Unterwegs im wilden Osten - Im Leipziger Land per Fahrrad
Eine Fahrradtour um den Zwenkauer See, der zum Neuseenland im Leipziger Süden gehört, bietet Abenteuer in einer Landschaft im Umbruch. Man fühlt sich je nach Belieben in eine Canyon- oder Mondlandschaft hineinversetzt.
Im Süden von Leipzig können wir schon seit einigen Jahren Zeuge einer großartigen und einmaligen Landschaftsveränderung sein. Aus mehreren ehemaligen Braunkohle- und Kiestagebauen entsteht eine Seenlandschaft, das Leipziger Neuseenland. Es wird 18 Seen mit einer Fläche von 70 km² umfassen. Einige Seen sind schon fertig geflutet und gestaltet. Zum Beispiel der Cospudener See und der Markkleeberger See werden schon eifrig zur Erholung genutzt. Der Zwenkauer See wird mit knapp 10 Hektar der größte im Bunde werden. Hier wurde von 1921 – 1999 Braunkohle mittels riesiger Bagger im Tagebau aus der Erde geholt. Bis 2013 wird dieser See noch mit Wasser aus den aktiven Tagebauen Profen und Schleenhain sowie der Weißen Elster geflutet.
Heute schon kann man das bis zu 50 Meter tiefe Loch mit dem Fahrrad gut umrunden. Der Start ist sowohl direkt im Ort Zwenkau als auch entlang der B2 oder der B186 möglich. Auf der ca.22 km langen Strecke findet man unterschiedliche Wegverhältnisse vor. Zum Teil bewegt man sich auf den alten geschotterten Tagebaustraßen, die in unterschiedlichen Ebenen verlaufen. Andere Teilstücke sind bereits als asphaltierte Radwege ausgebaut. Von fast überall hat man einen guten Blick auf den entstehenden See. Nachrutschende Kippberge vermitteln fast den Eindruck, in einem Canyon-Gebiet zu sein oder eine Mondlandschaft vor sich zu haben. Am Südufer und auch am Westufer gibt es jeweils einen Aussichtspunkt. Wenn man so auf die inzwischen schon riesige Wasserfläche schaut, kann man sich kaum noch vorstellen, dass hier verschiedene Orte wie z.B. Bösdorf und Eythra standen, die nun schon lange verschwunden sind. Ebenso wie Straßen, Bahnstrecken und die Weiße Elster verlegt wurden.
Vom Frühjahr bis zum Herbst lädt ein kleines Motorschiff zu einer ca. einstündigen Rundfahrt ein. Die Anlegestelle ist am Südufer unterhalb des Kap Zwenkau. Der Ausstellungspavillon Kap Zwenkau thront über dem Hafenbecken und bietet sich für eine Pause an. Die Architektur erinnert an eine Förderbrücke. Im Inneren gibt eine kleine, interessante Ausstellung die einen Überblick zur Entwicklung des Tagebaus bietet. Das Restaurant ist vielleicht im Frühjahr wieder geöffnet. Von der Aussichtsplattform hat man einen guten Überblick über den See. Im Gebiet rund um das Kap Zwenkau entstehen gegenwärtig ein Park, Hafenanlagen und ein neues Wohngebiet.
Ferienhaus, 1 Pers.40 qm, Schkeuditz ab 123€ buchen
Vivaldi Leipzig, Leipzig7 Tage Sachsen, 3 Sterne DZ, Frühstück ab 333€ buchen
Im südlichen Teil des Weges kann man auch einen Abstecher in den Auenwald machen. Insbesondere im Frühjahr sind hier u.a. Schlüsselblumen, Märzenbecher und Bärlauch zu finden. Der nördliche Abschnitt führt über Kippengelände, welches aus diesem Tagebau aufgeschüttet und schon vor Jahren bepflanzt wurde. Hier sind neue Wälder mit beeindruckenden kleinen Biotopen entstanden. Der Erlebnispark Belantis liegt in der Nähe des Rundweges und die Pyramide des Parks ist über die Bäume hinweg zu sehen.Der Fahrradweg um den Zwenkauer See soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden und außerdem ist ein Gewässerverbund mit dem Cospudener See geplant, so dass in Zukunft auch Wassersportfreunde auf ihre Kosten kommen.
Weiterführende Inhalte zu Unterwegs im wilden Osten - Im Leipziger Land per Fahrrad
Ferienhaus, 3 Pers.25 qm, Halle (Sachsen-Anhalt) ab 263€ buchen
Achat Messe Leipzig, Leipzig4 Tage Sachsen, 3 Sterne DZ, nurÜbernachtung ab 316€ buchen
