Tipps für einen gelungenen Neuseeland-Aufenthalt
Damit der Trip ans andere Ende der Welt von Beginn an problemlos läuft, hier einige wichtige Tipps für einen gelungenen Neuseeland-Aufenthalt.
Der Flug nach Neuseeland ist lang – eine Reise um die ganze Welt – und die Zahl lockender Zwischenstopps bis zum gewünschten Neuseeland-Aufenthalt ist groß. Es gibt zwei Möglichkeiten an das „schönste Ende“ der Welt zu gelangen. Von Frankfurt am Main fliegt man entweder die West-Route über die USA (hierbei sollte man sich auf penibelste Sicherheitsvorkehrungen einstellen) oder über die Ost-Route – also über Asien. Die Flugzeiten liegen zwischen 21 und 23 Stunden. Die beste West-Verbindung, mit Stopps in der Südsee bietet Air New Zealand. Auf der Ost-Route haben Singapur Airlines, mit Zwischenlandung in Singapur, die schnellste Verbindung. Preislich am günstigsten liegt Quantans, die neben Singapur zusätzlich noch in einer australischen Metropole Stopps einlegen.
Wer die lange Flugstrecke in sechs bis sieben Stunden Abschnitte einteilen möchte, sollte bei Emirates buchen. Zudem bietet diese Fluglinie neben modernen Maschinen einen erstklassigen Service – und dass nicht nur in der 1. Klasse. Doch so eine lange Reise birgt auch Tücken, so zum Beispiel den allbekannten Jetlag. Darunter ist eine Störung im internen Rhythmus durch die Zeitverschiebung zu verstehen. Um diesem einigermaßen entgegenzuwirken, sollte man während des Fluges auf eiweißreiche (energiehaltige) Nahrung verzichten. Im Gegenzug aber sehr viel trinken – nur keinen Alkohol! Ist man dann in Neuseeland angekommen, sollte erst am frühen Abend etwas leicht Verdauliches gegessen werden und dann zur gewohnten Zeit wie im Heimatland ins Bett gehen. So gewöhnt sich der Körper am besten an den neuen Tagesrhythmus.
Beste Reisezeit für Neuseeland
Sehr zu empfehlen ist Neuseeland im Frühjahr. Also nach europäischem Kalender in den Monaten November und Dezember. Wer es gerne wetterbeständig haben möchte, sollte im neuseeländischen Sommer (Februar, März, April) die Inseln besuchen. Die Südinsel ähnelt eher dem mitteleuropäischen Norden, wogegen auf der Nordinsel subtropisches Klima herrscht. Der durchschnittliche Niederschlag liegt zwischen 700 und 1500 ml und ist Grundlage für die üppige Vegetation. Wer zum Wintersport mal nicht in die Alpen möchte, sondern lieber zum Skilaufen nach Neuseeland fliegt, sollte dies in den Monaten Juli bis September tun. Doch auch im neuseeländischen Frühjahr und Sommer gehören ein warmer Pullover und wetterfeste Kleidung auf jeden Fall ins Gepäck, da das Land stets dem Wind ausgesetzt ist.
Mit dem Auto in Neuseeland unterwegs
In Neuseeland herrscht Linksverkehr. Und dank geringer Verkehrsdichte, ist das Autofahren hier ziemlich stressfrei und auch für einen Rechtsfahrer bestens zu bewältigen. Um in Neuseeland ans Steuer zu dürfen, benötigt man einen internationalen Führerschein, der mit dem nationalen mitgeführt werden muss. Die Hauptstrecken (State Highways und Highways) sind asphaltiert und gut ausgebaut – allerdings nicht selten sehr kurvenreich. Außerhalb der Ortschaften gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 100km/h, innerhalb geschlossener Ortschaften, gilt Tempo 50. An Kreuzungen und Kreiseln gilt immer rechts vor links. Die Promillegrenze liegt bei 0,5. Kleiner Tipp! Auf Neuseelands Straßen (besonders Innerorts) gibt es intensive Geschwindigkeitskontrollen – die so genannten speed cameras.
