Trekking in Peru
Der Inka Trail ist sicher einer der spektakulärsten Wege, um nach Machu Picchu zu gelangen - aber auch der anstrengenste.
Macchu Picchu, die sagenumwogene Inkastadt inmitten steil aufragender Berggipfel, ist eine der bekanntesten und meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in ganz Südamerika. Kaum ein Peru-Reisender lässt sich dieses Highlight entgehen. Doch anstatt bequem mit dem Zug anzureisen, ist die 4-tägige Wanderung auf dem Inka Trail eine lohnende Alternative.
Der 45 Kliometer lange Inka Trail ist eine der beliebtesten Trekkingrouten in Lateinamerika und verbindet auf einmalige Weise atemberaubende Berglandschaften, dichten Regenwald, heilige Inkastätten und eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Jedes Jahr genießen tausende Wanderer die einmalige Atmosphäre auf dieser Trekkingroute.
Vorbereitung
Wer sich dieser Herausforderung stellen möchte, sollte sich rechtzeitig um eine Buchung kümmern, denn die Anzahl der täglichen Wanderer ist auf 500 begrenzt und die Begehung nur noch im Rahmen einer organisierten Gruppenwanderung erlaubt. Grund für die strengen Regelungen waren die ständig steigenden Besucherzahlen und somit Unmengen an Müll und völlig überfüllte Campingplätze.
Auch wenn der Inka Trail nicht besonders schwierig ist, sollte man ihn keinesfalls unterschätzen. Eine gute Kondition, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und eine gute gesundheitliche Verfassung ist unbedingt erforderlich. Ganz wichtig ist auch eine ausreichende Höhenanpassung. Die Wanderung beginnt auf ca. 2400 m Höhe und überquert drei Pässe, der höchste Punkt liegt auf 4200 m. Ohne die Aklimatisierung kann es nicht nur unangenehm, sondern auch sehr gefährlich werden. Noch immer sterben jedes Jahr Menschen auf dem Inka Trail, weil sie die Anzeichen der Höhenkrankheit ignorieren und einfach weiterlaufen. Daher sollte man sich vorher informieren, welche Warnsignale es gibt und wie man damit umgeht.
Beste Jahreszeit für eine Begehung ist der peruanische Winter, das sind die Monate Mai - Oktober. Dann ist Trockenzeit und Niederschläge sind selten. In den übrigen Monaten muss man mit ergiebigen Regenfällen und eingeschränkter Sicht rechnen. Im Februar ist der Inka Trail aufgrund von jährlichen Wartungsarbeiten geschlossen .
Ausrüstung
Die Temperaturen können nachts auf 0° C sinken, daher unbedingt einen guten Schlafsack und warme Kleidung für die Nacht einpacken. Obwohl tagsüber wärmeres Wetter herrscht, kann es auf den Pässen trotzdem recht frisch werden. Wichtig ist außerdem gutes Schuhwerk, ausreichend Sonnenschutz, eine Kopfbedeckung, Handschuhe, Regenkleidung, eine Wasserflasche und eine kleine Reiseapotheke. Da man immer einen Träger dabei hat, braucht man nur einen kleinen Rucksack tragen.
Routenbeschreibung
Am ersten Tag fährt die Gruppe mit dem Bus von Cuzco aus zum KM 82, dem Ausgangspunkt auf 2.750 m. Die Wanderung beginnt recht gemütlich ohne große Anstiege entlang des Río Urumbamba. Nach ca. 5 km zweigt der Weg ab in das Cusichaca-Tal mit der ersten Inkastadt Llactapata. Nach weiteren 7 km auf leicht ansteigendem Weg und schönen Ausblicken auf die Cordillera Verónica, erreicht man das Tagesziel, das Dorf Wayllabamba. Hier wird die erste Nacht im Zelt verbracht.
Der zweite Tag ist der Schwerste. Von Wayllabamba aus schlängelt sich der Weg auf 9 km über steile Serpentinen hinauf zum Warmiwanusqa-Pass, auch genannt der Pass der toten Frau auf 4200m Höhe. Weiter geht es 3 km steil bergab bis zum zweiten Lager an einem Flussufer.
Der dritte Tag beginnt wieder mit einem steilen, 30-minütigen Anstieg bis zur Ruinenstätte Runkuraqcay auf 3750 m, von wo man einen wunderschönen Ausblick genießen kann. Wenig später erreicht man den Runkuraqcay-Pass, mit 3900 m Höhe der zweithöchste Punkt der Wanderung. Der anstrengende Teil des Weges ist nun geschafft, von nun an geht es fast nur noch bergab. Es geht weiter vorbei an der Festung Sayaqmarca und an der Stadt über den Wolken und schließlich steil bergab über zahllose Stufen zum nächsten Tagesziel, Winaywayna. Das Camp liegt nur noch auf 2740 m, die Temparaturen werden wieder deutlich höher und man kann wieder etwas Zivilisation schnuppern, denn hier gibt es ein einfaches Hostel, in dem man auch Getränke kaufen kann.
Am letzten Tag bricht man schon sehr früh auf, noch vor Sonnenaufgang, um nach ca. 1,5 Stunden das Sonnentor zu erreichen. Dies ist der spektakulärste Moment der Wanderung, denn endlich liegt einem Machu Picchu zu Füßen! Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf die in eine grandiose Berglandschaft eingebettete Inkastadt. Es folgt ein letzter, ca. 45-minütige Abstieg und nach 4 Tagen erreicht man endlich das große Ziel: Machu Picchu!
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