Stift Klosterneuburg
Das Stift Klosterneuburg in Niederösterreich ist ein beliebtes Ausflugsziel für Kunst- und Kulturliebhaber
Die Gründung des Stifts Klosterneuburg geht auf den Babenberger Markgraf Leopold III zurück, der im Jahr 1114 den Grundstein zum Bau der Stiftskirche legte. Der fromme Mann wurde im 15. Jahrhundert heilig gesprochen. Heute zählt das Stift Klosterneuburg zu den beliebsteten Touristenattraktionen Niederösterreichs. Die Stiftskirche wurde ursprünglich als dreischiffige Basilika im romanischen Stil erbaut. Im 17. Jahrhundert wurde sie zu einer barocken Saalkirche mit einigen Seitenkapellen umgebaut. Im Rahmen der Modernisierung wurde auch der gotische Nordostturm errichtet. Besonders sehenswert ist der Hochaltar, der um 1725 aus verschiedenfarbigem Salzburger Marmor angefertigt wurde. In den Seitenschiffen befinden sich weitere Marmoraltäre aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Klosterneuburger Stiftskirche verfügt über zwei sehenswerte Orgeln. Die große Festorgel mit 2.170 Pfeifen ist sehr imposant.
Kunstliebhaber kommen bei einem Besuch des Stiftsmuseums voll auf ihre Kosten. Das Museum wurde bereits im späten 18. Jahrhundert von Probst Ambros Lorenz gegründet. Die Sammlung verfügt über zahlreiche Gemälde und Skulpturen aus der Zeit des Mittelalters bis hin zur modernen Kunst. Zu den schönsten Exponaten zählen die Elfenbeinschnitzereien, der Babenberger Stammbaum, Werke von Rueland Frueauf dem Jüngeren und vier Werke von Egon Schiele. Das Gemälde Sauhatz von Rueland Frueauf gilt als älteste Landschaftsmalerei in der österreichischen Geschichte.
Das Stift Klosterneuburg bietet zahlreiche Führungen im Stiftsgelände an. Die sakrale Tour findet von 10.00 bis 17.00 Uhr zu jeder vollen Stunde statt und beschäftigt sich mit der Stiftskirche. Die Weinkellertour zeigt täglich um 15.00 Uhr die barocken Kelleranlagen des Stifts. Von Mai bis Oktober bekommt man bei der Kurzführung der Blick ins barocke Stift einen Einblick in ausgewählte Bereiche des Stifts. Diese Führung beginnt jeden Samstag um 10.30 Uhr und dauert etwa eine Stunde. Eine detaillierte Übersicht aller Führungen findet man auf der Homepage des Stifts. Die Einzelführungen kosten für Erwachsene 9 Euro und für die Kurzführungen zahlt man 5 Euro. Wer den ganzen Tag im Stift verbringen möchte, kauft am besten ein Stiftsticket um 14 Euro. Damit kann man alle Führungen am jeweiligen Tag besuchen.
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Für abwechslungsreiche Verpflegung während des Besuchs im Stift Klosterneuburg sorgen gleich drei Gastronomiebetriebe. Das Restaurant Gastmeisterei hat täglich von 11.00 bis 23.00 Uhr geöffnet und bietet einheimische und internationale Spezialitäten. Hier gibt es auch ein günstiges Mittagsmenü. Das Stiftscafé im Pfortenhof öffnet bereits um 9.00 Uhr und bietet neben hausgemachten Mehlspeisen auch ganztägig warme Küche. Für kleine Imbisse oder eine Nachmittagsjause ist das Café Escorial zu empfehlen. Klosterneuburg liegt etwa 12 Kilometer westlich von Wien und ist über die Bundesstraße B 14 zu erreichen. Von der U Bahnstation Heiligenstadt kann man mit der Schnellbahn Linie S 40 direkt nach Klosterneuburg fahren.
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