Mit der Bus und Bahn in Neuseeland unterwegs
Züge fahren nur zwischen Auckland und Wellington, Picton und Christchurch sowie zwischen Christchurch und Greymouth. Zwischen allen anderen Ort verkehren regelmäßig Busse. Vor Ort gibt es spezielle Pässe (z.B. Best Pass oder Flexi Pass) für Bahn, Bus, Fähre und Flugzeug, die das Reisen sehr viel preiswerter machen. Spezielle Backpacker-Busse (Magic und Kiwi Experience) bieten Rucksack-Touristen noch günstigere Preise. Wohnmobilfahrern sei empfohlen, die Fähre zwischen der Nord- und Südinsel (Nov. – März) bereits zu Hause zu buchen, oder spätestens nach der Ankunft in Auckland oder Christchurch.
Bezahlen und Geld wechseln in Neuseeland
Ein Euro entspricht ca. 1,87 NZ$. Allerdings sollte auch hier von zu viel Bargeld-Mitnahme abgeraten werden. Die gängigsten Kreditkarten sind Visa und Eurocard/ Mastercard. Sie werden von fast allen Hotels, Tankstellen, Supermärkten und Automaten (mit Maestro Zeichen) akzeptiert. Neben Kreditkarten sind Travellerschecks noch immer eine sichere Angelegenheit. Möchte man dennoch Euro in NZ-Dollar wechseln, muss man stets mit zusätzlichen Gebühren/ Provisionen rechnen. Einige Banken fordern eine Pauschalgebühr und bieten ihren Kunden im Gegenzug noch schlechte Wechselkurse für Bargeld. Eine gute Sache hingegen sind so genannte Travel Cash Karten oder Cash Passes. Diese kann man bei Ankunft in Neuseeland erwerben und an jedem Automaten Geld abheben. Mastercard bietet zum Beispiel Cash Passes an.
Wissenswertes für Rucksack-Touristen
Neuseelands Landschaft eignet sich hervorragend für Rucksack-Urlaub – wilde Landschaften, unendliche Weite, fernab von jeder Zivilisation. Doch Vorsicht! Seit 1990 sind mehr als die Hälfte der Gewässer und Flüsse der Nationalparks von dem Giardia-Parasiten befallen. Wer also seinen Backpacker-Urlaub nicht mit Durchfall, starken Blähungen und Magenkrämpfen verbringen möchte, sollte unbedingt die Erfrischung aus dem nahen Bach sowie den Sprung in die meist kristallklaren Gewässer vermeiden. Der Giardia-Parasit wird über den Mund aufgenommen und sorgt dann im Magen-Darm-Trakt für reichlich Unbehagen. Zwar gibt es Tabletten, die dem Giardia-Parasiten ziemlich schnell und wirkungsvoll den Garaus machen, aber soweit muss man es ja gar nicht erst kommen lassen.
Am besten kocht man das Wasser aus der Natur vor dem Trinken ab. Eine andere Variante ist die chemische Reinigung, zum Beispiel mit transportablen Filtergeräten (Giardia rated filters). Meine persönliche Empfehlung sind Tabletten (Portable Aqua). Ein bis zwei Tabletten auf einen Liter Wasser geben – fertig. Erst einmal nehmen sie im Gepäck weitaus weniger Platz weg als ein transportables Filtergerät und zum anderen sind sie mit 14 NZ$ auch kostengünstiger. Ein anderer wichtiger Tipp betrifft die Notdurft in der Wildnis. Diese niemals in der Nähe einer Wasserquelle verrichten - und im Anschluss immer mit Erde zudecken. Die Hände keinesfalls in einem Fluss oder See waschen, sondern immer in einem Behälter. Das Wasser im Anschluss auf die Erde schütten.
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