Tradition pur: Der Wiener Opernball
Auf dem Wiener Opernball wird im Takt getanzt. Alles, was Rang und Namen hat, trifft sich traditionell auf dem Wiener Opernball.
Wien ist die Stadt der Kunst, Architektur, Kultur und der Kaffeehäuser. Neben den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die die österreichische Metropole beheimatet, findet man in Wien gleich zweifach kulturelles Erbe. Die UNESCO ernannte das Wiener Schloss Schönbrunn und die historische Altstadt zum Weltkulturerbe. Denkt man an Wien, kommt einem gleich der mächtige Stephansdom am Riesenrad im Prater, die Hofburg mit der spanischen Hofreitschule oder die Österreichische Galerie im Museum Belvedere in den Sinn, aber jedes Jahr ist ein Event traditionell in aller Munde: Der Wiener Opernball in der Staatsoper ist das gesellschaftliche Event des Jahres! Einmal im Jahr zu Altweiberfastnacht im Wiener Fasching lädt die Staatsoper zum taktvollen Walzer.
Als traditioneller Treffpunkt der High Society geben sich auf dem Wiener Opernball die Stars die Klinke in die Hand. Bis zu 12.000 Besucher lockt der Ball an und hat sich in der Musik und Kulturszene des In- und Auslands fest etabliert. Und der Opernball kann auf eine traditionsreiche Geschichte zurückblicken. Vor 133 Jahren, also 1877, fand erstmalig ein Opernball statt. Eine Tanzveranstaltung mit dem Namen Wiener Opernball fand seit 1935 in der Wiener Staatsoper statt. Diese Tradition wird bis heute weitergeführt.
Alle Jahre wieder verwandelt sich das Parterre zum Fasching in einen Ballsaal der Extraklasse und präsentiert die Schönheiten und Gentleman, die zuvor auf dem roten Teppich ihren ersten großen Auftritt des Abends hatten. Aber den Vortritt hat natürlich der Bundespräsident, der zuerst von einer Fanfare musikalisch eingeleitet seinen Sitzplatz in der Loge einnimmt bevor das Festkomitee folgt. Nach alter Tradition ziehen sie nach der Bundeshymne und dem Klassiker Freude, schöner Götterfunken ein – klangvoll begleitet wird der Einzug des Komitees von Carl Michael Ziehrers Fächerpolonaise. Diese Tanzeinlage wird meist von einer verantwortlichen Tanzschule ausgeführt.
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Der Wiener Opernball wird in altbewährter Tradition von ca. 180 jungen Paaren eröffnet. Nicht jünger als 17 Jahre und nicht älter als 24 Jahre dürfen die so genannten Debütantinnen sein. In pompöser Abendgarderobe gleiten die Paare, die Herren mit dem Frack bekleidet und die Damen in langen weißen Abendkleidern mit Krone, über die Tanzfläche. Der Startschuss für die Eröffnung der Tanzfläche der übrigen Paare fällt nach „Alles Walzer“ von Johannes Strauß. Wie der Name bereits sagt findet die Mitternachtsquadrille pünktlich um 24 Uhr statt. Drei Stunden später geht man zur nächsten Quadrille über und um fünf Uhr hat es sich ausgetanzt – der Ball ist beendet, die Paare schweben von dannen mit den Klängen des Donauwalzer, Radetzkymarsch und "Brüderlein fein" aus dem Stück "Der Bauer als Millionär" von Ferdinand Raimund.
Einen langen Tanzabend verspricht der Wiener Opernball, denn die offizielle Zeremonie beginnt bereits um 21 Uhr. Aber auch für einen luxuriösen Start in den klassischen Abend ist gesorgt. Um 18.30 Uhr versammeln sich die Gäste im Hotel Sacher zu einem entspannten Champagner Umtrunk und einem kulinarischen Highlight – dem 5-Gänge-Opernball-Gala-Souper. Gestärkt und aufgemuntert durch das prickelnde Luxus Getränk geht’s dann auf den roten Teppich am Eingang der Staatsoper. Von hier aus berichtet der Bayrische Rundfunk live und durch den hohen Zulauf an Stars und Sternchen aus Politik, Wirtschaft, Film und Fernsehen tummeln sich traditionell viele Medienvertreter auf dem Wiener Opernball.
Eins steht fest: Den traditionelle Wiener Opernball kann sich nur leisten, wer einen dicken Geldbeutel hat, denn günstig ist der Tanzspaß sicher nicht. Die Prozedur läuft wie folgt ab – erst muss man zugelassen werden, hat man diese Hürde überwunden, zahlt man für den Einlass in die Oper 230 Euro. Für die Logenplätze muss man dann besonders tief in die Tasche greifen, mit 17.000 Euro pro Platz in der Rang- oder Bühnenloge kann man rechnen. Alles in allem kann für Wien hier schon gut und gerne mal eine Million Gewinn gemacht werden. Da sich Tradition bewährt, wird der Wiener Opernball mittlerweile nicht nur in Wien veranstaltet – New York, Malaysia und Dubai haben bereits nachgelegt.
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