Sightseeing in der Wüste um Las Vegas
Sightseeing in der Wüste um Las Vegas bietet mehr als nur Staub und Hitze. So manch verborgenes Naturjuwel wartet darauf, entdeckt zu werden.
Wer bei einem Aufenthalt in Las Vegas mehr als nur die Stadt sehen möchte, der kann Ausflüge in die nähere Umgebung unternehmen. Sightseeing in der Wüste um Las Vegas ist durchaus interessant, denn hier warten auf den Besucher einige Überraschungen. So manches Naturschauspiel, wie das Valley of Fire, der Hoover Damm oder der Red Rock Canyon wollen entdeckt werden. Bevor man sich in die Wüste begibt, sollte man sich mit genügend Getränken eindecken. Temperaturen von 55°C sind keine Seltenheit und es gibt wenige Möglichkeiten, unterwegs Getränke zu kaufen. Entweder versorgt man sich mit Getränken in einem der zahlreichen Supermärkte von Las Vegas oder man nutzt, als letzte Möglichkeit, die am Stadtrand gelegene Raststätte. Auch für festes Schuhwerk sollte man sorgen, denn die Felsenlandschaft ist nichts für Strandschuhe.
Valley of Fire
Der Valley of Fire State Park liegt nur ca. 90 Kilometer nordöstlich von Las Vegas und ist bequem über die Interstate 15, der Autobahn, zu erreichen. Das Naturschutzgebiet bietet sich ideal für Sightseeing in der Wüste um Las Vegas an. Bei der Ausfahrt Nr.75 (Exit 75) beginnt die Straße Nr.169 zum State Park. Die Straße führt durch eine Steinschotterlandschaft, in der vereinzelt Grasbüschel und Kakteen zu finden sind. Beeindruckend ist die unendliche Weite mit den weiten trockenen Tälern, den kargen schroffen Hügeln und der rot bis braun gefärbten Erde. Am Beginn des Valley of Fire State Park befindet sich eine Rangerstation, bei der Besucher eine Eintrittsgebühr von 6 Dollar für Auto und Insassen bezahlen müssen. Ferner erhält man eine Broschüre, in der alle wichtigen Sehenswürdigkeiten eingezeichnet und beschrieben sind.
Gegründet wurde der Valley of Fire State Park im Jahr 1935 und ist das älteste Naturschutzgebiet in Nevada. Entstanden sind die Gesteinsformationen vor ein paar Millionen Jahren, als das Valley of Fire der Boden eines tiefen Ozeans war. Vor 150 bis 180 Millionen Jahren entwickelte sich dann die heutige Wüstenlandschaft. Durch Erdverschiebung, Erdbeben sowie Erosion entstanden die heutigen beeindruckenden Naturdenkmäler. Sie sind durch gut angelegte Straßen mit dem Auto leicht erreichbar.
Four Queens&Casino, Las Vegas7 Tage Nevada, 2 Sterne DZ, nurÜbernachtung ab 849€ buchen
Four Queens&Casino, Las Vegas7 Tage Nevada, 2 Sterne DZ, nurÜbernachtung ab 849€ buchen
Die vielen landschaftlichen Monumente im Park können leicht innerhalb eines Tages mit dem Auto erkundet werden. Sie liegen entweder direkt an der Straße oder sind in wenigen Minuten über kurze und markierte Fußwege gut zu erreichen. Hier herrscht absolute Stille und nur das Pfeifen des Windes ist ab und zu hörbar. Sonst sind hier draußen keine Geräusche zu hören. Dies ist für uns, die wir in einer geräuschvollen Zivilisation leben, ungewohnt. Für so manchen lärmgeplagten Großstädter ist das fast schon unheimlich.
Schon wenige hundert Meter hinter der Rangerstation erheben sich hinter einer Kurve die rot gefärbten, von der Witterung zerfurchten Sandsteinhügel. Zu den Höhepunkten des Nationalparkbesuches zählen Felsformationen, die das Aussehen von Bienenkörben oder eines Elefanten haben. Imposant sind die sieben Felsen, genannt The Seven Sisters oder der Arch Rock mit seiner natürlichen Steinbrücke. Natürlich gibt es noch eine Vielzahl anderer beeindruckender Felsformationen, die darauf warten, von Besuchern entdeckt zu werden.
