Venezuela - Eine Reise für Abenteurer
Venezuela - kein Pauschalurlaub im Mittelmeer, sondern ein Trip in eine andere Welt wie aus einer anderen Zeit. Nicht alles ist hier sicher, organisiert und geplant, aber genau das macht auch den Reiz aus.
Das Spektakel beginnt. Mein großer Reiserucksack ist gepackt und es geht zum Flughafen. Einchecken, Zwischenstopp in Lissabon, dann der Flug über den Atlantik. Ich war schon vorher in Südamerika, allerdings was mich jetzt erwartet, stellte sich später als eine ganz andere Welt heraus, als ich sie vorher kennengelernt hatte. Meine bisherigen Reiseerfahrungen bezogen sich auf den “kuscheligen” Süden Brasiliens, der stark westliche und europäische Züge trägt, und vergleichbare Gebiete wie Montevideo, Uruguay, und Buenos Aires, Argentinien. Venezuela ist eine komplett andere Welt! Eine reiche und schöne Welt, jedoch nicht ohne Gefahren. Natürlich konnte ich im Vorfeld nicht wirklich behaupten, Südamerika zu kennen. Das wäre, als ob ein Australier eine Woche in Hintertupfingen verbringt und dann behaupten würde, er kenne Europa... wobei Buenos Aires und Montevideo dann jedoch vielleicht doch etwas mehr zu bieten haben als Hintertupfingen...
Schon der Blick auf die Reiseanzeige im Flugzeug lässt den Eintritt in eine neue Welt vermuten. Wir betreten eine neue Zeitzone. Während die meisten Zeitzonen dieser Welt jedoch durch volle Stunden voneinander getrennt sind, liegt Venezuela fünfeinhalbStunden vor der Zeit in Deutschland, eine Sommerzeit gibt es nicht! Das war nicht immer so und gehört zu den mannigfaltigen Änderungen, die in den letzten Jahren im Land durchgeführt wurden. Warum das so ist, sollte ich später erfahren.
Nach der Landung in Caracas heißt es den Grenzposten passieren. Dies dauerte gut eine Stunde. Es mag damit zusammenhängen, dass ich nicht dem allgemeinen Trend folgte und nach der Landung wie ein Irrer in Richtung Grenzbüro rannte. Ich ließ es ruhig angehen, war schließlich im Urlaub, also ließ ich den wild gestikulierenden Latinos den Vortritt. Zudem verbrachte ich sicherlich eine geraume Zeit damit, das Einreiseformular auszufüllen. Sie wollten ALLES wissen, über ALLES, was ich dabei hatte! Wie viele Kleidungsstücke welcher Art, wie viele Zeitschriften welchen Typs. Jeder Gegenstand, den ich mit mir führte, sollte genau aufgeführt werden. Ich arbeite nebenberuflich als Agent für eine britische Universität und hatte eine Vielzahl Werbematerialen zum Thema Studium in Großbritannien dabei. Welche Implikationen mag das haben? Bin ich für sie ein kriminelles Subjekt, jemand, der ihnen die Landesbürger rauben will? Ein wenig mulmig ist mir schon, zumal ich das Gefühl habe, umringt zu sein von gefährlich dreinblickenden Gestalten in heruntergekommener Kleidung und noch gefährlicher dreinblickenden Gestalten mit Schlips und schwarzem Anzug. Die Flucht nach vorn mag die beste Strategie sein. „Hey, wie geht’s, hatten Sie einen guten Flug?“ ging ich auf die vor mir in der Schlange wartende Gruppe junger Männer zu. Sie warfen zunächst mir einen finsteren Blick zu, schauten einander dann wortlos an und verharrten in der selbst gewählten Stille für die folgenden 35 Minuten vor dem Immigrationsposten. Was war das? Das Vorurteil des kontaktfreudigen Südländers traf zumindest hier nicht zu. Ich sollte in naher Zukunft ähnliche Erfahrungen machen.
