Übernachten in Japan - Hotel oder privat, Pension oder Jugendherberge?
Übernachten in Japan - Hotel oder privat, Pension oder Jugendherberge? Vor dieser Wahl steht jeder Tourist. Wertvolle Tipps zur Recherche von günstiger Unterkunft gibt es hier.
Japan ist teuer, was die Übernachtungen angeht. Stimmt. Japans Hotelzimmer sind superklein. Stimmt. Ein großzügig dimensioniertes Zimmer im Zentrum einer japanischen Stadt - auch in Kyoto oder Tokyo - für günstiges Geld zu bekommen, das geht aber trotzdem. Ich empfehle als Erstes, im Internet mögliche Hotels herauszusuchen. Der nächste Schritt ist, darüber zu entscheiden, welche von den hier schon besprochenen Hotels auf Grund der Lage oder der positiven Kritik in Frage kommen. Es gibt natürlich auch viele Möglichkeiten der Übernachtung. Übernachten in Japan - Hotel oder privat, Pension oder Jugendherberge? Vor dieser Wahl steht jeder Tourist. Wertvolle Tipps zur Recherche von günstiger Unterkunft sollen hier aufgezeigt werden.
Wenn man das besagte großzügig dimensionierte Zimmer im Zentrum bekommen möchte, dann kommen nur Luxushotels in Frage. Sind die Größenansprüche nicht so hoch, kann man auch kleinere oder sogenannte Businesshotels in Betracht ziehen. Will man typisch japanisch übernachten, sucht man Ryokans heraus - das sind Hotels, die ursprünglich für Japaner in japanischem Stil, aber inzwischen auch für Touristen eingerichtet wurden. Für bescheidenere Ansprüche, leider aber auch häufig verdreckt oder nicht sehr sicher, sind die Backpacker Unterkünfte, die meist in Form eines kleinen „Hotels“ auf einer Etage eines Wohnhauses ihr Dasein fristen, geeignet. Saubere und gute sehr preiswerte Alternative sind die Jugendherbergen. Fast schon exotisch und nicht sehr oft verfügbar, vor allem nicht in den Städten, sind Ferienhäuser in japanischem Stil - hier hat man häufig auf dem Lande mehr Glück als in den Großstädten. Also wie gestaltet man das Übernachten in Japan - Hotel oder privat, Pension oder Jugendherberge?
Fangen wir einmal hinten an in der Liste. Ferienhäuser findet man grundsätzlich nur durch intensive Internetrecherche, nicht über Reisebüros. So habe ich ein sehr schönes durch bloßes „googlen“ gefunden und war sehr begeistert. Der Preis ist sehr unterschiedlich, geht von ca. 100 Euro im günstigsten Fall bis hin zu mehreren hundert Euro - je nach Region und Ausstattung. Die Einrichtung ist in allen Fällen, die ich im Internet gefunden habe, typisch japanisch, und damit sollte man dann auch allein klar kommen können.
Jugendherbergen sucht und reserviert man am besten über die Internetsite des nationalen Jugendherbergsverbandes. Ich habe, als ich das erste Mal vor über 30 Jahren das erste Mal Japan bereist hatte, nur in Jugendherbergen übernachtet, die ich noch einzeln mit Postkarten von Deutschland aus reservieren musste. Diesen Aufwand muss man heute nicht mehr treiben, es gibt ja das Internet und die Möglichkeit, sich E-Mails zu schicken. Japans Jugendherbergen sind meist im internationalen Stil mit normalen Betten eingerichtet, und es gibt auch Einzel- und Doppelzimmer. Man sollte früh genug reservieren. Die Preise variieren stark, es gibt schon ein Bett für 20 Euro, aber auch Zimmer für den Preis von Hotelzimmern.
Kommen wir zu den sogenannten „Backpacker“-Unterkünften. Hier rümpfe ich meine Nase, weil ich mir in Japan im Sommer 2009 zwar einige davon, vor allem in Kyoto, angesehen habe, aber kein einziges „Billig-Hotel“ gefunden habe, das einen sauberen und sicheren Eindruck machte - entweder war es sauber und nicht sicher oder umgekehrt. Dies ist aber international fast in jedem Land so. Wem diese Gegebenheiten nichts ausmachen, der wird sein Glück in einer solchen Unterkunft finden. Die gibt es überall, auch in den Zentren von Großstädten. Häufig haben diese Hotels aber keine Klimaanlage, und das ist zum Beispiel im Sommer in den japanischen Großstädten - gelinde gesagt - sehr unangenehm.
Die Ryokans - das sind Pensionen oder Hotels, die vor über dreißig Jahren einzig und allein Japanern vorbehalten waren. Man ließ Fremde gar nicht herein. Das begründete sich darin, dass man Angst hatte, dass sich die Fremden nicht richtig verhalten würden und sich dann gegenüber den Japanern schämten. Heute sieht das anders aus, die traditionellen Unterkünfte sind für alle offen, aber meist sehr, sehr teuer. Mehrere hundert Euro für eine Übernachtung sind keine Seltenheit. Dafür hat man aber das absolute Gefühl, in Japan angekommen zu sein.
Und letztendlich komme ich zu den Hotels der „normalen Preisklasse“ und der „Luxuskategorie“. Hier gilt jetzt mein Tipp: Zunächst sollte man im Internet recherchieren, welche Hotels es gibt. Als Nächstes muss man sich dann darüber klar werden, wo das Hotel liegen soll - in der Stadtmitte oder doch lieber in einem Vorort? Mit den im Normalfall wenigen übrig gebliebenen Hotels geht man jetzt in die dritte Recherche: Wie bewerten Kunden diese Hotels? Hierzu gibt es diverse Foren und Informationsboards - zum Beispiel tripsbytips.de. Jetzt sollte man eine Rangfolge heraus gearbeitet haben - und erstaunlicherweise liegen die Luxushotels nicht immer ganz vorn. Schließlich kommt der letzte Schritt, die Websites der ersten fünf Hotels in der Liste werden aufgerufen. Hier stehen meistens bessere Preise, sogenannte specials, als man sonst über Vermittler im Internet bekommt. Und dann heißt es: Direkt buchen! Meist geht das problemlos in Englisch per E-Mail. So kann man - und ich könnte den Beweis jederzeit liefern - ein Doppelzimmer in einem absoluten Luxushotel der Fünf-Sterne-Klasse im Bahnhof von Kyoto für unter 100 Euro pro Nacht buchen. Spätestens jetzt sollte jeder die eingangs gestellte Frage: Übernachten in Japan - Hotel oder privat, Pension oder Jugendherberge? für sich beantworten können.
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