Vor den 250.000 Besuchern, die den Park jährlich besuchen, haben schon die Indianer ihre Spuren in Form von Felszeichnungen an den Sandsteinfelsen beim Atlatl Rock hinterlassen. Kurz bevor man das Besucherzentrum erreicht, zweigt eine kleine Straße ab, die durch eine Landschaft, mit dem Namen Rainbow Vista, führt. Man fährt durch ein Gebiet, in dem sich die Farben der Gesteinsformationen von weiß über braun, rot, rosa bis gelb färben. Die Straße endet bei einem Parkplatz, wo der White Domes Trail beginnt. Gleich dahinter erheben sich weiße Sandsteinformationen - daher White Domes genannt, die eine Verwitterung von Wind und Regen aufweist. Das helle Sonnenlicht reflektiert am weißen Sandstein und lässt ihn noch heller erscheinen. Es ist nicht notwendig, den ca. zwei Kilometer langen Weg durch Sanddünen zu gehen, um einen Eindruck über die Schönheit der Landschaft zu bekommen. Ein Stück entlang des Weges zeigt ausreichend all seine Pracht.
Zurück auf der Hauptstraße erreicht man nach wenigen Fahrminuten das Besucherzentrum des Parks. Dieses bietet die Möglichkeit, sich über die in der Gegend lebenden Tiere und Pflanzen zu informieren. Es ist schon erstaunlich, wie viele Tiere in dieser unwirtlichen Gegend leben. Neben Erdhörnchen wohnen hier noch Schlangen, Eidechsen, Kojoten und Füchse. Einige der Tiere sind hier sowohl lebend, als auch ausgestopft zu besichtigen. Zusätzlich werden die Geschichte des Parks anhand von Szenen und Schaubildern sowie die geologische Entstehung des Tals beschrieben. Leider bietet das Infocenter keine Gastronomiemöglichkeit, noch nicht mal eine Cafeteria. Daher ist es ratsam, sich vor dem Besuch mit einem Lunchpaket auszustatten. Man kann nur seine leer getrunkenen Plastikflaschen mit frischem Wasser auffüllen, deswegen sollte man diese nach Gebrauch nicht gleich wegwerfen.
Lake Mead
Vom Valley of Fire State Park erreicht man in weniger als einer Stunde Fahrtzeit das begehrte Erholungsgebiet Lake Mead. Entstanden ist der 640 Quadratkilometer große See durch den Bau des Hoover Damms. Den Namen trägt der See von Dr. Elwood Mead, der den Hoover Damm gebaut hat und somit auch den See geschaffen hat. Heute ist dieses Gewässer ein beliebtes Freizeitgebiet für Motorbootfahrer, Fischer und Camper. Neben den vielen Besuchern, die den See als Freizeit- einrichtung nutzen, leben auch eine Menge Tiere wie Schafe, Maultiere, Kojoten, Füchse, Luchse, Wildkatzen, Schlangen und Eidechsen an den Ufern des Sees. Das Sightseeing in der Wüste um Las Vegas bietet eben mehr als nur trockene Landschaft und Staub.
Entlang der Küste befinden sich neun Yachthäfen, acht Campingplätze, Motels und Picknickplätze. Auf den Campingplätzen werden einheitlich zehn Dollar pro Nacht und Platz verrechnet. Direkt am See gelegen sind die Plätze in der Las Vegas Bay, Callville Bay, Echo Bay und am Overton Beach. Wer lieber Motels oder Hotels bevorzugt, wird in den Orten Boulder City, Henderson, Laughlin oder Bulkhead City fündig. Die Zimmerpreise bewegen sich zwischen 36 und 100 Dollar. Speziell der Ort Henderson bietet eine große Auswahl an Übernächtigungsmöglichkeiten.
