Splügenpass: Grenze Schweiz-Italien auf Passhöhe
Der Splügenpass ist für jeden Autofreak eine Herausforderung, er kann aber bei schlechtem Wetter zum Horrortrip werden!
Wenn man in der Schweiz die Nord-Süd-Verbindung vom Bodenseegebiet, über Chur und den Bernhardino fährt, um zum Beispiel zum Comer See zu gelangen, kann man auf der Autobahn bleiben und über den Bernhardino, Bellinzona und Lugano dieses Ziel erreichen oder im Ort Splügen, kurz vor dem Bernhardino-Tunnel, die Autobahn verlassen. Man fährt durch den kleinen verträumten Ort und am Ende der Bebauung beginnt sofort der Anstieg zum Splügenpass, der auf der italienischen Seite Passo Spluga heißt.
Auf der Schweizer Seite ist die Straße in Ordnung und bei gutem Wetter im Sommer relativ einfach zu fahren. Es gibt zwar eine Menge Spitzkehren und keine Leitplanken, aber das stört den geübten Bergfahrer nicht. Auf der Passhöhe des Splügenpass befindet sich exakt die Grenzstation zwischen der Schweiz und Italien. Diese Station ist seit dem Beitritt der Schweiz zum Schengen-Abkommen auf beiden Seiten nicht mehr regelmäßig besetzt, wobei man sagen muss, dass dort die Grenze auch nur von fünf Uhr am Morgen bis um 24.00 Uhr in der Nacht geöffnet ist. Danach wird die Straße mit einer Schranke verschlossen. Wenn im Winter der erste Schnee gefallen ist, wird der Splügenpass grundsätzlich geschlossen und erst wieder am 1. Mai oder nach Wetterlage später geöffnet.
Auf der italienischen Seite sieht die Straße gleich „etwas" schlechter aus und man gelangt nach einigen Kilometern bereits in den kleinen Ort Montespluga, der permanent von vielen Motorradfahrern belagert wird, denn der Ort, der fast auf Passhöhe des Splügenpasses liegt, ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Fahrt führt am Lago di Spluga vorbei, über viele Kurven bergab und man kommt schließlich zu einer Steilwand, an der die Straße durch einige, nur einspurig befahrbare, unbeleuchtete und in den Fels geschlagene Tunnel in die Tiefe führt. Es gibt viele Haarnadelkurven, für die teilweise der Wendekreis eines großen PKW nicht eng genug ist und man zurücksetzen muss. Wer diese Strecke mit den „schwarzen Löchern“ einmal bei dichtem Nebel gefahren ist und kaum die Hand vor Augen gesehen hat, behält den Splügenpass als Horrortrip in Erinnerung!
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