Sehenswürdigkeiten in Xanten - Auf den Spuren der Römer am Niederrhein
Am Niederrhein lassen sich die Spuren der Römer erkunden. Sehenswürdigkeiten in Xanten laden in die Vergangenheit der Region ein.
Xanten ist eine Römerstadt am Niederrhein, dessen Alter auf mehr als 2.000 Jahre geschätzt wird. Das Erholungsgebiet eignet sich besonders gut für einen Tagesausflug, bei dem Familien mit Kindern, Kulturfreunde und Geschichtsliebhaber voll auf ihre Kosten kommen. Aufgrund der Nähe zum Ruhrgebiet und des Nachbarlandes Holland zieht die Stadt besonders an den Wochenenden große Besucherzahlen in ihre historischen Gassen. Auch kulinarisch hat Xanten einiges zu bieten, denn in der gemütlichen Altstadt laden Eisdielen, Restaurants und Cafes, die sich hauptsächlich in geschichtsträchtigen Gebäuden befinden, zum Verweilen und Entspannen ein.
Archäologischer Park
Der archäologische Park Xanten wurde im Jahre 1977 eröffnet. In der Römerzeit durchschnitt ein Arm des Rheins das Gebiet und noch heute lässt sich das Hafentor, welches als Eingang zum Park dient, bestaunen. Ebenfalls findet der Besucher diverse antike Gebäude, die mit viel Aufwand rekonstruiert wurden, vor. Der archäologische Park bietet seinen Gästen außerdem ein Restaurant, in dem Festlichkeiten im römischen Stil abgehalten werden. Das Überbleibsel eines Aquädukts lässt erahnen, wie die Stadt zur Römerzeit durch Auffangen von Regenwasser mit Trinkwasser versorgt wurde. Zum archäologischen Park Xanten gehört auch das Römermuseum, welches zwischen März und Oktober von 9.00 bis 18.00 Uhr, im November von 9.00 bis 17.00 Uhr und zwischen Dezember und Februar von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet ist. Der Eintrittspreis für Park und Museum beträgt 9,00 Euro für Erwachsene und 4,50 für Kinder ab sechs Jahren.
Amphittheater
Das Amphittheater im archäologischen Park in Xanten stellt eines der interessantesten Sehenswürdigkeiten dar. Im römischen Reich diente dieses als Austragungsort für Gladiatoren- und Wettkämpfe. Jeden Sommer zwischen Juni und August finden hier die Xantener Sommerfestspiele statt, welche mit Opern, Konzerten, Musicals und Balletts von Verdi, Carl Orff und Tschaikowski einhergehen. Die Kapazität des Amphittheaters in Xanten beträgt rund 2.500 Sitzplätze, welche je nach Veranstaltung auf fast 4.000 Plätze erhöht werden kann.
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Kloster Mörmter
Das Kloster Mörmter wurde 1921 vom Franziskanerorden errichtet und diente im Zweiten Weltkrieg u. A. als Lazarett. Heute wird das Kloster von der brasilianischen Gemeinschaft Fazenda da esperanza genutzt. Zum Mörmter Kloster gehört auch eine Klosterkirche, die besonders durch ihre eher einfache Ausstattung besticht. Etwas abseits vom Kloster Mörmter findet der Besucher Überreste einer Burganlage, zu der ein Graben und ein Rundturm gehören. Eine Legende besagt, dass die Burg durch einem unterirdischen Tunnel mit der Klosterkirche verbunden ist.
Krimhildmühle
Die Krimhildmühle, deren Name aus der Nibelungensage stammt, steht direkt an der Stadtmauer in Xanten. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ursprünglich als Wachturm erbaut. Sie ist die einzige Mühle am Niederrhein, welche noch in Betrieb ist und in der noch täglich frisches Brot gebacken wird, welches der Besucher direkt an der Krimhildmühle oder auf einem der umliegenden Wochenmärkte kaufen kann. Ein Besuch lohnt sich und sollte bei einem Stadtrundgang in Xanten nicht fehlen.
St. Viktor Dom
Der Xantener Dom ist eine römisch-katholische Kirche und man sagt, dass er die größte Kathedrale zwischen Köln und dem Meer sei. Der Bau des Doms begann im Jahre 1263 und dauerte 281 Jahre. Interessant ist, dass der Dom keinen Chorumgang besitzt und dem Chor anstelle dessen zwei Kapellen angeschlossen sind, deren Türme das Stadtbild Xantens heute prägen. Der Dom mit seinem fünfschiffigen Langhaus in gotischem Stil, Kreuzgang, Altäre, Domorgeln, Skulpturen, die Statue des heiligen Viktor sowie seine Gebeine am Hochaltar, lassen sich täglich von Montag bis Samstag zwischen 10.00 bis 18.00 Uhr sowie Sonntag von 12.30 bis 18.00 Uhr besichtigen.
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