Uracher Wasserfall

Wer nach Bad Urachs warmen Thermalquellen eine spritzige Erfrischung braucht, kann zum Uracher Wasserfall spazieren. Dort gibt es sogar einen Kalknasen-Friedhof zu bewundern.

Der Uracher Wasserfall liegt im Maisental und wer auf dem Weg dorthin nach links blickt kann die Ruine des Hohen Urachs zwischen den Bäumen erkennen. Parkmöglichkeiten gibt es bei der Ermstalbahn-Haltestelle Bad Urach - Wasserfall. Von dort aus sind es gute 20 Minuten bis zum Fuß des 37 Meter hohen Wasserfalls. Dort angekommen mag der kulturinteressierte Zeitgenosse vielleicht das Mörike-Gedicht "Ein Wasserfall, mein Freund ..." vortragen oder einfach die Wassermassen beim Herabstürzen bewundern.

Wegen des hohen Kalk-Gehalts des Wassers setzen sich übrigens die Kalkpartikel oben am Wasserfall ab und bilden eine sogenannte Kalknase die dann und wann zu schwer wird und abricht. Unten fallen die abgebrochenen Nasen unter den Wasserfall und werden von Moos überwuchert. So hat sich über die Jahre ein 50 Meter hoher Abhang gebildet, denn das Wasser hinunterfließt. Es lohnt sich auch die Stufen zum Wasserfall hinauf zu steigen und die Nase genauer zu beäugen.

Die Wassermenge variiert stark. Nach Regengüssen oder der Schneeschmelze stürzen beträchtliche Wassermassen in die Tiefe, während der Wasserfall im Hochsommer eher ein Nieselregen ist. Auch dies hat seine Vorteile, so bekommen die Wanderer in der Sommerhitze eine kleine Abkühlung, wenn sie die Stufen zum Aufstieg wählen, die direkt am Wasserfall vorbeiführen. Außerdem findet sich auf der Plattform oberhalb des Wasserfalls ein bewirteter Kiosk. Ein Rundweg führt zurück zum Parkplatz. Natürlich kann man auch dem Bach des Wasserfalls folgen, auch der führt jeden Wanderer zurück nach Bad Urach. Der Weg zum Wasserfall dient auch gut als Anfang einer längeren Wanderung auf die Schwäbische Alb.

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Autor: whereever  29.10.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja (2) | Nein

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