Seafood in Südafrika: Fischfrüchte und Meeresfrüchte
Seafood in Südafrika: Fischfrüchte und Meeresfrüchte aus kalten Gewässern werden an Afrikas Südküste scharf gewürzt und heiß serviert.
Die kühlen Gewässer vor Südafrika sind aufgrund des Zusammentreffens von Atlantik und Indischem Ozean sehr fischreich, was sich zum einen an den großen Räubern der Meere ablesen lässt, zum anderen an dem riesigen Angebot an Seafood auf den lokalen Märkten und Restaurants. Obwohl der Südafrikaner eher Fleisch, vor allem der gegrillten Variante, zugetan ist, kann man von Durban bis Kapstadt ganz hervorragend Fischfrüchte und Meeresfrüchte genießen. Viele Arten sind uns Europäern völlig unbekannt, andere werden bei uns fast nur im tiefgefrorenen Zustand angeboten, deshalb sollte man sich eine oder, noch besser, mehrere der oft exotisch gewürzten Spezialitäten bei einem Besuch nicht entgehen lassen.
Neben den eher bekannten Arten wie dem Kabeljau, der Dorade (Meerbrasse) und der Meeräsche werden auch für die Region typische Arten, beispielsweise der Snoek und der Kingklip, angeboten. Beim Snoek handelt es sich um die Hechtmakrele, die einen länglichen, seitlich abgeflachten, silbern glänzenden Körper mit dem weißen, festen Fleisch besitzt. Leider besitzt sie auch viele Gräten, erfreut sich aber in Südafrika dennoch großer Beliebtheit. Serviert wird sie gerne geräuchert oder gegrillt und wird, wie es bei Seafood in Südafrika häufig vorkommt, mit Kartoffeln oder Pommes frites gereicht.
Ein weiterer, sehr beliebter Vertreter der Fischfrüchte und Meeresfrüchte in Südafrika ist der Kingklip, ein Mitglied der Familie der Schlangenfische. Er kommt in einer Tiefe von 50 bis mehreren hundert Metern vor, wo er sich von Krebstieren, Fischen und Tintenfischen ernährt. Sein wenig ansprechendes Äußeres führt dazu, dass er meist als Filet angeboten wird, es sei denn, man besucht einen lokalen Fischmarkt. Sein Eigengeschmack liegt nicht jedem, aber in Südafrika gilt er als Delikatesse und erlangt nach und nach auch auf dem europäischen Markt immer mehr Anhänger. In auf Fischfrüchte und Meeresfrüchte spezialisierten Restaurants Südafrikas wird er gerne gedünstet und mit einer Knoblauch- oder Zitronensoße angerichtet oder paniert und gebacken, ebenfalls mit einer der vorgenannten Soßen. Wirklich schmackhaft ist der Kingklip am Spieß mit Paprika. Der Spieß wird mit Speck umwickelt und mit Honig bestrichen, dazu gibt es eine Schüssel Butterreis und Zitronensoße. Unter dem Namen Yellowtail darf man gleich zwei Fischarten erwarten: Entweder die Gelbschwanzflunder oder, wenn auch seltener, die Gelbschwanzmakrele, beide Arten gehören zu den Highlights des Seafoods in Südafrika, wobei die Flunder durch sehr wenige Gräten besticht.
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Wirklich farbenfrohe Arten stellen die blaugrünen Lippfische und die knallroten Wrackbarsche dar, beide werden meist gegrillt, wobei ihnen ihr hoher Fettanteil zu einem saftig bleibenden, leckeren Fleisch verhilft. Leider verlieren sie beim Grillen die schöne Farbe, dem Geschmack tut dies aber keinen Abbruch. Grillfisch wird oft mit einer scharfen Soße bestrichen oder serviert, genannt Peri Peri. Dieses Gewürz besteht aus Cayennepfeffer, Paprika, Chili, Salz, Knoblauch, Zwiebeln und, wie sollte es bei Seafood in Südafrika anders sein, Zitrone. Barrakudas und Muränen runden das Angebot ab, entweder mit oben genannten Gewürzmischungen oder Garam Masala, einer südafrikanischen Spezialmischung aus Kümmel, Koriander, Kardamom, Fenchel, Anis u.a., zubereitet, wobei die Muräne sehr fettig sein kann. Auf den Speisekarten Südafrikas findet sich oft “Line Fish”, dies ist jedoch keine neue Fischart, es bedeutet lediglich “Tagesfang”, man darf sich überraschen lassen.
Seafood in Südafrika wäre nicht komplett, wenn nicht auch eine große Auswahl an Meeresfrüchten angeboten werden würde. Ganz an oberster Stelle steht hier der Crayfish, ein kleiner Verwandter des Hummers, wiederum mit Zitronensoße angerichtet ist er eine echte Delikatesse unter den Fischfrüchten und Meeresfrüchten in Südafrika. Auch Langusten und andere Krustentiere werden zu für uns günstigen Preisen auf den bunten Märkten verkauft, etwas teurer, aber dennoch erschwinglich gibt es sie in Restaurants.
Austern, klassisch roh oder gedünstet, sowie verschiedene Muschelarten sind ebenfalls unbedingt empfehlenswert, frischer geht es kaum und die oft exotische Zubereitungsweise birgt so manche Überraschung im positiven Sinne. Auch bei den Schalentieren wird oft mit Knoblauch und viel Schärfe gekocht. Eine Besonderheit stellt die in teuren Restaurants erhältliche Perlemoen oder Abalone dar. Obwohl sie das Aussehen einer Muschel besitzt, handelt es sich doch um eine Meeresschnecke mit sehr eiweißhaltigem Fleisch, welche dazu noch Potenz steigernd wirken soll. Da sie sich ausschließlich von Seetang ernährt, gilt ihr Verzehr als sehr gesund. Wer diese Spezialität probieren möchte, sollte sie sich außerhalb der Touristengebiete besorgen, dort wird sie wesentlich günstiger angeboten. Durch oben genannte Eigenschaften wird sie leider sehr stark befischt, was zu stetig sinkenden Beständen führt.
Die bunte Palette von Seafood in Südafrika wird durch Tintenfisch und durch Kuriositäten wie Seegurken komplettiert. Während die verschiedenen Arten von Tintenfisch im Ganzen gekocht oder als Ringe mit Panade frittiert werden, wird die Seegurke dem Gast kleingeschnitten und kalt als Salat serviert. Geschmacklich macht Letztere nicht viel her, ist aber dank ihrer rötlich braunen Farbe ein besonderer Blickfänger.
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