Surfen lernen in Jacó - Ein prickelndes Erlebnis!
Mit meiner ersten Surfstunde in Jacó ging für mich ein Traum in Erfüllung, denn ich wollte schon immer einmal surfen lernen.
Jacó ist ein kleiner Ort an der zentralen Pazifikküste Costa Ricas. Von San José aus bietet sich hier die nächstgelegene Möglichkeit um Surfen zu lernen. Das Dorf Jacó besteht vor allem aus einer großen Hauptstraße, die parallel zum Strand verläuft und mehreren kleinen Straßen, die zum Meer führen. So kann man den Strand eigentlich von jedem Hotel aus bequem zu Fuß erreichen. Am Strand sowie im Ortszentrum lassen sich genügend Surfschulen finden, bei denen man sich entweder ein Brett ausleihen oder an Surfunterricht teilnehmen kann. Da ich noch gar keine Erfahrung im Surfen hatte, entschied ich mich erstmal eine Unterrichtsstunde zu nehmen.
Trockenübung
Zuerst lernt man noch im Trockenen die richtige Position auf dem Surfbrett kennen, die man später beim Warten auf die perfekte Welle einnehmen wird. Man liegt nämlich nicht in der Mitte sondern ganz am hinteren Ende des Brettes. Danach wird einem gezeigt, wie man später ganz schnell aufsteht, sobald einen die Welle von hinten erfasst. Das Bein, das beim Stehen das hintere sein wird, sollte schon im Liegen angewinkelt sein. Dann legt man die Hände vor sich aufs Brett, als wolle man Liegestützen machen und richtet den Oberkörper auf, sodass die Arme durchgestreckt sind, der Rest des Körpers aber noch auf dem Brett liegt. Beim Aufstehen zieht man das nicht angewinkelte Bein vor und steht in einem mal auf ohne sich dazwischen hinzuknien. Im Trockenen ist das nicht allzu schwierig und nach ein paar Übungen bekommt man das auch in der richtigen Geschwindigkeit hin.
Warten auf die richtige Welle
Nach der kurzen Trockenübung geht es auch schon ab ins Wasser! Am Anfang wird mit kleinen Wellen geübt, die schon gebrochen sind. Man geht hier auch nur soweit ins Meer, dass das Wasser ca. bis zur Brust oder sogar nur bis zum Bauch reicht. Allerdings heißt das noch lange nicht, dass die Wellen hier winzig sind! Bis eine gute Welle kommt, liegt man auf dem Surfbrett und schaut den Wellen entgegen. Der Surflehrer steht hinter einem und immer wenn eine Welle kommt, die nicht gut genug ist drückt er das Brett hinten ein wenig runter, sodass es vorne automatisch angehoben wird und man so über die Welle drüber kommt.
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Und genau bei dieser Prozedur kostet es manchmal ein wenig Überwindung ruhig und ohne Panik auf dem Brett liegen zu bleiben, denn die Wellen, die einem entgegen kommen sind manchmal schon ziemlich groß und kommen mit einer ganz schönen Wucht angebraust. Manchmal brechen sie auch direkt vor einem. Ich hatte da teilweise schon ganz schön Herzklopfen und dachte mir bei einigen Wellen: “Jetzt ist es aus, jetzt werde ich mitsamt dem Brett einmal durch gewirbelt, über diese Welle komme ich doch nie drüber!“ Aber wie durch ein Wunder hat es trotzdem immer wieder geklappt und ich wurde nie von einer Welle mitgerissen. Bis auf ein einziges Mal, aber da ist auch nichts passiert, da diese Welle nicht so riesig war. So bin ich einfach auf dem Brett liegen geblieben und auf dem Bauch zum Strand gesurft. Das hat auch Spaß gemacht!
Aufstehen und Surfen
Aber noch spaßiger war es natürlich im Stehen zu surfen. Und das klappt tatsächlicher schneller als man denkt! Am Anfang sind die Wellen noch recht klein und haben nur eine geringe Geschwindigkeit. So bleibt genug Zeit zum Aufstehen. Allerdings ist das auf dem Wasser nicht ganz so einfach wie an Land und obwohl ich den Ablauf an Land perfekt konnte, habe ich es am Anfang einfach nicht geschafft aufzustehen ohne mich vorher hinzuknien. Aber jede Welle, die man nimmt ist eine weitere Übung und so hat auch das Aufstehen relativ schnell geklappt.
Natürlich funktioniert nicht immer alles auf Anhieb perfekt und mal runterzufallen gehört eben auch dazu. Da man von Wasser umgeben ist, ist das meistens auch nur halb so schlimm. Allerdings ist es wichtig sein Gesicht immer mit den Armen zu schützen, falls das Brett einen erwischen sollte. Alles in allem macht surfen jedoch einen Heidenspaß und auch wenn ich nach der ersten Stunde blaue Knie hatte, da das Aufstehen nicht auf Anhieb geklappt hat, hat sich dieses Erlebnis auf jeden Fall gelohnt! Ich kann diese tolle Erfahrung nur jedem weiterempfehlen, der Spaß am Meer hat und den Nervenkitzel liebt.
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