Wer Zeit hat, kann einen Abstecher zum Overton Beach machen, wo sich neben einem Campingplatz ein kleines Restaurant, eine Hausbootsiedlung und eine riesengroße Bootsrampe befindet. Rechts und links der Rampe parken am Wochenende eine große Anzahl von riesigen, chromblitzenden Pickup-Fahrzeugen mit Bootsanhängern. Laufend werden Motorboote, man könnte fast schon Yachten sagen, zu Wasser gelassen oder auf die Anhänger verladen. Die Temperatur des Wassers ist mit ca. 28°C richtig angenehm und lädt hier zum Baden ein. Daher sollte man bei den Vorbereitungen nicht vergessen, seine Badesachen einzupacken. Vom Overton Beach aus führt der Highway Nr.167 in Richtung Hoover Damm. Die landschaftlich reizvolle Strecke windet sich durch Täler, die von Hügeln mit schroff karstigen Felsen umgeben sind. Hier kann man die Weite der Landschaft mit geradlinigen Straßen bis zum Horizont erleben. Dies hinterlässt bei jedem Besucher beeindruckende Erinnerungen, an die man sich noch lange gerne erinnert.
Hoover Damm
Nach ca. 40 Meilen auf dem Highway erreicht man den in aller Welt bekannten Hoover Damm. Er ist ein weiterer Höhepunkt beim Sightseeing in der Wüste um Las Vegas. Der Damm staut den Fluss Colorado zum Lake Mead auf. In der Mitte des Damms verläuft die Grenze zwischen den beiden Bundesstaaten Nevada und Arizona. Sowohl in Arizona als auch in Nevada liegen je zwei Wassereinlauftürme, die das Wasser zu den Turbinen des Kraftwerks bringen. Die Straße über den Hoover Damm dient als normale Verkehrsverbindung und verbindet die beiden Orte Boulder City in Nevada und Kingman in Arizona. Die Stadt Las Vegas ist ca. 56 Kilometer von hier entfernt. Bevor die Straße über den Damm führt, befindet sich ein Polizeikontrollpunkt, bei dem alle LKW durchsucht werden; PKW können im Schritttempo passieren. Der Kontrollpunkt wurde im Zusammenhang mit den Terroranschlägen errichtet und soll das Sprengen des Dammes durch ein Selbstmordkommando verhindern.
Auf der Seite von Nevada befindet sich das Besucherzentrum mit Parkhaus (5 Dollar Parkgebühr) und ein Restaurant. Hier gibt es auch eine Ausstellung über die Errichtung des Damms und man kann sich für Führungen durch die Kraftwerksanlage anmelden. Die Führung sollte bereits vor Reiseantritt im Internet auf der Homepage des Büros für Reclamation/ Lower Colorado Region gebucht werden. Tickets für Erwachsene kosten 11 Dollar, Kinder zahlen 9 Dollar. Vor dem Gebäudekomplex steht ein Denkmal, das den vielen tausenden Arbeitern gewidmet ist, die an der Errichtung mitgearbeitet haben. Das Denkmal stellt einen in der Felswand sitzenden Arbeiter dar, der den Felsen mit einem Presslufthammer bearbeitet. Unterhalb der Figur, Scaler genannt, sind auf einer Metallplatte die Namen der am Bau beteiligten Arbeiter eingraviert.
Tipp: Man sollte die Parkplätze in Arizona nutzen, denn die sind dort kostenlos. Gleichzeitig hat man vom Parkplatz aus einen tollen Blick auf die Oberseite des Dammes. Vom Parkplatz kann man die Entdeckungstour starten und über den Damm schlendern. Links und rechts der Straße verläuft ein Fußweg, der einen atemberaubenden Blick auf die Unterseite und Oberseite des Dammes bietet. Besonders spektakulär ist der Blick auf das Kraftwerk, das in der Talsohle liegt. Die gewaltige, glatte, steil abfallende Mauer ist sehr beeindruckend und nichts für Personen mit Höhenangst.
Die Staumauer des Hoover Damms selbst besitzt eine Höhe von 221 Metern und die Länge beträgt 379 Metern. Am oberen Teil ist die Mauer 13 Meter dick und am Fuß sind es 201 Meter. Das am Fuß der Staumauer liegende Kraftwerk erzeugt mit seinen 17 Generatoren mehr als vier Milliarden Kilowattstunden im Jahr und versorgt zu 56 % Südkalifornien, zu 25 % Nevada und zu 19 % Arizona mit Strom. Begonnen wurde mit den Bauarbeiten im Jahre 1931 und nach nur 46 Monaten erfolgte die Fertigstellung des Staudamms. Das Kraftwerk ging im Jahr 1936 ans Netz und die letzte Turbine wurde sogar erst 1961 in Betrieb genommen. Den Namen bekam der Damm vom 31. Präsidenten der USA, Herbert Clark Hoover.
