Sightseeing Charleston in South Carolina - Perle des Südens
Sightseeing in Charleston ist ein historischer Spaziergang durch die Wiege der Sezession. Charleston in South Carolina bezaubert durch sein unverwechselbares Südstaaten Flair.
Wer in Charleston Sightseeing macht, erkennt die South Carolina Südstaaten Metropole sicher aus den Fernsehproduktionen wie „Vom Winde verweht“ und „Fackeln im Sturm“ wieder. Bunte Häuser mit luftigen Veranden und schmiedeeisernen Treppenaufgängen, von Brunnen und prächtigen Blumengärten gesäumt, bestimmen ebenso das für South Carolina typische Straßenbild von Charleston wie alte, von Spanischem Moos behangene Eichen. In Charleston Sightseeing machen ist für an Architektur und Geschichte interessierte Reisende das Highlight einer jeder Südstaaten Reise. Insgesamt findet der Reisende in Charleston 73 Häuser aus der Kolonialzeit, 136 Gebäude aus dem späten 18. Jahrhundert sowie 623 aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die Kriegen und Naturkatastrophen trotzten.
Der historische Stadtkern von Charleston liegt auf einer Insel, die vom Cooper River und Ashley River umspült wird. Die Stadthäuser wurden in Charleston mit der schmalen Seite zur Straße hin errichtet, weil die kolonial englische Abgabenordnung die Höhe der Grundsteuern nach der Breite der Straßenfront bestimmte. Einige Straßenschilder lassen auf den starken französischen Einfluss der Hugenotten schließen und die historische Vergangenheit zahlreicher Kriege, vor allem die bedeutende Rolle von Charleston im Sezessionskrieg, lebt mit dem Blick auf Fort Sumter wieder auf. Charleston zählt rund 115.000 Einwohner und ist damit nach Columbia die zweitgrößte Stadt in South Carolina. Vom Potential her - Charleston unterhält zahlreiche Museen und hat eine bewegte Geschichte - könnte die Südstaaten Metropole eine boomende Tourismusmetropole zum Sightseeing sein, aber vielleicht wissen gerade die noch überschaubaren Mengen an Touristen den erhaltenen Charme der Stadt zu schätzen.
Seine Charleston Sightseeing Tour startet man am Besten als Stadtspaziergang zu Fuß ohne Mietwagen an der Kreuzung Broad Street/ Meeting Street. Einst war diese Kreuzung das wirtschaftliche und finanzielle Zentrum der Stadt Charleston. Sie wird auch als „Four Corners of the Law“ bezeichnet, weil ihre vier Ecken vier verschiedene Gesetzesebenen symbolisieren: der Federal Court steht für die des Bundes, das County Courthouse für die des Landes, die City Hall für die der Stadt und die St. Michael's Episcopal Church für die der Kirche. Ein weiteres Highlight beim Charleston Sightseeing ist das Post Office and Federal Court. Das Gebäude wurde 1896 von dem Architekten John Henry Deveraux erbaut. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt beim Sightseeing. Während der Geschäftszeiten kann man das mit Schnitzereien verzierte Mahagonieholz im Foyer bewundern. Majestätische Säulen umranden den schmiedeeisernen mit Marmor angereicherten Treppenaufgang. In der Schalterhalle befindet sich ein Post Museum.
Das erste Gebäude des Charleston County Courthouse wurde 1753 errichtet, brannte aber 1788 bis auf die Grundmauern nieder. Aus der oberen Etage des damaligen Hauses wurden amtliche Bekanntmachungen ausgerufen, wie z.B. die Unabhängigkeitserklärung in South Carolina. Das heutige Gebäude stammt von 1792, das von den Architekten Judge William Drayton und James Hoban, errichtet wurde und sollte beim Charleston Sightseeing in der 84 Broad Street gesehen werden.
Die Kirche St. Michael's Episcopal Church in Charleston wurde zwischen 1752 und 1761 erbaut. Sie ist das älteste Kirchengebäude der Stadt. Auch hier in der 71 Broad Street erkennt man den englischen Einfluss beim Charleston Sightseeing, die Kirche erinnert stark an die St. Martin-in-the-Fields Kirche in London. Der 55 m hohe Kirchturm, auf dem eine 2,5 m lange goldene Wetterfahne thront, übernahm im Laufe der Zeit schon verschiedenste Funktionen. Einst diente er als Leuchtturm, dann zur Feindbeobachtung im Bürgerkrieg, im Zweiten Weltkrieg war er Standort der Sirenen. Das Taufbecken wurde 1771 aus England importiert.
