Sprachreisen Australien - wann ist die beste Reisezeit?

Sprachreisen oder Auslandssemester in Australien sind sehr beliebt. Doch wann ist die beste Reisezeit?

Prinzipiell kann man sagen, dass ein Besuch in Australien zu jeder Jahreszeit ihren Reiz hat. Es gibt also keine generelle beste Reisezeit. Viele zieht es jedoch für ihren Aufenthalt an Orte, wo es schön warm ist und wo auch etwas läuft. Dieser Artikel zeigt auf, in welchen Monaten, welche Destinationen besonders geeignet sind und welche eher weniger. Die Empfehlungen basieren auf Erfahrungswerten mehrmaliger Reisen in die entsprechenden Gebiete, in den entsprechenden Jahreszeiten. Vorweg ist zu sagen, dass die Jahreszeiten in Australien umgekehrt sind, wie jene in Europa. Sommer bedeutet Dezember bis Februar, Herbst ist zwischen März und Mai, Winter von Juni bis August und Frühling von September bis November.

Sydney ist eine der Topadressen, wenn es um Sprachschulen geht, demzufolge ist die Sprachschuldichte und deren Angebote riesig. Egal ob man in Manly, in Bondi oder in der Stadt einen Kurs bucht, alle drei Gebiete bieten genügend Möglichkeiten, sein Englisch aufzubessern. Wer vor hat, zu surfen, zu schwimmen, Outdoor Sport zu machen oder einfach nur Sonnenbaden, dem wird empfohlen, in den Monaten Dezember bis Februar Sydney zu besuchen. In den Monaten Oktober, November, März und April können die Tage ebenfalls sehr angenehm sein, jedoch auch kühl. In Sydney weht dauernd ein Wind, der sich bei Temperaturen um die 15-20 Grad kühl anfühlen kann. Im Winter von Mai bis September können auch Temperaturen um die 10 Grad oder kühler herrschen.

Das Klima in Melbourne im Sommer, von Dezember bis Februar, ist ähnlich wie jenes in Deutschland. Es sind heiße Tage mit über 30 Grad Celsius möglich. An Regentagen jedoch erreicht das Thermometer auch mal nur 15 Grad. Die Übergangsmonate sind wärmer als bei uns. Zwischen 12 und 18 Grad Celsius sind durchschnittlich. Der Winter, von Juni bis September, kann empfindlich kalt werden. Temperaturen um die 5 Grad oder auch weniger sind üblich. In den Bergen gibt es Schnee und Skifahren ist möglich. Nur wer abgehärtet ist, wagt sich fürs Surfen ins Wasser. Die Häuser sind teils schlecht isoliert und Heizungen sind Mangelware. Wind bläst fast immer, weshalb es sich noch kühler anfühlt, als es in Wirklichkeit ist. Eine Winterjacke wird empfohlen. Ein Auslandssemester kann im Winter von Vorteil sein, da es nicht zu warm ist, um zu lernen und man hat vielleicht nach dem Studium im Sommer noch Zeit, das Land zu bereisen. In der Nähe von Geelong befinden sich bekannte Surferstrände und Ferienorte. Diese sind jedoch in den Winter- und Herbstmonaten von Juni bis Oktober wie ausgestorben.

Perth an der Westküste ist im Sommer sehr heiß und trocken. Viele Waldbrände sind von weitem zu sehen und die Temperaturen erreichen nicht selten 40 Grad und mehr. Die Sprachschulen wie auch viele andere Gebäude sind klimatisiert, was den Besuch von Kursen und Shoppingtouren bequem macht. Die Übergangsmonate sind erträglich. Die Nächte sind durch das Wüsten- und Küstenklima manchmal recht kühl. Die Wintermonate sind angenehm, es kann aber auch da Tage geben, die empfindlich kühl sind. Eine Jacke mitzunehmen wird empfohlen. In den Wintermonaten fällt der meiste Regen.

Wer sich überlegt, nach Brisbane, Surfers Paradise, Byron Bay, Whitsundays oder Noosa zu gehen, der verbringt seine Zeit in den Subtropen. Das Klima ist ganzjährig mild. In den Sommermonaten ist es teilweise sehr heiß und feucht. Die Wintertage können auch mal etwas kühler sein und ein leichter Pullover im Gepäck wirkt Wunder. Baden ist ganzjährig möglich jedoch sind die Monate von Oktober bis Mai am beliebtesten.

Cairns wird für Sprachreisen immer beliebter. Es gibt jede Menge Ausflugs- und Sportmöglichkeiten wie auch unzählige Bars und Diskotheken. In Cairns herrschen das ganze Jahr über tropische Temperaturen zwischen 20 und 33 Grad Celsius. Zwischen Dezember und März ist es sehr heiß. Die Nächte kühlen kaum ab. Menschen, die nicht an diese Temperaturen gewöhnt sind und Kreislaufprobleme haben, sollten vielleicht Cairns für einen längeren Aufenthalt im Sommer eher meiden. Schwimmen im Meer ist wegen der tödlichen Würfelquallen von Mai bis Oktober nicht möglich. Es gibt an einigen Stränden Netze, die die Quallen abhalten sollten, die Kleinen, teils ebenfalls aggressiven Meeresbewohner, finden trotzdem ihren Weg an die Küste . In Cairns gibt es aber die sogenannte Lagune, eine Art Freibad mit Liegewiese und Salzwasserpool, der kostenlos benutzt werden kann. Die Räume der Sprachschulen sind fast alle klimatisiert, was den Besuch von Sprachkursen konfortabel macht. Die angenehmsten Monate sind Juni bis September.

Fazit: Wer möglichst viel sehen will und Wärme sucht, der fährt am besten im australischen Winter in die nördlich gelegenen Tropen oder in die Subtropen, z.B. nach Cairns. Für Herbst oder Frühling eignen sich ebenfalls die Tropen, wie auch die Subtropen. Für die australischen Sommermonate sind eher die südlichen Gebiete zu empfehlen. Im Norden herrscht dann Regenzeit und viele Sehenswürdigkeiten sind in dieser Zeit nicht möglich zu besichtigen. Es ist sehr heiß, feucht und es wimmelt von lästigen Mücken. Je nach gewählter Route und Region, gibt es somit jeweils eine andere "beste" Reisezeit.

Reisebericht als PDF
Autor: blueocean  08.11.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (3) | Nein

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