Südkorea ist eine Reise wert
Den Trubel in der quirligen Metropole Seoul erleben und Respekt einflößende, antike Tempelanlagen entdecken – Südkorea bietet eine Vielfalt interessanter Besuchsziele.
Startpunkt der Korea-Reise ist die Hauptstadt Seoul. Hier überfällt einen erst einmal ein kleiner Kulturschock – eine auf den ersten Blick unüberschaubare Stadt, Menschen über Menschen, ein mörderischer Verkehr und ein Hauch von Knoblauch, der überall in der Luft liegt. Beim näheren Hinschauen entdeckt man jedoch schnell die interessante Vielfalt der Stadt. Im Land gibt es viele antike Kaiserpaläste und Tempelanlagen zu sehen. Höhepunkt jeder Korea-Reise ist ein Besuch der unheimlichen Grenze zu Nordkorea, der demilitarisierten Zone.
Die südkoreanische Hauptstadt Seoul
Mit „anyong haseyo“ – wörtlich „Friede sei mit dir“ – wird man überall freundlich begrüßt. Die lebendige Hauptstadt Koreas strotzt vor ungeheurer Energie. Seoul ist eine Stadt, in der sich Moderne und Tradition wie selbstverständlich ergänzen. Ein alter Königspalast steht mitten in einem modernen Büroviertel und der buddhistische Tempel befindet sich neben den großen Märkten, auf denen die Touristen nach Schnäppchen suchen. Ganze Stadtteile verwandeln sich des Nachts in Partyzonen. Wer mehr an den kulturellen Schätzen der Stadt interessiert ist, für den gibt es zahlreiche antike Kaiserpaläste und Tempelanlagen zu sehen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in zentraler Lage Seouls sind die Paläste Kyongbok, Changkok und Toksu sowie die geheimen Gärten von Chongmyo.
Sollten Sie mit Taschen schwer beladen in einem Bus stehen, kann es gut sein, dass Sie ein sitzender Koreaner antippt, auf Ihre Taschen zeigt und ein freundliches Gesicht macht. Dies ist ein Angebot, Ihre Taschen während der Fahrt auf dem Schoß zu tragen. Nehmen Sie dieses Angebot an! Die Fahrt mit dem Bus ist meist so rasant, dass die Füße schon einmal in die Luft fliegen, wenn der Fahrer seinen Bus steil in die Kurve legt.
Sehenswürdigkeiten Koreas außerhalb der Hauptstadt Seoul
Ein beeindruckendes Erlebnis ist ein Besuch der DMZ – der demilitarisierten Zone an der Grenze zu Nordkorea. Dorthin kommt man nur im Rahmen einer organisierten und geführten Tour. Sie ist die wohl best bewachteste Grenze der Welt. Ein unheimlicher Ort, an dem sich Soldaten aus Nord- und Südkorea grimmig schauend gegenüber stehen. In der Nähe von Seoul befindet sich das Korean Folk Village, ein Freilichtmuseum, das den koreanischen Alltag vergangener Jahrhunderte zeigt. Sehenswert ist auch die Stadt Kyongju mit ihren hügeligen Königsgräbern und den Palästen. Wer noch Zeit hat, sollte einen Ausflug auf die Insel Cheju-do machen, die für ihr mildes Klima und die berühmten Perlentaucherinnen bekannt ist.
Die koreanische Küche – Kimtschi, Reis und nochmals Reis
Reis zu allen drei Mahlzeiten, viel Gemüse, Fisch und Meeresfrüchte, wenig Fleisch – und alles scharf und mit viel Knoblauch gewürzt – das zeichnet die koreanische Küche aus. Das koreanische Essen unterscheidet sich sehr von dem, was wir in Europa unter asiatischer Küche verstehen und ist recht gewöhnungsbedürftig. Doch nicht nur der Reis gehört zu jeder Mahlzeit dazu, sondern auch das „Kimtschi“, das Wahrzeichen der koreanischen Küche. Kimtschi ist sauer-scharf eingelegter und gegärter Weißkohl – sozusagen koreanisches Sauerkraut. Kimtschi wird auch aus Gurken und Rettich zubereitet. Darüber hinaus sind Suppen jeglicher Art gern gegessene Gerichte zu jeder Tageszeit. Das koreanische Besteck besteht aus einem Löffel und einem Paar Stäbchen aus Metall. Zum koreanischen Essen passt ein kühles Bier. Ein leckeres koreanisches Bier ist die Marke „OBI“.
Souvenirs aus Südkorea – was bringt man den Daheimgebliebenen mit?
Die vielen, unendlich großen Märkte lassen keine Wünsche offen. Ob Ginseng-Tee, Gewürze, Kunsthandwerk, Goldschmuck, günstige Seidentücher und -stoffe oder Bekleidung aller Art; hier findet jeder ein ideales Mitbringsel für die Lieben daheim. In den vielen Einkaufszentren findet man alle gängigen westlichen Konsum- und Luxusgüter wie Kosmetika und Markenklamotten. In Geschäften kann nicht gehandelt werden, auf dem Markt dagegen umso mehr. Auf den Märkten sollte man niemals den zuerst genannten Preis bezahlen. Er ist absichtlich zu hoch angesetzt - ausgehend davon, dass der Käufer sowieso noch herunter handeln wird. Das Handeln gehört sozusagen zum guten Ton dazu. Die wichtigsten Märkte in Seoul sind Namdaemun und Tongdaemun.
Beste Reisezeit für Südkorea
In Südkorea herrschen vier ausgeprägte Jahreszeiten. Die Sommer sind sehr heiß und schwül (bis zu 38° Celsius), die Winter extrem kalt und trocken (unter –20° Celsius). Als Reisezeit eignen sich deshalb am besten Frühling und Herbst. Dies sind die beiden mildesten, angenehmsten Jahreszeiten. Die Tage sind warm und die Nächte angenehm kühl. Wer Anfang Mai reist, kommt in den Genuss der Feierlichkeiten zu Buddhas Geburtstag. Dieses Fest wird aufwändig und bunt gefeiert.