Ursprünglich als Abteilung für die First Bank of the United States zwischen 1800 und 1804 erbaut, befindet sich seit 1818 das Rathaus unter dem Dach der City Hall in der 80 Broad Street in Charleston. Der Architekt Gabriel Manigault brachte nach seinem Studium in Europa mit der City Hall den englischen Adam-Stil in seine Heimatstadt Charleston. Im ersten Stock hängen Portraits von berühmten Söhnen der Stadt. Leider ist die City Hall nicht für die Öffentlichkeit zum Sightseeing in Charleston geöffnet. Einige Schritte südlich in der 72 Meeting Street erblickt man auf seiner Sightseeing Tour zur Linken ein weiteres Architektur Highlight, die South Carolina Society Hall. Der Architekt Gabriel Manigault schuf 1804 das prachtvolle Gebäude ebenfalls im Adam-Stil für die South Carolina Society. Diese bestand zum Großteil aus den damals einflussreichen französischen Hugenotten. Leider ist auch dieses Gebäude zum Sightseeing für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Das Nathaniel Russell House in Charleston wurde 1808 für den wohlhabenden Schifffahrtskaufmann Nathaniel Russell erbaut. Heute stellt der Ziegelbau eines der wichtigsten neoklassizistischen Häuser der USA dar. Das Haus in der 51 Meeting Street symbolisiert den Wohlstand der Stadt Charleston zur Blütezeit der Segelschifffahrt. Absolut sehenswert beim Charleston Sightseeing ist die frei schwebende Wendeltreppe im Interieur, die über 3 Ebenen geht, ohne die Wände zu berühren. Im Nathaniel Russell House wird die Geschichte der reichen Kaufmannsfamilie Russell und deren schätzungsweise 18 Sklaven afrikanischer Herkunft wieder lebendig. Die Calhoun Mansion, bekannt als „Belvedere“ aus der Erfolgsserie „Fackeln im Sturm“, ist der nächste Stopp der Charleston Sightseeing Tour in der 16 Meeting Street. Das riesige viktorianische Herrenhaus beinhaltet einen glasgedeckten Ballsaal. Im Jahre 1876 wurde das Gebäude von George W. Williams erbaut. Es wurde nach dem bekannten Politiker und starkem Verfechter der Sklaverei John C. Calhoun benannt.
The Battery, zu der auch White Point Gardens gehört, liegt am südlichen Ende der Meeting Street in Charleston. Sie bildet den südlichen Zipfel der Downtown Insel Charlestons. Hier fließen der Ashley River und der Cooper River zusammen. Die hübsche Parkanlage mit alten Eichen, einem Konzertpavillon, einem Denkmal für die Gefallenen des amerikanischen Bürgerkrieges und zahlreichen Kanonen, die an die Funktion der Battery als Artelleriestützpunkt während des Sezessionskrieges erinnert, lädt zu einer Sightseeing Pause ein. So idyllisch war der Platz hier in Charleston nicht immer, einst wurden an dieser Stelle Piraten aufgehängt. Ein Blick über das Wasser landet unweigerlich auf dem historisch bedeutenden Fort Sumter, wo am 12. April 1861 der amerikanische Bürgerkrieg begann.
Wer beim Charleston Sightseeing dann an der Uferpromenade an der East Battery entlang schlendert, trifft auf das sehenswerte Edmonston-Alston-House. Der wohlhabende Kaufmann Charles Edmonston erwarb 1817 das Grundstück an der East Battery 21 und ließ als Erster 1825 an diesem Straßenabschnitt in Charleston, der heutigen East Battery, dieses prachtvolle Haus bauen. Das im neoklassizistischen Stil erbaute Edmonston-Alston-House fasziniert von außen durch seine mit Säulen geschmückte Fassade. Im Interieur findet man feines Porzellan, altes Silber, Dokumente und antikes Mobiliar.
Am besten man biegt nun zum weiteren Sightseeing in Charleston an der wilden, kleinen Gasse Longitude Lane ein. Hinter den prächtigen Blumenwäldern verstecken sich urige Märchenhäuser. Wer sich an der nächsten Ecke rechts hält und der Church Street folgt, erkennt in der 87 Church Street ein weiteres Sightseeing Highlight, das rot geziegelte Heyward-Washington-House. Im Jahre 1772 ließ der Reisplantagenbetreiber Daniel Heyward das Haus für seinen Sohn Thomas errichten. Thomas Heyward wurde bekannt als einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. 1791 kam der damalige US-Präsident George Washington während seines Besuches in Charleston in dem Haus unter. So entstand schon früh der Doppelname dieses Hauses. Das Interieur bezaubert durch beispiellose Möbel aus dem alten Charleston.
Anfang des 20. Jh. lebten in der Catfish Row, auch Cabbage Row genannt, arme Schwarze in traurigen Reihenhäusern unter mitleidserregenden Wohnbedingungen, die in der 89-91 Church Street in Charleston zu finden ist. Die Catfish Row erlangte als Schauplatz der weltbekannten Oper „Porgy and Bess“ internationale Bekanntheit. Du Bose Heyward schrieb 1925 den Roman „Porgy“ über den verkrüppelten schwarzen Bettler mit gleichem Namen. George Gershwin nahm den Roman 1935 als Vorlage für seine Broadway-Oper „Porgy and Bess“, die in New York am 10. Oktober 1935 uraufgeführt wurde.
