Schottlands Schätze – Die Insel Gigha

Mit nur 14 Quadratkilometern ist die kleine Insel Gigha trotzdem eine regelrechte Schatztruhe für Natur- und Schottlandliebhaber.

Mit Ausmaßen von etwas neun Kilometern Länge und zwei Kilometern Breite ist Gigha nach Islay die südlichste Bewohnte Insel der Inneren Hebriden. Von Tayinloan, was auf westseitig auf der Halbisnel von Kintyre gelegen ist, verkehrt mehrmals täglich eine Fähre zur Insel. Dies ist im Prinzip der einzige Zugang. An der Südspitze von Gigha gibt es noch ein grasbewachsenes Rollfeld, doch dies scheint nur von den wagemutigsten Piloten bei wirklichen Notfällen angeflogen zu werden, was wiederum nicht oft vorzukommen scheint.

Der Hauptort Ardminish, sofern man das so nennen kann, ist Hauptdrehscheibe der Insel. Der einzige Laden, der Yachtclub, zwei Hotels und Bars sowie eine Zapfsäule befinden sich dort. Sehenswert ist die täglich geöffnete Künstlergalerie. In einem kleinen Lichtdurchfluteten Raum werden von Künstlern mit Bezug zu Gigha impressionistische Gemälde ausgestellt. Die redselige Leiterin der Galerie und des dazugehörigen Shops erklärt gerne alle Bilddetails sowie deren Entstehungsgeschichte.

Auf Grund des warmen Golfstromes der die Insel streift ist sie im Schnitt ein paar Grade wärmer als der Rest Schottlands und bekommt auch mehr Sonneneinstrahlung. Im Achamore Garten, was eine Art Naturpark mit traumhafter Aussicht ist, lassen sich neben vielen schönen Rhododendren auch Palmen finden, was jeden Besucher recht erstaunen lasst. Unweit von hier befinden sich noch Überreste einer Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Ein kleiner Fischeranlegesteg mit alten Kuttern ist ganz an der Südspitze der 150 Einwohner Insel zu finden, was einen an frühere Tage erinnert. Nicht ganz in die Weidelandschaft passen die drei Windräder. Jedoch gilt Gigha als Vorreiter zur Verwendung grüner Energie und Produziert sogar soviel, dass die Überschüsse lukrative Einnahmen generieren.

Freizeitsportlern bietet die Insel auch einiges. Ob mit dem Kajak einmal um die Insel, Tauchen, Radfahren oder Golfen (anscheinend der schönste Abschlag Schottlands beim ersten Loch), wer die Stille und Abgeschiedenheit liebt ist hier genau richtig. Die Zeit scheint einfach stehengeblieben zu sein. Der perfekte Ort, um sich in unserer sich ständig beschleunigenden Welt einfach mal wieder aufs wesentliche zu besinnen und den Geist bei imposanten Sonnenuntergängen zur Ruhe kommen zu lassen.

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Autor: csaf4314  27.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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