Stadtteile Marseille
Marseille lockt mit gutem Wetter, tiefblauen Meeresbuchten und einem einzigartigen Flair. Hier werden die wichtigsten Stadtteile der faszinierenden bunten Metropole vorgestellt.
Weiße Felsinseln inmitten einer tiefblauen Meeresbucht, schaukelnde Yachten, nicht enden wollende lebhafte bunte Promenaden, enge aber sympathische Gassen, darüber ein Himmel, der mit dem Blau des Meeres wetteifert. Marseille lebt von seiner kulturellen und landschaftlichen Vielfalt. Ein Besuch, sei er nur ein Wochenende oder einen Monat lang, lohnt sich daher allemal. Hier werden die wichtigsten Stadtteile und ihre Sehenswürdigkeiten der ältesten Stadt Frankreichs vorgestellt.
Vieux Port
Der Vieux Port, also der "Alte Hafen" war über viele Jahrhunderte von wirtschaftlicher Bedeutung für die Stadt. Hier sollen einst die griechischen Seereisenden aus Phokäa ihren Handelsstützpunkt "Massalia" gegründet haben und mit ligurischen Fürsten Handel betrieben haben. In den vergangenen Jahrhunderten war der Hafen ein wichtiges organisatorisches Zentrum zur Versorgung Marseilles. Inzwischen wurde dieser jedoch durch den Port Autonome de Marseille abgelöst, ist also, von touristischen Aspekten mal abgesehen, von keiner ökonomischen Bedeutung mehr.
Dennoch bietet der Vieux Port mit seinen vielen Yachten dem Besucher eine Kulisse von mediterraner Schönheit und auch sein geschichtlicher Hintergrund machen diesen Stadtteil Marseilles zu einem attraktiven Reiseziel. Auch laden die freundlichen Restaurants und Bars des Quai du Port zu einer erfrischenden Rast ein. Am Quai des Belges findet täglich ein Fischmarkt statt, der Fisch und Muscheln, sowie Oktopusse und andere Meeresbewohner zum Verkauf anbietet (8.30-13.00 Uhr). Wer den Hafenbereich vom Schiff aus näher in Augenschein nehmen will, dem sei das Ferry Boat empfohlen, welches den ganzen Tag von einer Seite des Hafenbeckens zur anderen schippert.
Mercure Marseille Prado, Marseille7 Tage Côte d'Azur, 3 Sterne DZ, Frühstück ab 489€ buchen
Mercure Euro Centre, Marseille7 Tage Côte d'Azur, 3 Sterne DZ, Frühstück ab 510€ buchen
Le Panier
Verlässt man den Vieux Port in richtung Norden, so gelangt man in kurzer Zeit zum Viertel "Le Panier". Hier thronte einst das antike Massalia, dessen Reste jedoch nicht mehr ersichtlich sind, da die heutige Altstadt auf diesen errichtet wurde. Nachdem Le Panier in alten Zeiten Fischerviertel war, so ist es heute Heimat für Menschen aus den verschiedensten Kulturen. Daher findet man hier nicht nur Einwohner französischer sondern auch italienischer, katalonischer oder nordafrikanischer Herkunft. Mit seinem ganz eigenen Charakter strahlt dieser Stadtteil von Marseille einen gewissen Flair aus und auch die "Fête du Panier" sorgt sicherlich dafür - ein jährliches Fest, bei dem das ganze Viertel bei Musik feiert.
Der Bau der Vieille Charité, die ebenfalls zu Le Panier gehört, wurde einst verordnet, um einer großen Anzahl von Obdachlosen Schutz zu bieten. Zudem sollte die Verwaltung endlich die Macht haben, Stadtstreicher von der Straße zu holen. Die Vieille Charité war dennoch ein Ort, an dem man lesen und schreiben, sowie einen Beruf erlernen konnte. Die Kirche, sowie der Adel als Auftraggebende hegten Hoffnung auf ihren eigenen Seelenheil durch den sozialen Einsatz, den sie leisteten. Heute befindet sich in dem alten Hospiz unter anderem das "Musée d'Arts Africains, Océaniens et Amérindiens" (Museum für afrikanische, ozeanische und amerikanisch-indianische Kunst) und ist Kulturelles Zentrum der Stadt. Der Bauplan wurde im 17. Jahrhundert von Pierre Puget entworfen. Das Gebäude ist von einer annähernd quadratischen Form und in seinem Innenof befindet sich die einzige Barockkapelle Marseilles. Am höchsten Punkt des Panier-Viertels ist der Place des Moulins, wobei "Moulins" für die 15 Windmühlen steht, die sich hier einst befanden. Dabei war der Bergwind bei der Mehlverarbeitung in den Mühlen von Nutzen. Heute sind nur noch zwei dieser Namensgeberinnen des Platzes erkennbar. Hier, an dem etwas höher gelegenen Place des Moulins findet der Besucher einen Brunnen und Bänke, welche die hier eher seltene Dorfidylle unterstreichen.
