Urlaub in Ruhlsdorf
Saftig grüne Wälder, viele glitzernde Seen und zahlreiche Rad- und Wanderwege sorgen für einen erholsamen Urlaub in Ruhlsdorf.
Nicht weit von Berlin entfernt liegt die 500 Seelen Gemeinde Ruhlsdorf. Da wir in diesem Jahr keine Lust auf langwierige Reisestrapazen hatten, beschlossen wir dem idyllischen Ort eine Chance zu geben, und verbrachten unseren Urlaub in Ruhlsdorf. Um unsere eigenen Fahrräder mitnehmen zu können, fuhren wir mit der Bahn, zuerst mit der S-Bahn bis Karow und dann weiter mit der Heidekrautbahn bis zum Bahnhof Ruhlsdorf-Zerpenschleuse. Dort angekommen stiegen wir in die Sattel und setzten den Rest des Weges auf unseren Rädern fort.
Unser Urlaubsdomizil war eine kleine private Bungalowanlage, die wir über den Ferienhausanbieter Novasol gebucht hatten. Der Vermieter wohnte nicht vor Ort, sondern kam extra zu jeder An- und Abreise angefahren, so auch bei unserer Ankunft. Er gab uns den Schlüssel, zeigte uns die kleine Anlage und führte uns in unser vorläufiges Zuhause. Insgesamt standen dort etwa acht bis zehn braun gestrichene Bungalows in paralleler Anordnung. Wir hatten zwei Schlafzimmer, einen wirklichen winzigen Aufenthaltsraum, eine Mini-Küche und ein schönes Bad. Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, gingen wir auf Entdeckungstour. Was stand uns für unseren Urlaub in Ruhlsdorf alles zur Verfügung? Hinter dem Bungalow waren zwei Tischtennisplatten, somit war für sportliche Aktivitäten gesorgt. Vor unserem Bungalow führte ein kleiner Pfad direkt zu einer privaten Badestelle am Ruhlesee. Zu unserem Entzücken lag dort auch ein kleines Tretboot, mit dem wir gemütlich den großen See erkunden konnten.
Ruhlsdorf entdecken
Nachdem wir die Ferienlage bis in den letzten Zipfel erkundet hatten, fingen wir an die naheliegende Umgebung auszukundschaften. Direkt neben unserer Unterkunft befand sich ein riesiger Campingplatz – Familiencamping Ruhlesee. Während wir von dessen Existenz am Tage nicht viel mitbekamen, war es umso schöner allabendlich unterhaltsame Klänge von dort zu vernehmen. Hinter unserer Herberge, die unmittelbar von riesigen Wäldern umgeben war, versteckte sich noch ein kleiner Badesee mit herrlichen Liegestellen und winzigen Stränden. Da der Urlaub in Ruhlsdorf auch aktiver Erholung gedacht war, und sich der See von der Größe her ideal zum umrunden eignete, verbrachte ich einige Zeit damit zu joggen. Am angenehmsten war es, wenn unser Hund dabei war, wer allerdings wem hinterherlief ist schwer zu sagen.
Wir setzten unseren Rundgang fort und entdeckten, dass es außer dem Campingplatz noch ein Feriendorf in unserer unmittelbaren Nachbarschaft gab. Das Feriendorf Dorado war voll mit Kindern, die wild umher tobten. Der Lautstärkepegel erreichte unsere Anlage jedoch nie. Ansonsten hatte der kleine Ort nicht viel zu bieten. Der Tourismus war komplett auf den großen Ruhlesee ausgerichtet und beeinflusste dank etwas abgeschiedener Lage auch keinen der Einwohner. Den ersten Abend von unserem Urlaub in Ruhlsdorf verbrachten wir dann ganz entspannt auf unserer eigenen Terrasse, die neben Tisch und Stühlen auch ausreichend Platz bot.
Aktive Erholung in Ruhlsdorf
Die nachfolgenden Wochen verbrachten wir fast ausschließlich aktiv. Das grüne Gebiet eignete sich hervorragend für Unternehmungen und so war an Passivität nicht wirklich zu denken. Sobald die Sonnenstrahlen unsere Nasen kitzelten, zogen wir los zum See. Da er kleiner war als der Ruhlesee, und weder an den Campingplatz noch an das Feriendorf angeschlossen ist, konnten wir seelenruhig Bahnen schwimmen, Wasserball spielen oder riesige Deckenlandschaften erstellen, auf denen wir uns gemütlich sonnten. Weil soviel Planschen hungrig macht, brauchten wir für unseren Urlaub in Ruhlsdorf ein schönes Lokal. Dieses entdeckten wir ziemlich schnell, bei einer kleinen Tour ins benachbarte Sophienstädt. Gleich am Ortseingang lag das niedliche Café Sophiengarten, das die wohl leckersten Eisbecher hervorzauberte, die wir uns wünschen konnten. Dementsprechend oft waren wir dort freundlich bediente Gäste.
Da die Gegend weit mehr zu bieten hatte und das Wetter nicht immer strahlend schön war, zog es uns in regelmäßigen Abständen auf unsere Fahrräder. Sehr gut beschilderte Radwege führten uns durch den herrlich duftenden Wald. Der Eiserbudersee und der Bukowsee waren zwei weitere große Seen, die wir dabei entdeckten. Die umliegenden Dörfer und Kleinstädte lagen ebenso auf unserer Route. Da wir aber mit dem Fahrrad unterwegs waren, fuhren wir durch die meisten einfach durch. Ein großer Tagesausflug musste bei unserem Urlaub in Ruhlsdorf dabei sein, und so entschieden wir uns, die Stadt Eberswalde zu besuchen. Zum Glück hatten wir für den Hund einen Fahrradkorb dabei, denn diese Strecke forderte uns einiges ab. Eine großzügige Mittagspause legten wir im Familiengarten Eberswalde ein, der sich am Südufer des Finowkanals befindet. Die Strecke von Eberswalde nach Finowfurt führt fast permanent am Finowkanal entlang und gehört für mich zu den schönsten Radwanderwegen Europas.
Um unseren Urlaub in Ruhlsdorf gebührend abzuschließen, nahmen wir uns für die Heimfahrt eine neue Radstrecke vor. Die Naturparkstadt Biesenthal führt direkte Bahnverbindungen nach Berlin, und so schien sie uns als geeignetes Ziel. Kilometerlang ging es durch Wald und Wiesen, bevor wir den Ortseingang erreichten. Von dort mussten wir einmal quer durch die Stadt bis ans andere Ende zum Bahnhof radeln. Inzwischen hatte es auch etwas zu regnen begonnen, was jedoch der Grund dafür war, dass wir bei der Abfahrt mit einem riesigen Regenbogen belohnt wurden.
