Sehenswürdigkeit Syrien: Die antike Stadt Palmyra
Palmyra ist eine der am besten erhaltenen Städte der Antike. Die Besucher können dabei inmitten der Wüstenlandschaft die sehr gut erhaltenen Bauwerke bestaunen
Palmyra, das heutige Tadmur befindet sich in Zentralsyrien, inmitten der Wüstenlandschaft. Die Stadt gilt als eine der beeindruckendsten Orte Syriens und des ganzen Nahen Ostens. Man erreicht ihn am leichtesten von Damaskus aus; mit dem Auto oder Bus benötigt man etwa fünf bis sechs Stunden. Am besten ist ein Besuch so zu timen, dass man bei Sonnenaufgang in Palmyra ankommt. Aufgrund der Lage in der Wüste wird es nämlich später am Tag oftmals unerträglich heiß. Zudem ist ein Sonnenaufgang in der Wüste an und für sich ein besonders eindrucksvolles Ereignis.
Warum sollte man Palmyra / Tadmur besichtigen? Es handelt sich dabei um eine der am besten erhaltenen antiken Städten der Welt. An der Stelle wurden bereits im 2. Jahrtausend vor Christus Siedlungen errichtet; ihre Blütezeit erreichte Palmyra im 1./2. Jahrhundert nach Christus unter römischer Herrschaft, wobei die Stadt nie ganz ihre Unabhängigkeit verlor und ein wichtiges Wirtschaftszentrum war. Heute kann man die Ruinen den ganzen Tag und kostenlos besichtigen und dabei das weitläufige Gelände bewundern. Die Stadt ist außerordentlich gut erhalten und braucht einen Vergleich mit Rom oder griechischen antiken Orten nicht zu scheuen. Am beeindruckendsten ist dabei der Tempel des Bel, das wohl erhaltene Bauwerk Palmyras. Der Tempel diente zur Opfergabe und später als Sitz des Gouverneurs im Osmanischen Reich. Erstaunlich ist dabei die architektonische Komplexität und der fast vollständige Grad der Erhaltung des Baus. Andere beeindruckende Bauten sind der monumentale Bogen am Eingang der Stätte und weitere Tempel, sowie einfache Wohnhäuser. Für einen Besuch in Palmyra sollte man aufgrund der Größe des Geländes einige Stunden einplanen und dabei vor allem Wasser nicht vergessen. Anschließend lohnt es sich, im Zentrum der heutigen Stadt Tadmur das Palmyra Museum um 150 Pfund Eintritt zu besichtigen. Dieses zeigt mit Hilfe von gefundenen Artefakten die glorreiche Geschichte der Region.
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