Tsunami-Opfer im Mädchenwaisenhaus "Sukhita" auf Sri Lanka
Sri Lanka wird oft von Touristen besucht. Kaum jemand kennt das Mädchenwaisenhaus "Sukhita" bei Kalutara. Die Mädchen wurden durch den Tsunami zu Waisen und bestreiten jetzt ihr Leben in großer Gemeinschaft.
Kinder ohne Eltern finden eine Bleibe in Waisenhäusern. Das ist überall so, bei uns in Europa sowie in anderen Erdteilen. Auf Sri Lanka bei Kalutara findet man das Mädchenwaisenhaus „Sukhita“. Es ist eines der Tsunami-Waisenhäuser. In dem zweistöckigen, hellen Gebäude wohnen derzeit 90 körperlich und geistig behinderte Mädchen und Frauen, wie auch das Personal. Hinter dem Haus fließt ein Bach und dicht an dicht stehen herrliche, grüne Bäume. Man hört die Vögel zwitschern. Weiterhin gibt es draußen eine Spielecke für die Kinder, ein paar Bänke zum Ausruhen stehen auch dort. Selbstverständlich fehlt auch nicht die Buddha Gebetsstätte, die Betenden setzen sich auf den Boden davor. Das Mädchenwaisenhaus „Sukhita“ ist von einer Mauer umgeben, welche im oberen Abschluss Glasscherben aufweist. Diese schützt die armen Mädchen und Frauen . Kein Fremder kann sich so Zutritt verschaffen. Die Innenausstattung kann man leider nicht mit den europäischen Waisenhäusern vergleichen. Die Räume sind spärlich ausgestattet, ohne jeden erdenklichen Komfort. Bett an Bett steht dicht beisammen und kleine, zweitürige Schränke befinden sich noch im Raum. Für einen Europäer fast unverständlich, dass man so leben kann.
Die Mädchen sind einfach aber sauber gekleidet. Bei ihren Tänzen tragen sie wunderschöne Trachten. Im Mädchenwaisenhaus „Sukhita“ wird viel gesungen und getanzt. Tänze sind Lebensinhalt der Mädchen. Ansonsten basteln sie auch sehr gerne. Trotz ihres schweren Schicksals haben die Mädchen und Frauen Freude am Leben. Im Waisenhaus findet man auch einen öffentlichen Kindergarten. Die Kleinen in ihren hellgrünen, kurzen Hosen und gelben Hemden sind ein angenehmer Anblick.
Ehrenamtlich zuständig für das Mädchenwaisenhaus „Sukhita“ ist Rechtsanwalt Dr. Sepala Perera. Fünf Jahre wurde das Heim von einer schottischen Hilfsorganisation und drei Jahre von Holländern unterstützt. Der Staat kann nur im Monat pro Mädchen ca. 2,00 Euro zur Verfügung stellen. Die Bevölkerung hilft schon oftmals mit Lebensmitteln aus. Zwölf Mitarbeiter im Mädchenwaisenhaus „Sukhita“ warten auch auf Bezahlung. Dr. Sepala Perera ist immer wieder auf der Suche nach neuen Spendern. Aus Kärnten in Österreich kommen regelmäßig Hilfslieferungen wie diverse Lebensmittel, Haushaltsartikel, Spielzeug usw. Jede Spende, ob groß oder klein, wird dankend angenommen.
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