Syrien - antike Metropolen und Kulturschätze
Syrien - antike Metropolen und Kulturschätze. Durch sie kann man in eine andere Welt eintauchen und die Geschichte des Landes neu entdecken.
Zahlreiche antike Metropolen und Kulturschätze prägen das heutige Syrien und machen es umso faszinierender. Eine der sehenswerten Orte des Landes ist Qatna, welche einst die Hauptstadt eines Stadtkönigreiches von Syrien bildete. Sie war eines der wohlhabendsten Handelszentren im Alten Orient und existierte vermutlich vor 3.500 Jahren. Die antike Stadt ist im heutigen Mischrife gelegen, rund 180 km nordöstlich von Damaskus. Obwohl Qatna erstmals in den 1920er Jahren entdeckt wurde, geriet sie immer mehr und mehr in Vergessenheit. Erst im Jahr 1999, als Archäologen der Universität Tübingen zusammen mit denen der Universität von Udine eine gemeinsame Mission beschlossen, begann eine internationale Ausgrabung. Dabei wurde festgestellt, das die ehemals imposante Stadt, deren Blütezeit wohl im 2. Jahrhundert vor Chr. lag, bis heute ein visuelles Wahrzeichen von der dortigen Landschaft darstellt. Die Mauern stehen heute noch und haben eine Höhe von ca. 15 bis 20 Meter. Forschungen zufolge gab es vier Stadttore, die Qatna von jeder Seite her zugänglich machten. Bei weiteren Ausgrabungen in der antiken Metropole wurden zahlreiche Kulturschätze freigelegt. Diese umfassen faszinierende Skulpturen und mehr als 2.000 Artefakte, die sich aus Waffen, Kleidung, Schmuck, Möbeln und Edelsteinen zusammensetzen.
Doch nicht nur nordöstlich des Landes kann man atemberaubende antike Metropolen und Kulturschätze Syrien bewundern. Auch nordwestlich, am rechten Ufer des Flusses Orontes, ragen Reste einer dieser Städte gen Himmel. Es ist die Stadt Apamea, die durch eine außergewöhnlich lange römische Straße geprägt ist. Sie war auf beiden Seiten mit religiösen und zivilen Gebäuden umgeben. Die meisten ausgegrabenen Ruinen vom Apamea stammen aus der römischen sowie byzantinischen Zeit und können heute von den Besuchern erforscht werden. Die antike Metropole ist daneben für ihre Mauern bekannt, die sie umsäumten. Zusätzlich existiert heute noch eine alte Theaterruine und weiter weg ein Museum. Dies ist in einem türkischen Karawanserei aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Es präsentiert seinen Besuchern schöne Mosaiken, die in Apamea gesammelt wurden, einen Sarkophag mit lateinischen Inschriften, einige Grabstellen und 15.000 Keilschrift-Tontafeln.
Ferner zählte die antike aramäische Stadt Palmyra als wichtiger Punkt im zentralen Syrien. Die Ruinen der Metropole sind 215 Kilometer nordöstlich von Damaskus und 180 km südwestlich von Euphrat zu finden. Sie galt unter den Caravanen sowie Reisenden als sehr bedeutungsvoll und wurde somit als „Braut der Wüste“ bekannt. Die früheste urkundliche Erwähnung der Stadt fand man in den babylonischen Gesetztafeln, in denen sie unter den Namen Tadmor, Tadmur und Tudmur auftaucht. Palmyra verfiel im 16. Jahrhundert, die Ruinen existieren heute aber immer noch unter dem Namen Tadmor. Eine andere gleichnamige Stadt liegt in unmittelbarer Nähe der antiken Metropole. In Palmyra wurden eine Reihe von großen Denkmälern konstruiert, die unter anderem aus Kalksteinplatten mit menschlichen Büsten bestehen. Diese sollen Verstorbene repräsentieren und an sie erinnern. Touristen können sie zu jeder Zeit besichtigen.
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