Stadtteile Johannesburg
Johannesburg ist die größte Stadt Südafrikas. Die Stadtteile sind sehr unterschiedlich und ermöglichen so einen sehr abwechslungsreichen Besuch.
Johannesburg ist eine Großstadt mit rund 3,9 Millionen Einwohnern. Daher gibt es viele Stadtteile und unzählige Viertel. Natürlich sind davon nicht alle für Touristen interessant, da nicht alle Sehenswürdigkeiten enthalten. Folgt man aber der offiziellen Einteilung kann man sechs verschiedene Regionen von Johannesburg unterscheiden: Die Innenstadt, Soweto, die nördlichen, nordwestlichen, südlichen und die östlichen Stadtteile. Diese Stadtteile Johannesburgs sollen nun kurz vorgestellt und ihre Einwohner beschrieben werden.
Innenstadt
Die Innenstadt wird auch CBD genannt, was die Abkürzung für Central Buisness District ist. Dem Namen entsprechend wird dieser Teil Johannesburgs von Hochhäusern dominiert und viele südafrikanische Firmen haben hier ihren Hauptsitz. Auch der Bahnhof, Busbahnhof und viele Einkaufszentren befinden sich hier. Seit dem Ende der Apartheid prägen jedoch auch Armut und Kriminalität das Bild: Illegale Einwanderer, Obdachlose und auch Kriminelle sind in leerstehende Gebäude eingezogen und vor allem letztere machen es heute dem Besucher unmöglich ohne Begleitung die Innenstadt zu erkunden. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind das Carlton Centre mit seiner Aussichtsplattform mit Blick über die ganze Stadt, das Museum Africa, welches die Johannesburger Geschichte seit dem Goldrausch dokumentiert und das Constitution Hill Museum, welches Rassismus und Gewalt zum Thema hat.
Soweto
Soweto ist die Abkürzung für South Western Townships. Ein Township war zur Zeit der Apartheid, also der südafrikanischen Rassentrennung, eine Siedlung, in der Angehörige einer bestimmten Rasse ghettoisiert wurden. 1963 wurden mehrere (vor allem schwarze) Townships zu Soweto zusammengeschlossen. 1976 kam es zu einem bedeutenden Studentenaufstand gegen die Apartheid und seit 2002 ist Soweto der Stadt Johannesburg angegliedert. Auch heute noch leben dort mehrheitlich schwarze Südafrikaner. Obwohl es keine klassischen Sehenswürdigkeiten gibt, wird Soweto gerade in letzter Zeit immer mehr von Touristen besucht, welche am spannenden Nachtleben teilhaben, Kinos oder Parks besuchen. Wegen der für Südafrika bedeutenden Geschichte Sowetos bieten Reiseveranstalter geführte Touren an.
Nördliche und nordwestliche Stadtteile
Die nördlichen Stadtteile Johannesburgs sind die reichsten. Vor allem die Vororte Parktown, Houghton und Sandton sind bekannt für ihre mehrheitlich weiße und wohlhabende Bevölkerung. Sandton ist durch viele dort ansässige (zum Teil aus der Innenstadt abgewanderte) Firmen das Finanzzentrum Johannesburgs geworden, es gibt auch einige Hochhäuser. Auch die größte Börse befindet sich dort. Die nordwestlichen Stadtteile waren traditionell mehrheitlich weiß, werden aber in letzter Zeit durch die Nähe zu Soweto immer mehr durch schwarze Bürger der Mittelklasse bewohnt. Außerdem sitzt hier die Universität von Johannesburg und es gibt viele Restaurants und Cafés.
Östliche und südliche Stadtteile
Die östlichen Stadtteile gehören zu dem ältesten Teil von Johannesburg. Daher leben dort viele Europäer (sowohl Einwanderer als auch Nachkommen der frühen Kolonialisten) und es gibt im Besonderen eine große jüdische Gemeinde. Es handelt sich um eine eher wohlhabendere Gegend und die Hauptsprache ist Englisch. Die südlichen Stadtteile liegen besonders weit vom Zentrum entfernt. Wegen des Überganges vom städtischen zum ländlichen Gebiet kommen viele landwirtschaftliche Produkte aus diesem Teil der Stadt. Allerdings liegt heute viel Fruchtland brach und im Allgemeinen verdienen die Anwohner eher wenig.
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