Theater in Augsburg - Augsburger Puppenkiste und Co
Die Augsburger Puppenkiste und Co sind in Augsburg und der Region äußerst beliebt. Doch was ist das besondere an den Theatern in Augsburg?
Alles begann 1943, als Walter Oehmichen zusammen mit seiner Frau Rosa und seinen zwei Töchtern Hannelore und Ulla ein Marionettentheater gründete. Damals war das Ganze noch eine kleine Bühne, die in einem Türrahmen eingebaut werden konnte. Doch leider wurden die Augsburger Puppenkiste und Co 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. Nach Kriegsende plante Walter Oehmichen ein neues Puppentheater und fand auch schnell einen geeigneten Platz dafür: das ehemalige Heilig-Geist-Spital von Augsburg.
Die Augsburger Puppenkiste wurde schnell bekannt und engagierte Augsburger Schauspieler als Marionettenspieler und Sprecher. Dabei war auch Manfred Jennings, der bald zum Hausautor des Puppentheaters wurde. Die berühmten Marionetten schnitzte Hannelore Oehmichen und Rosa nähte die Puppenkleider. Bis heute hat die Augsburger Puppenkiste bundesweite Bekanntheit erreicht und wurde 2004 sogar mit der "Goldenen Kamera" geehrt. Das Markenzeichen der Augsburger Puppenkiste ist der hölzerne Kistendeckel mit dem schräg aufgedruckten Schriftzug "Augsburgerpuppenkiste" und dem kleinen Zusatzschildchen "Oehmichens Marionettentheater".
Viele berühmte Stücke wurden in der Augsburger Puppenkiste aufgeführt wie zum Beispiel die klassischen Märchen der Brüder Grimm, "Tausendundeine Nacht" oder "Die kleine Hexe". Auch für Erwachsene wurden Stücke inszeniert wie zum Beispiel "Der Prozess um des Esels Schatten", "Peter und der Wolf" oder "Die kleine Zauberflöte". In einem halben Jahr werden etwa 100 Stücke gespielt, das neue Programm feiert immer an Silvester seine Premiere. Die Augsburger Puppenkiste trat 1953 zudem das erste Mal im Fernsehen auf. Über die Jahre wurden viele Filme produziert wie zum Beispiel "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", "Kater Mikesch" oder "Urmel aus dem Eis". Heute besitzt die Augsburger Puppenkiste ein Museum, das "Die Kiste" genannt wird, und erfreut sich jedes Jahr zahlreicher Besucher. Dort werden in einer Dauerausstellung Figuren aus vorherigen Filmen und Theaterstücken gezeigt, wie zum Beispiel Urmel, Jim Knopf und Co.
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Abgesehen von dem Marionettentheater der Augsburger Puppenkiste gibt es weitere Theater in Augsburg. Es gibt zum Beispiel die Freilichtbühne am Roten Tor. Dort werden von Anfang Juni bis Ende Juli Musicals, Operetten und Opern aufgeführt. Dann gibt es natürlich das Stadttheater Augsburg in dem aufwändige Stücke gezeigt werden. Ein anderes bekanntes Theater ist das Parktheater im Kurhaus Göggingen. Hier finden Konzerte, Bälle, Hochzeiten oder Sprechtheater statt. Das Kurhaus kann unter anderem privat gemietet werden. Außer der Augsburger Puppenkiste und Co gibt es für das junge Publikum den Hoffman-Keller. Hier bei handelt es sich um ein altes Kellergewölbe das besonders vom „Jungen Team Theater“ genutzt wird.
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