Sehenswürdigkeiten Bonn - Der Weg der Demokratie
Die Stadt am Rhein zeigt Kultur und Sehenswürdigkeiten. Auf dem Weg der Demokratie werden die Stationen der jungen Bundesrepublik Deutschland kurzweilig geschildert.
Bonn war nie eine Großstadt, weder von der Einwohnerzahl her noch von der Fläche. Doch seit die Bundesrepublik und damit der demokratische Staat Deutschland aus der Wiege gehoben wurde, ging die alte Universitätsstadt am Rhein diesen Weg lange Jahre mit. Die ganz Großen dieser Welt schüttelten sich die Hände auf dem politischen und kulturellen Parkett der "provisorischen Bundeshauptstadt" und die Stadt bietet dazu eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten. Bonn ist zugleich altehrwürdiger Sitz der Kultur wie auch Sinnbild einer jungen und modernen Demokratie, wenn auch heute nicht mehr Hauptstadt Deutschlands. Die Stadt wartet auf mit ungezählten Sehenswürdigkeiten. Bonn und seine Denkmäler der Moderne bilden eine Einheit mit jenen der kulturellen Vergangenheit, sind nicht räumlich und manchmal auch nicht in ihrem Konsens voneinander zu trennen.
Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland hat, mit Ausgangspunkt an seinem Sitz im ehemaligen Regierungsviertel, einen Rundgang entlang der Sehenswürdigkeiten Bonns angelegt. Es ist der Weg der Demokratie, der wichtige Stationen der früheren Bundesregierungen beinhaltet. Erste Stationen sind am Rheinufer der Bundesrat und das Bundeshaus. Dann folgt der neue Plenarsaal, während dessen Umbau das alte Wasserwerk nebenan als Ausweichquartier diente. Gleich daneben überschaut alles der Lange Eugen, einst Abgeordnetenhaus, heute Sitz der Vereinten Nationen. Das Hochhaus erhielt seinen Namen zu Ehren Eugen Gerstenmeiers, eines früheren Bundestagspräsidenten. Über die Bürobauten im Tulpenfeld und mit dem Gebäude der Bundespressekonferenz sowie einem Gebäude in der Dahlmannstraße verläuft der Weg zum neuen Bundeskanzleramt, dem Kanzlerbungalow - dem Regierungswohnsitz der Kanzler von Kiesinger bis Schröder - und dem alten Bundeskanzleramt (Palais Schaumburg). Diese Gebäude liegen alle in einem parkähnlichen Gelände. Ebenso die Villa Hammerschmidt, die Repräsentationsgebäude und Wohnsitz der Bundespräsidenten war.
Schräg gegenüber, auf der anderen Seite der Adenauerallee, steht das altehrwürdige Forschungsinstitut und naturkundliche Museum Koenig, dem eine besondere Aufgabe in der Gründungsphase der Bundesrepublik zukam. Es war am 1. September 1948 Schauplatz der feierlichen Eröffnung des Parlamentarischen Rates, der mit der Ausarbeitung des Grundgesetzes beauftragt war. Etwas weiter entlang der Adenauerallee in Richtung Innenstadt, vorbei am Auswärtigem Amt und dem Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen (heute Bundesrechnungshof) findet man die Hofgartenwiese, die sich an das Kurfürstliche Schloss, heute Sitz der Universität, anschließt. Das ehemals barocke Gartengelände war oftmals Schauplatz großer Demonstrationen für oder gegen politische Entscheidungen. So bekundeten allein 250.000 Menschen 1981 ihre Meinung gegen den Nato-Doppelbeschluss. Außerhalb Bonns, in der Nähe von Königswinter liegt das Bundesgästehaus Petersberg. Diese Funktion hat es auch heute noch inne. Doch die meisten Gebäude des ehemaligen Regierungsviertels wurden neuen Aufgaben übergeben. Immer noch sind sie Sehenswürdigkeiten. Bonn hat, auch ohne Hauptstadt zu sein, seine Bestimmung weiterhin im Historischen wie auch im Modernen behalten.
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