. Vannes: Die kleine malerische Stadt Vannes lädt seine Besucher zum Flanieren ein. Das Château de l'Hermine und die Kathedrale sind nur zwei ihrer Sehenswürdigkeiten. Wer in Vannes übernachten möchte, sollte sich jedoch früh genug um einen Schlafplatz kümmern, da die Unterkünfte in der Stadt meist schon frühzeitig ausgebucht sind.
  3. Carnac und Quiberon: Wer ein wenig Asterix- und Obelix-Stimmung genießen möchte, ist in Carnac gut aufgehoben, findet sich dort ja eine bedeutende Megalithanlage mit über 3.000 Menhiren. Die Halbinsel Quiberon kann mit einem netten Stadtzentrum und einem wunderschönen Strand aufwarten.
  4. Concarneau: Der Fischerort Concarneau ist durch ihre unter Denkmalschutz stehende Ville Close berühmt geworden. Überschreitet man die kleine Brücke zum Eingangstor der Festung, die auf einem Felsen dem Hafen von Concarneau vorgelagert ist, eröffnet sich dem Besucher ein zauberhafter Blick auf ein kleines Netzwerk an niedlichen Häuschen und Gassen.
  5. Pont-l'Abbé und Pointe du Penmarc'h: Pont-l'Abbé gehört wahrscheinlich nicht zu den "Hot-Spots" der Region. Doch in dem malerischen Dörfchen, das zudem noch auf dem Weg zum Pointe du Penac'h liegt, lohnt es sich einen kurzen Stopp einzulegen, um die Bretagne von ihrer alltäglichen Seite zu genießen. Der Pointe de Penmarc'h ist der perfekte Ort, um nach einem langen Tag den Sonnenuntergang zu genießen. Die Kapelle Notre Dame de la Joie und der Leuchtturm Phare d'Eckmühl sowie die typischen bretonischen Steinhäuschen machen die Idylle perfekt.
  6. Pointe du Raz: Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Bretagne und ein beliebtes Fotomotiv sind die Steilküste und der Leuchtturm der Pointe du Raz. Diese wilde Naturschönheit ist für Touristen gut erschlossen worden. Wer über das individuelle Erkunden hinaus noch zusätzliche Informationen möchte, kann sich über die Geschichte, Flora und Fauna im Informationszentrum vor Ort genauer informieren.
  7. Pointe de Pen-Hir: Ein Umweg zur Pointe de Pen-Hir auf dem Weg nach Brest lohnt sich. An den schroffen Felsklippen der Pointe de Pen-Hir hat man einen spektakulären Ausblick über die Landzungen der Halbinsel Crozon.
  8. Brest: Die Hafenstadt Brest eignet sich auf Grund ihrer Lage bestens als Zwischenstopp zum Übernachten. Auf Grund der starken industriellen Ausrichtung der Stadt, erscheint sie für Besucher nur wenig attraktiv. Durchaus sehenswert sind jedoch beispielsweise das Océanopolis-Aquarium und das Château de Brest. Vorsicht! Am Sonntag ist in Brest so gut wie alles geschlossen!
  9. Côte de Granit Rose: Die Küste der rosa Granitfelsen ist eine Naturschönheit besonderer Art. Wer erneut auf den Spuren von Asterix und Obelix wandeln möchte, findet in Plumeur Bodou den Nachbau eines gallischen Dorfes.
  10. Cap Fréhel: Wer von den Steilküsten noch nicht genug hat, sollte unbedingt dem Cap Fréhel einen Besuch abstatten. Im Frühjahr und Sommer ist die Landzunge mit unzähligen Blumen überdeckt und daher besonders reizvoll. Bei gutem Wetter genießt man hier einen guten Fernblick bis zu den Landzungen der Normandie.
  11. Dinard und Saint-Malo: Genug der Steilküsten, steht nun wieder Städtisches auf dem Reiseplan. Dinar ist ein zauberhafter Badeort, der sich v.a. bei der britischen Bevölkerung großer Beliebtheit erfreut. Die Strände laden dazu ein, die Füße in den Sand zu stecken und einfach zu entspannen. Das Zentrum von Saint-Malo ist auf einer Halbinsel vorgelagert und von einer prächtigen Stadtmauer umgeben. Innerhalb der Mauern pulsiert das bretonische Leben in seiner Reinform. Hier kann man sich auch gerne mal die Zeit zum Shoppen nehmen.
  12. Mont-Saint-Michel: Der krönende Abschluss der Rundreise durch die Bretagne stellt der vorher schon angesprochene Abstecher in die Normandie dar. Der Mount-Saint-Michel ist weit über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt und eine der Touristenattraktionen schlechthin. Die hoch oben thronende Abtei wirkt majestätisch und lässt jeden Besucher beeindruckt für einen Moment verstummen. Ein Spaziergang durch das Watt der umliegenden Bucht ist, vorausgesetzt man verfügt über passendes Schuhwerk - je nach Gezeitenlage sehr empfehlenswert.

Natürlich sind dies nicht alle Sehenswürdigkeiten der Bretagne, jedoch bestimmt eine gute Auswahl. Für die gesamte Rundreise benötigt man ca. sieben bis zehn Tage. Dies hängt allerdings wiederum mit der individuellen Reisegestaltung zusammen bzw. damit, wie lange man an einem Ort verweilen möchte und wie viele Kilometer pro Tag gefahren werden.

Unterkunft:

Im Sinne eines spontanen Road-Trips stellen private Pensionen eine gute und auch preiswerte Übernachtungsmöglichkeit dar. In den verschiedenen Tourismusbüros vor Ort bekommt man ausreichend Informationen zu noch freien Zimmern. Es empfiehlt sich noch bis zum frühen Nachmittag ein Zimmer zu suchen. Französisch-Kenntnisse sind kein Muss, aber bestimmt von Vorteil. Wer seine Reise gerne im Vorhinein plant, kann viele Fremdenzimmer auch über das Internet buchen. Preislich gesehen zahlt man ca. 20 bis 30 Euro pro Person und Nacht für ein Zimmer mit Frühstück.

Reisebericht als PDF
Autor: Chilischoki  14.07.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja (3) | Nein

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