Urlaub am Riegsee - Kirchen und Klöster im Pfaffenwinkel
In einer der schönsten Regionen Oberbayerns macht man Urlaub am Riegsee. Kirchen und Klöster im Pfaffenwinkel bezaubern mit barocker Pracht und ausgesuchten Spezialitäten
Irgendwo im Vorland der Alpen, südlich von Ammersee und Starnbergersee und östlich des Lechtales, aber ganz bestimmt nördlich von Oberammergau liegt der Pfaffenwinkel in Bayern. So ganz genau weiß niemand ihn einzugrenzen, denn er war immer nur ein Begriff für die Region mit einer Vielzahl von Kirchen und Klöstern, nie definiert mit geographischen Grenzen. Und die katholischen Stätten wurden und werden von den Priestern, im Volksmund früher Pfaffen, betreut. Am besten lässt sich dieses Gebiet also an den Namen seiner sakralen Sehenswürdigkeiten festmachen. So kann man zum Beispiel seinen Urlaub am Riegsee verbringen. Er liegt mittendrin in dieser herrlichen Landschaft der Seen und Hügel, von denen man die schneebedeckten Gipfel der Alpen schon fast greifen kann. Garmisch mit der Zugspitze liegt nicht mal 25 km entfernt. Das fast 100 ha große Gewässer ist als Moränensee der letzten Eiszeit ohne oberirdischen Zu- und Ablauf. Sein Wasserstand wird lediglich durch Regen- und Grundwasser und Versickerung reguliert.
Im romantischen Riegsee, dem gleichnamigen Ort, oder in den Voralpendörfern rund um den Riegsee lässt es sich trefflich Urlaub machen. Als Ausgangspunkt für Wanderungen, Radtouren und Autofahrten zu den Kirchen und Klöstern ist der Riegsee ideal. Nicht weit entfernt liegt das Benediktinerkloster Ettal, das neben seiner gotischen und ins barocke veränderten Bausubstanz mit der Basilika berühmt ist für seine Braukünste und die kräftigen Kräuterliköre. Ähnliches kann man von der Abtei Benediktbeuren im Osten des Pfaffenwinkels sagen. Als ehemalige Benediktinerabtei ging sie jedoch in den Besitz der Salesianer Don Boscos über. Viele weitere Klöster liegen im Pfaffenwinkel, so Polling, Steingaden, Rottenbuch, und Wessobrunn, das fast am Lech im Westen liegt. Das Kloster Wessobrunn ist berühmt für die älteste bekannte christliche Handschrift. Sie trägt den Namen Wessobrunner Gebet und wurde dort gefunden.
Knapp 30 km weiter südlich liegt in Bayern ein weiteres Kleinod des Pfaffenwinkels, die Wieskirche, oder kurz Wies, wie sie auch genannt wird. Als 1738 die Bäuerin Maria Lori Tränen im Gesicht eines Abbilds des gegeißelten Heilands gesehen haben soll, sei eines der katholischen Wunder geschehen. Der Ort wurde zur Wallfahrtsstätte und bald musste eine nach der Erscheinung gebaute Kapelle der heutigen Wieskirche weichen. Sie wurde im bayerischen Rokoko-Stil zwischen 1745 und 1754 erbaut. Ihr vollständiger Name ist Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies. 1983 erklärte die UNESCO die Wieskirche zum Weltkulturerbe. 159 Kirchen sollen es sein - die Zahl der Klöster ist nicht angegeben - die eine der schönsten Regionen Oberbayerns, den Pfaffenwinkel rund um den romantischen Riegsee ausmachen.
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