An der Ecke Church Street/ Chalmers Street geht die Sightseeing Tour durch Charleston rechts weiter und man schlendert über das alte Kopfsteinpflaster der Chalmers Street bis zum Haus mit der Nummer 6. Der Old Slave Mart war einst ein Auktionshaus für Sklaven in Charleston. Von 1856 bis 1863 wurden an dieser Stelle Sklaven verkauft. Allerdings galt Charleston in South Carolina auch schon die vorherigen 2 Jahrhunderte als Hauptumschlagsplatz des Sklavenhandels. Das Slave Mart Museum informiert unter selbiger Adresse über das damalige Leben der Sklaven von ihrer Ankunft um 1670 in Charleston bis zur Bürgerrechtsbewegung.
Zurück auf der Church Street an der Ecke zur Queen Street findet man das mit einem schmiedeeisernen Balkon geschmückte Dock Street Theatre. Das Gebäude stellt das einzig noch erhaltene Hotel in Charleston aus der Zeit vor dem Bürgerkrieg dar und zählt zu den meist fotografierten Gebäuden der Stadt. Alexander Calder und seine Frau ließen das Hotel in Charleston als Planter's Hotel 1809 erbauen, hier stiegen vorwiegend Plantagenbesitzer zur Pferderennsaison ab. In den 30er Jahren des 20. Jh. wurde das Gebäude von der Stadt Charleston renoviert und erweitert, um anschließend 1937 als Theater eröffnet zu werden. Den Namen übernahm das Theater von einem nicht weit entfernten 1730 eröffneten Theater an der Queen Street, der damaligen Dock Street. Von diesem Theater wird behauptet, dass es als das erste Theater in Nordamerika erbaut wurde. Das Dock Street Theatre ist heute noch in Betrieb.
In unmittelbarer Nachbarschaft, in der 146 Church Street in Charleston, ragt der helle Kirchturm der St. Philip's Episcopal Church in den Himmel. Das heutige Kirchengebäude in dreiseitiger Tempelform ist schon das dritte der Kirchengemeinde, die die älteste gegründete anglikanische Kirchengemeinde südlich Virginias darstellt, und darf beim Charleston Sightseeing nicht verpasst werden. 1681 wurde die erste Kirche aus Holz an der Stelle der heutigen St. Michael's Episcopal Church erbaut. Im 18. Jahrhundert wurde eine zweite Kirche von Sklavenhand an der Stelle der heutigen St. Philip's Episcopal Church errichtet. Das Backsteingebäude wurde durch ein Feuer zerstört, sodass 1835 bis 1838 das heutige Gebäude von dem Architekten Joseph Hyde errichtet wurde. E. B. White entwarf den Kirchturm, der rund 10 Jahre später angefügt wurde. Auf dem angegliederten Friedhof ruhen bekannte Persönlichkeiten der Stadt Charleston, wie der populäre Verfechter der Sklaverei John C. Calhoun und der Schriftsteller Du Bose Heyward.
Die Charleston Sightseeing Tour endet für den im Waterfront Park, der nun der Queen Street Richtung Cooper River folgt. Direkt am Wasser liegt der von internationalen Architekten gestaltete, vier Hektar Fläche umfassende Waterfront Park. Wo einst Werften standen und Schiffe in der Kolonialzeit anlegten, kann sich der Charleston Besucher heute unter einem der 185 Schatten spendenden Bäumen ausruhen und je nach Jahreszeit das Blumenmeer der über 5000 Blumen bewundern. Besonders hübsch präsentiert sich der Ananas-Brunnen mit seinen zahlreichen Ornamenten. Eine ca. 130 Meter lange Pier lädt zu einem Bummel am Wasser ein und die zahlreichen Bänke bieten genügend Platz für eine Erholungspause im Grünen. Picknick- und Kinderspielplätze stehen zur Verfügung.
Weiterführende Inhalte zu Sightseeing Charleston in South Carolina - Perle des Südens
Weiterführende Reisetipps
Verwandte Artikel
- Gibraltar- britische Enklave in Spanien
- Florida: St. Augustine - Sehenswürdigkeiten in Amerikas ältester Stadt
- Florida: Luxushotels prägten die Geschichte von St. Augustine
- Das Empire State Building - Über den Dächern Manhattans
- Edinburgh und die Lothians
- Ybor City Tampa in Florida - Welthauptstadt der Zigarren
- Neue Architektur München - Fünf Höfe, Museum Brandhorst und das Haus der Gegenwart
- Welterbe in Bremen: Altstadt mit Roland und Rathaus

Charleston
Charleston
Charleston - Statue
Charleston
Charleston - St. Michael's Church
Charleston
Charleston
Charleston
Charleston - Nathaniel Russell House
Charleston - Nathaniel Russell House
Charleston - White Point Gardens
Kommentare zu Sightseeing Charleston in South Carolina - Perle des Südens
Sehr hilfreich. (10.04.11)