Sydney - eine moderne Stadt mit romantischem Hafenflair

Sydney ist eine pulsierende Stadt. Am schönsten finde ich den Darling Harbour. Neben einer Menge Sehenswürdigkeiten und Restaurants kann man hier romantisches Hafenflair genießen.

Sydney ist eine Stadt voller Gegensätze. Hochhäuser stehen neben nostalgischen Häfen und dennoch ist es von unbeschreiblicher Schönheit, wenn sich die Lichter der Hochhäuser im Wasser der Häfen spiegeln. Kulissen, die einmalig sind, für jeden Maler und Fotografen. Kulissen, die hier eine Selbstverständlichkeit sind. Die Georg Street ist eine der größten, hektischsten und lautesten Straßen Sydneys. Es ist die Straße, in der ich eine Zeit lang wohnte. Sie führt durch die Skyline. Täglich schieben sich Dutzende von Menschen die Straße hoch und runter. Immer sind sie in Eile. Sie überqueren die großen Kreuzungen wann immer sie wollen und ich sah hier zum ersten Mal, dass Kreuzungen auch diagonal überquert werden können. In der Georg Street pulsiert das Leben. Neben zahlreichen Geschäften finden sich viele nette Restaurants. Lifemusik gehört hier zur Selbstverständlichkeit. Daher wird ein abendlicher Kneipenbummel nie langweilig.

Sydney ist auch eine Stadt der Aussteiger, Abenteurer, Lebemenschen und Touristen. Die Mehrheit in der Stadt scheinen Asiaten zu sein. Ebenso scheint es in Sydney keine alten Menschen zu geben. Es sieht so aus, als läge der Altersdurchschnitt  bei fünfundzwanzig. In den Parks schlafen Bettler und Obdachlose. Sie liegen vor Kirchen und Einkaufszentren, wie Mahnmale gegen Verschwendung und Konsum. Schon bald fand ich meinen Lieblingsplatz in Sydney. Es ist der Stadteil Darling Harbour.

Wie der Name schon sagt befindet sich dort ein Hafen. Es ist der schönste Hafen, den ich je gesehen habe. Neben allerlei Restaurants finden sich hier und da Straßenkünstler, welche ein kleines Programm aufführen. Dabei ziehen sie viele Zuschauer, besonders Kinder in ihren Bann. Unter unzähligen Yachten laufen  übergroße Schaufelraddampfer in den Hafen ein, welche mich an alte Filme erinnerten, die am Missisippi spielen. Noch schöner wird der Hafen, wenn die Dämmerung beginnt. Unzählige Lichter, der Wolkenkratzer spiegeln sich dann im Wasser des Hafens.

Darling Harbour ist eines der größten Freizeitviertel Sydneys. Dort befinden sich viele Attraktionen der Stadt, unter anderem das Sydney Aquarium, dem ich ebenfalls einen Besuch abstattete. Durch riesige Röhren schwimmen Haie über die Besucher hinweg. Eine weitere Attraktion Sydneys ist die Monorail. Man gewinnt den Eindruck, dass sie direkt an Hochhäusern entlangfährt. Viele Meter über dem Boden zieht sie ihre Runden. Fünf der acht Stationen führen durch Darling Harbour. Wer den Stadtteil von oben sehen will, der setzt sich in diese Bahn. Sie ist also weniger Fortbewegungsmittel, als ein Freizeitspaß.

In Darling Harbour befinden sich die besten Sehenswürdigkeiten, Restaurants und Museen Sydneys gebündelt an einem Ort. Zusätzlich kann  romantisches Hafenflair genossen werden mit dem typischen Ein-und Auslaufen von Schiffen, wunderlichen Booten und Fähren, die in Sydney Transportmittel sind, wie bei uns der Bus. In Sydney kann man sich nicht verlaufen. Der berühmte Tower überragt die Stadt und diente mir, da im Zentrum gelegen, als Orientierungspunkt.

Während meiner Zeit in Sydney besuchte ich auch den Botanischen Garten. Ein Besuch kostet keinen Eintritt. Wer mehr über die faszinierende Pflanzenwelt Australiens erfahren will, der ist hier an der richtigen Stelle. Mich beeindruckten die fliegenden Hunde, die überall in den Bäumen hingen, zusammengerottet in schwarzen Bündeln. Wer Sydney bereist, wird auch das weltberühmte Opernhaus nicht vergessen. Es schließt sich dem Garten unmittelbar an. Um in die Oper zu gelangen, muss man allerdings etwas tiefer in das Portemonnaie greifen. Ich glaube eine Karte kostet mehrere hundert Dollar – ein Vergnügen, was nur den begüterten Personen zugänglich ist. Auf dem Platz finden jedoch auch oft kostenlos Konzerte statt. Somit ist an alle gedacht.

Nicht zu vergessen sind die zahlreichen Strände, welche Sydney umgeben. Der bekannteste Strand ist sicher der Bondi Beach. Dort heißt es: sehen und gesehen werden. Windsurfer haben hier ein Paradies erschlossen. Sydney komplett zu erkunden würde Monate dauern. Es gibt viel zu Entdecken. Sydney besteht nicht nur aus seinem Kern, sondern es wird von einem Netz aus Vororten umgeben, wie dem Szeneviertel Newtown oder dem ältlichen Chippendale. Welche Orte ein Gast besucht, hängt  von den Interessen und der Zeit ab. Ich war insgesamt vier Wochen in Sydney und möchte die Stadt mit dem bunten Flair nicht missen, in der das ganze Jahr Sommer ist.

Reisebericht als PDF
Autor: yvowe  07.07.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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