Der Grund für die Errichtung des Dammes und der Aufstauung des Colorado Flusses liegt darin, dass jedes Jahr nach der Schneeschmelze in den Rocky Mountains der Fluss weite Teile des Landes überschwemmte und die Bewohner in ihrer Existenz bedrohte. In den Sommermonaten war von dem Fluss meist nur mehr ein kleiner Bach zu sehen. Die wenigen Felder konnten nicht ausreichend bewässert werden und das Vieh verdurstete. Somit entschloss man sich in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts, den Colorado Fluss zu regulieren.
Red Rock Canyon
Nur eine Autostunde westlich von Las Vegas liegt der Red Rock Canyon und bietet eine Menge an geologischen Höhepunkten an. Vor ca. 65 Millionen Jahren schoben sich die hier befindlichen Erdplatten gegeneinander, so dass sich das Gestein aus dem Inneren der Erde hier zu schroffen und zerfurchten Felsformationen auftürmte. Da hier die Erdkruste vorwiegend aus rotem bzw. gelbem Sandstein und grauem Basalt zusammensetzt, besitzen die aufgeworfenen Formationen Rot-, Gelb- und Grautöne.
Am Beginn des Parks befindet sich ein Informationszentrum, in dem die Geschichte und Entstehung der Felsformationen erklärt wird. Zusätzlich bekommt man hier Informationsmaterial über Wandermöglichkeiten und welche besonders beeindruckende Felsformationen man nicht verpassen sollte. Viele der Wanderwege werden regelmäßig von lokalen Organisationen kontrolliert und instandgehalten. Bekannt ist der Keystone Thrust Trail, an dem man besonders gut die Erdplattenverschiebungen nachvollziehen kann. Ein weiterer beliebter Wanderweg ist der über drei Kilometer lange Trail in den Pine Creek Canyon. Vorbei an Ruinen von verlassenen Häusern und Pinien wandert man entlang des Pine Creek Flusses .
Vom Besucherzentrum führt eine 20,92 Kilometer lange, ringförmig angelegte Straße durch den Nationalpark. An den interessanten Besichtigungspunkten befinden sich Aussichtspunkte mit Parkmöglichkeiten. Der schönste Aussichtspunkt liegt gleich bei der Abzweigung der Panormastraße in die NV-159. Der als Red Rock Vista genannte Aussichtspunkt bietet einen schönen Blick auf die Calico Hills und die Klippen der Wilson Cliffs.
Ein leicht zu gehender und kurzer Weg zu den großen Sandsteinen führt vom Parkplatz Sandstone Quarry. Am Ende des Weges befinden sich große Steinblöcke. Anhand dieser kann man sich annähernd vorstellen, wie vor Millionen von Jahren hier sich beide Platten aneinander rieben und das Gestein von der Tiefe der Erde an die Oberfläche beförderte. Von hier aus startet der sehr anstrengende Trail zum Turtlehead Peak und der moderate Wanderweg zu den Calico Tanks, einem natürlichen Wasserbecken. Von hier hat man eine tolle Aussicht auf die nahe gelegene Stadt Las Vegas. Als idealer Zeitpunkt für den Beginn der Wanderung sollte man den späten Nachmittag wählen, wenn die Hitze nachlässt und das Licht für Fotoaufnahmen optimal ist.
Weiterführende Inhalte zu Sightseeing in der Wüste um Las Vegas
BEST WESTERN Mardi Gras&Casino, Las Vegas7 Tage Nevada, 2 Sterne Zimmer, nurÜbernachtung ab 649€ buchen
BEST WESTERN Mardi Gras&Casino, Las Vegas7 Tage Nevada, 2 Sterne Zimmer, nurÜbernachtung ab 649€ buchen
Weitere Inhalte zeigen
Verwandte Artikel
- Las Vegas und die Natur!
- Der Hoover Damm - Lebensader des Westens der USA
- Las Vegas - Jenseits der Glitzerwelt
- Las Vegas - die Stadt, die niemals schläft
- Der Strip von Las Vegas – Hotels, Casinos und Shows
- Heiraten in Las Vegas - der Stadt der Sünde
- Stadtteile Las Vegas
- Formulare und Dokumente für die Hochzeit in Las Vegas - Heiraten im Ausland