Die Cathédrale de la Major ist ein sehenswerter Gebäudekoloss, welche zur Zeit des Napoléon Bonaparte entstand. Dieser legte im Jahre 1852 sogar den Grundstein für das imposante Bauwerk. Das Gotteshaus im romanisch-byzantinischen Stil hat eine beeindruckende Länge von 145 Metern und besteht aus sich abwechselndem dunklem und hellem Mauerwerk, welches dem Bau ein streifenartiges Aussehen verleiht. Im Innern findet man eine einzigartige Zusammenstellung verschiedenster Materialen, Mosaiken und Statuen Heiliger.
Canebière
Das provenzalische Wort "Canebe" bedeutet "Hanf" und steht für die Seilmacher, die sich hier zu Zeiten des Mittelalters aufhielten. Dieser Stadtteil Marseilles liegt westlich des Vieux Port und kann einige Gebäude, die unter Denkmalschutz stehen, vorweisen. Hier, im Canebière, befindet sich das Musée d'Histoire de Marseille. Es ist, was Zeugnisse der Vergangenheit dieser Stadt angeht, eine wahre Schatzkammer. Die sorgfältig ausgestellten Exponate erzählen von der über zweitausend Jahre alten Geschichte der Metropole.
Im 19. Jahrhundert brach in Marseille die Cholera aus. Der Trinkwassermangel, der hier schon immer geherrscht hatte, war nun größer als je zuvor und hatte das Auftreten und die Verbreitung der Krankheit begünstigt. Für den damaligen Bürgermeister war klar: Es musste ein Konzept zur ausreichenden Wasserversorgung der Stadt her. Dabei unterstützte der Bürgermeister die Pläne des jungen Franz Mayor de Montricher, der die Idee hatte einen 85 km langen Kanal bauen zu lassen. Dabei sollte dieser Kanal Wasser aus einem entfernten Fluss in die Stadt befördern. Nach zehn Jahren waren die Bauarbeiten fertiggestellt und Marseille war von nun an mit Trinkwasser versorgt. Etwas mehr als ein Jahrzehnt später wurde an diesem Wasserlauf der prächtige Palais Longchamp erbaut, welcher mit Brunnen das Dasein des Wassers zelebriert. Zudem befinden sich in dem Gebäude das gegenwärtig geschlossene Musée des Beaux-Arts (Museum der Schönen Künste), sowie das Musée d'Histoire Naturelle (Naturhistorisches Museum).
Einen ganz eigenen Charme hat der Marché des Capucins, welches ein Obst- und Gemüsemarkt ist, der unter anderem exotische Spezialitäten anbietet. Überall riecht es nach Gewürzen und Stimmen, die fremd klingende Sprachen sprechen, liegen in der Luft. Wer ein paar Straßen weitergeht findet sich in der Rue des Capucins wieder, wo man von Tee über Kekse, Couscous und Fisch alles sehr günstig bekommen kann. Wer sich der arabischen und afrikanischen Kultur Marseilles hingeben will, darf Canebière auf keinen Fall verpassen.
Le Pharo
Der Bau für den Palais du Pharo wurde einst von Napoléon Bonaparte in Auftrag gegeben. Er wünschte sich einen Wohnsitz mit Meereslage direkt am Vieux Port. Dabei schenkte er seiner Ehefrau Eugénie den nahegelegenen Parc du Pharo. Beide haben jedoch nie in dem großzügigen Palast gewohnt. Direkt bei Le Pharo findet man den Strand "Plage Des Catalans", welcher, trotz dass er in unmittelbarer Nähe der Stadt liegt, recht schön ist. Die Plätze sind rar, da der hellbraune Sand zu einem Bad im blauen Meer einlädt. Fährt man die Rue des Catalans entlang, so gelangt man irgendwann auf die Corniche du Président John F. Kennedy, welche fast vier Kilometer direkt an der Marseiller Küste entlangführt. Hier sind viele Restaurants und sowie einige Bistros und Bars ansässig. Die Küstenstraße erlaubt eine fantastische Aussicht auf die Mittelmeerlandschaft, sowie auf die vielen sandfarbenen Häuser, welche zum Teil mit dem hellen Fels verwachsen zu sein scheinen.
Les Îles du Frioul
Mit ihren hellbraunen Farbtönen stechen die drei kleinen Felseninseln, genannt Îles du Frioul, in der dunkelblauen Bucht heraus. Sie tragen die Namen If, Pomègues und Ratonneau. Während die letzten beiden Quarantäneorte waren und die Insassen der ankommenden Schiffe auf Seuchen untersuchen mussten, so ist die kleinste unter ihnen die bekannteste. Zunächst hatte man das "Château d'If" (Festung von If) zum Schutze der Stadt errichtet. Später wurde es jedoch zum Staatsgefängnis und durch Alexandre Dumas erlangte die Insel weltweite Bekanntheit, da er sie zum Schauplatz seiner Geschichte "Der Graf von Monte Christo" machte. Heute sind die Inseln ausschließlich eine Touristenattraktion.
Weiterführende Inhalte zu Stadtteile Marseille
Le Mas, Martigues2 Tage Côte d'Azur Zimmer, nurÜbernachtung ab 100€ buchen
Pierre&Vacances Pont Royal En Provence, Mallemort2 Tage Provence Zimmer, nurÜbernachtung ab 170€ buchen

