Südsteirisches Weinland - Österreich

Das Südsteirische Weinland in Österreich ist ein ganz besonderer Fleck, an dem man sich einfach wohlfühlen muss. Neben ausgezeichnetem Wein schätzt man auch traditionelles Essen.

Es gibt ein ganz besonders schönes Fleckchen in Österreich, das von immer mehr Einheimischen und Gästen geliebt und gerne besucht wird. Es ist das Südsteirische Weinland. Das Südsteirische Weinland südlich von Graz ist ein Naturpark, der sich entlang der österreichisch-slowenischen Grenze vom Gemeindegebiet Spielfeld bis nach Leutschach zieht. Auf einem Stück der Südsteirischen Grenzlandstraße ist sogar auf der einen Straßenseite Österreich und auf der anderen Slowenien.

Die sanft-hügelige Landschaft mit steilen Weingärten hat einen ganz besonderen Charme. Viel Mediterranes fließt hier in die Landschaft ein. Die Gegend wird aus diesem Grund auch immer wieder „Österreichische Toskana“ genannt. Man könnte aber auch umgekehrt die Toskana „Italienische Südsteiermark“ nennen. Egal, hier ist es wunderschön und wer einmal hier war, hat dieses Gebiet ins Herz geschlossen und möchte immer wieder her. Hier fühlt man sich wohl, die Menschen sind nett und freundlich, man fühlt sich einfach zu Hause.

Jede Jahreszeit hat hier ihren besonderen Reiz. Im Frühling, wenn alles auszutreiben beginnt, wenn es rundum grün wird, ist es im Südsteirischen Weinland wirklich schön. Im Sommer gibt es außer den Weingärten, den Wiesen, den Streuobstwiesen und vielen Pappeln auch bei jedem Haus Unmengen von Blumen. Die hier lebenden Menschen bemühen sich sehr, ihre Häuser und Gärten ansprechend zu gestalten. Auf jedem noch so kleinen Fenster steht zumindest ein Blumenstock. Von den Bauerngärten und den Balkonen gar nicht zu reden. In diesem Klima gedeihen die Pflanzen wunderbar, es gibt Oleanderbüsche, die ihre Blütenpracht kaum tragen können. Doch der Herbst schlägt alles. Die saftigen, reifen Trauben leuchten von den Weinstöcken, die Blätter verfärben sich, in der Früh ist es kühl und meist liegt Nebel zwischen den vielen Hügeln im Südsteirischen Weinland. Die Gegend wirkt geheimnisvoll und schön. Gegen Mittag schafft es die Sonne dann meistens und plötzlich ist es warm, angenehm und strahlend. Alles ist in ein besonderes Licht getaucht und hat einen ganz eigenen Reiz wenn sich die Blätter zu verfärben beginnen. Im Winter ist es hier oft sehr kalt, es gibt Eis und Schnee und die kahlen, dunklen Weinstöcke schauen wie Figuren aus, die über die Berge marschieren. Angenehm und sehenswert ist hier jede Jahreszeit.

Im Herbst veranstalten viele Gemeinden Herbst-, Wein- und Erntedankfeste. Zu dieser Zeit sind auch schon die ersten Edelkastanien, hier Maroni oder Kesten genannt, reif. Bei beinahe jeder Buschenschank werden diese Früchte über offenem Feuer gebraten und dann am liebsten zu einem Glas Sturm verspeist. An Wochenenden mit gutem Wetter sind jede Menge Besucher unterwegs, die hier ein paar angenehme Stunden verbringen wollen und neben Maroni und Sturm oder Wein auch die letzten herbstlichen Sonnenstrahlen genießen.

Fast jedes Weingut, jeder Winzer betreibt in dieser Gegend eine Buschenschank. Hier findet man von ganz einfach über gemütlich, rustikal bis modern alle Arten. In der schönen Jahreszeit ist es besonders fein, wenn man im Freien sitzen kann und neben dem Genuss von Wein und gutem Essen auch noch eine herrliche Aussicht auf die hügelige Landschaft hat. In den Weingärten stehen zu der Zeit der Traubenreife Windräder, der sogenannte Klapotetz. Das Klappern dieser Windräder soll gefräßige Vögel von den Trauben fernhalten. Das Klappern ist ein typisches Geräusch für diese Gegend der Steiermark.

Die Winzer der Südsteirischen Weinstraße erzeugen nur ungefähr zehn Prozent des österreichischen Weines. Die Qualität des Weines ist aber an oberster Spitze der Weine zu finden. Bei Wein-Auszeichnungen finden sich Winzer aus der Südsteiermark immer im Spitzenfeld, oft sind sie Medaillengewinner. Hauptsächlich wachsen hier fruchtige, frische und duftende Weine wie der Welschriesling, der Sauvignon blanc und der Morillon, wie hier der Chardonnay auch genannt wird. Weinkenner werden von diesen Weinen begeistert sein.

In den Buschenschänken, von denen es viele gibt, die den Titel „Ausgezeichnete Buschenschank“ mit Stolz tragen, werden meist landestypische Brettljausen, Geselchtes, geräucherte Würste, Salate und üppig belegte Brote zum Wein serviert. Bei vielen Betrieben gibt es zum selbstgebackenen Brot selbstgemachte Aufstriche und auch hausgemachte Mehlspeisen der Region wie Strauben oder Spagatkrapfen. Aber auch wenn jemand keinen Wein mag, keinen Wein trinken darf oder als Fahrer nüchtern bleiben muss, bekommt er Köstliches zu trinken. Jede Buschenschank bietet auch eigene Säfte an. Die Palette reicht vom Trauben- und Apfelsaft bis zu Spezialitäten wie Zitronenmelissensaft oder Holunderblütensaft.

Da es im Südsteirischen Weinland so schön ist und man nach dem Genuss des guten Weines sowieso nicht mehr mit dem Auto fahren darf, halten inzwischen viele der Winzerbetriebe einige Zimmer oder Appartements für ihre Gäste bereit. Ein Wochenende im Südsteirischen Weinland hält zu jeder Jahreszeit was es verspricht. Man fühlt sich wohl und genießt alles hier Gebotene an diesem besonders schönen Fleck von Österreich, das erst in den letzten Jahren einen großen Aufschwung erlebte und bis vor nicht allzu langer Zeit ein Geheimtipp war.

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Autor: bestvienna  18.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein (1)

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