Rundreise durchs Outback – Ayers Rock, die Olgas und Kings Canyon

Zum perfekten Australienurlaub gehört auch eine Rundreise durchs Outback. Der Ayers Rock, die Olgas und Kings Canyon zählen zu den Höhepunkten der Tour.

Der Ayers Rock, auch Uluru genannt, ist das Wahrzeichen von Australiens Outback.

Australien, dazu gehören nicht nur die Küsten, sondern auch das rote Herz des Kontinents, das Outback. „Hinten raus“ heißt das wörtlich übersetzt, und tatsächlich erstrecken sich die Wüsten des Outbacks weit hinter den großen Metropolen wie Sydney oder Melbourne. Wer dieses heiße, trockene, aber wunderschöne Innere Australiens kennenlernen will, der sollte eine Rundreise durchs Outback unternehmen. So lernt man nicht nur die einzigartige Natur kennen, sondern kann auch den berühmten Ayers Rock, die Felsformation Olgas und den Kings Canyon sehen.

Beginn in Alice Sprins

Die Rundreise durchs Outback beginnt gewöhnlich in der Stadt Alice Springs, dem einzigen Ort im Umkreis von mehreren tausend Kilometern. Bevor man aufbricht, sollte man hier noch einmal die Nähe zur Zivilisation genießen und vielleicht den berühmten Flying Doctor Service besuchen. Wer seine Rundreise durchs Outback zum Ayers Rock, den Olgas und Kings Canyon selbst organisieren will, kann hier einen Leihwagen mieten und sich auf eigene Faust auf den Weg machen – allerdings ist es wegen der weiten Strecken für die meisten eher ratsam, an einer organisierten Tour teilzunehmen. Dann kann man die Landschaft ganz gemütlich vom Jeep aus genießen und auf sich wirken lassen. Buchungen sind oft auch kurzfristig möglich und werden zahlreich angeboten; die Kosten für eine dreitägige Rundreise durchs Outback mit Übernachtung in festen Zeltlagern betragen etwa 300 Dollar.

Kings Canyon

Das erste Ziel auf der Rundreise durchs Outback ist der Kings Canyon, doch ehe man den erreicht, fährt man erst einmal einen halben Tag lang durch die unendlichen Weiten des Outbacks. Der Sand ist mal gelb, mal tiefrot – und mit etwas Glück kann man vom Wagen aus wilde Tiere sehen, zum Beispiel Kängurus oder Dingos. Nach mehreren Stunden Autofahrt erreicht man dann den Kings Canyon, eine gewaltige, Kilometer lange Schlucht, die sich durch ein Felsmassiv zieht. Am schönsten ist hier die Wanderung, die erst am Canyon entlang führt und dann durch die Schlucht selbst. Hierbei erblickt man bizarre Felsformationen, Millionen Jahre alte Fossilien – und unten im Canyon wartet ein überraschend feuchter und grüner Garten Eden, in dem es sogar Frösche gibt. Die Wanderung dauert etwa vier bis fünf Stunden und erfordert festes Schuhwerk. Für einen gemütlichen Spaziergang bietet sich die einstündige Tour durch die Schlucht an; erfahrene Wanderer können einen mehrtägigen Marsch durch den gesamten Canyon unternehmen.

Die Olgas

Nach der Wanderung geht es auf der Rundreise durchs Outback erst mal wieder im Jeep weiter, zu einer der festen Zeltanlagen, die es im Outback gibt. Die Zelte bieten stabile Betten und Strom; Toiletten und Duschen sind in separaten Häusern vorhanden. Für die Verpflegung sorgt bei einer organisierten Tour der Guide – reist man allein, muss man sich Essen und Töpfe selbst mitnehmen, denn Geschäfte gibt es in den Zeltanlagen nur selten. Am nächsten Morgen kann man sich dann zum nächsten Ziel aufmachen, den Olgas, von den Aboriginees auch Kata Tjuta genannt. Die riesige Felsformation befindet sich fast tausend Kilometer vom Kings Canyon entfernt, entsprechend dauert die Fahrt dorthin wieder viele Stunden. Angekommen, kann man dann jedoch den eindrucksvollen Blick genießen: Die Olgas erheben sich wie steinerne Köpfe hoch aus dem roten Sand hinaus. Bei Sonnenauf- und Untergang scheinen sie zu glühen. Auch hier führen anspruchsvolle Pfade durch die Täler und Felswände und es gibt sowohl Touren von einigen Stunden als auch Mehrtagesmärsche. In jedem Fall sollte man sich zwischendurch Zeit nehmen und einfach mal lauschen – wenn der Wind an den Felswänden entlang pfeift, entsteht ein eigentümliches, unheimliches Geräusch.

Ayers Rock - der heilige Berg

Nach einer weiteren Übernachtung in einem Zeltlager steht am nächsten Tag der Höhepunkt der Rundreise durchs Outback an: der Ayers Rock, von den Aboriginees auch Uluru genannt. Der riesige Monolith erhebt sich aus dem Nichts und gilt den australischen Ureinwohnern als heiliger Berg. Besonders beeindruckend ist er bei Sonnenaufgang, denn dann leuchtet er in einem tiefen Orange-Rot. Am besten erkunden kann man den Ayers Rock daher bei einem Rundgang in den frühen Morgenstunden. Der Weg führt einmal um den Ayers Rock herum und dauert zwei bis drei Stunden. Prinzipiell ist es auch möglich, bei einer Rundreise durchs Outback den Ayers Rock zu besteigen – die Aboriginees lehnen das jedoch ab und bitten die Touristen, davon abzusehen. Doch egal wie man den Anblick des Ayers Rock genießt – das Farbenspiel des Outbacks ist auf jeden Fall unvergesslich.

Reisebericht als PDF
Autor: juliaj  04.02.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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