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Der Grenzbeamte nahm meinen Pass und schaute mich an wie einen feindlichen Spion. Jetzt hatte ich ernsthafte Zweifel, ob ich das Land tatsächlich betreten dürfe. Er schaute mich noch einmal an, warf einen weiteren Blick auf meinen Pass und holte einen Kollegen zu Hilfe. Ich verstand schon etwas Spanisch zu dem Zeitpunkt, sie sprachen allerdings so leise zueinander, dass ich nichts verstehen konnte. Wie lange ich bleibe? Etwa eine Woche, so wie auf dem Papier vermerkt. Ich kannte meinen genauen Ausreisetermin noch nicht, hatte auch kein Hotel gebucht, wollte die Sache jedoch jetzt nicht noch komplizierter machen. Ich spürte den Schweiß auf meiner Stirn. Mein Pass verschwand in einer Nebenkabine. Nach einiger Zeit kam er jedoch zurück und ich durfte passieren. Ich sah, dass hinter dem Tor, das alle Fluggäste passierten eine kleine Menschenmasse mit Kofferkulis und Wechselgeldbündeln warteten, fand auf dem Weg dorthin einen Geldautomaten und hob 600 venezolanische Bolivar ab (zu dem Zeitpunkt etwa 200 Euro), ein Fehler, wie sich später herausstellen sollte!
Ich musste das Tor passieren. Es kam mir vor wie das Tor zur Hölle, als ich die wabernde Masse dahinter sah. Hätten sie mich bloß nicht hereingelassen. Was mache ich in diesem Land, tausende Kilometer entfernt von daheim? Es gab jetzt allerdings kein Zurück mehr. Die ersten drei Kofferkulis konnte ich loswerden. Ich wollte Kontakt aufnehmen zu Einheimischen, mit denen ich zuvor im Internet gesprochen hatte. Ich hoffte, es gäbe ein Internetcafé im Flughafen. Auf der Suche danach klebte sich jedoch ein „hilfsbereiter“ Mensch an mich, der für die nächste Zeit wie ein Satellit an mir dranbleiben sollte. Was ich suche? Ein Internetcafé. Der Flughafen ist nicht der größte, es sollte also nicht zu schwierig sein, eins zu finden - oder zumindest die Erkenntnis, dass es keines gibt. Ja, hier gibt es eins, kein Problem. Er glaubt hoffentlich nicht, dass er für diese Auskunft fürstlich entlohnt wird. Nein danke, ich kann meinen Rucksack selbst tragen (und mein Geld auch selbst behalten)! Ja, ich bin zum ersten Mal hier. Nein, ich brauche jetzt kein Taxi. Ich weiß noch nicht, wie lange ich bleibe. Nein, ich brauche kein Hotel, das er mir vermittelt. Nein, ich will auch kein Geld wechseln. Wie viele Fragen will er mir noch stellen? Aus Mangel an Alternativen folge ich ihm. Es gibt auch tatsächlich ein kleines Internetcafé. Hier heißt es eine Weile warten, dann wird der Zugang zum Weltnetz möglich.
Ich trinke ein Wasser, warte auf einen freien Rechner und kann schließlich online gehen. Es muss mein Glückstag sein. Nur Absagen. Keiner der Kontaktierten kann sich mit mir zu treffen. Es heißt also von vorne beginnen. Ein Hotel kommt natürlich nicht infrage. Erstens zu teuer und zweitens nimmt es dem Ganzen ja den Reiz. Nach diversen erfolglosen Suchen stoße ich schließlich auf die Nummer dreier Personen, einer davon heißt Nelson und macht auf mich zunächst den besten Eindruck. Meine Zeit ist abgelaufen! Nein, ich lebe noch, nur das Tor zur Online-Welt hat sich geschlossen. Ich frage nach einem öffentlichen Telefon. Ja, gibt es, allerdings am anderen Ende des Flughafen. Meine Güte... kein Wunder, dass in diesem Land nichts funktioniert!
Ich verlasse das Café und will mich auf den Weg machen, das Fernsprechgerät zu finden. Ich hatte ihn schon vergessen, obwohl ich doch zwischenzeitlich so froh war, den Typen losgeworden zu sein. Jetzt klebt er jedoch wieder an mir dran. Über eineinhalb Stunden hatte er draußen auf mich gewartet. Dafür will er sicher ein Vermögen! Zudem sehe ich, dass es immer später wird und in einer Weile die Sonne untergeht, ein Zustand der diesen ohnehin schon recht bedrohlichen Ort nicht unbedingt attraktiver macht. Zudem bin ich noch immer im Flughafen, einem recht modernen Bereich. Wie mag es erst da draußen aussehen?!
Ich bin für weitere Minuten Wegstrecke das Zielobjekt eines hochfrequenten und zielorientierten Frage-Feuerwerks, schaffe es jedoch in den subjektiv gesehen sicheren Hafen des Telefonkabinen-Ladens. Die ersten zwei Nummern sind nicht zu erreichen. Meine Situation scheint aussichtslos. Der Typ oder einer seiner Kumpels raubt mich aus und ich muss irgendwie bekleidet mit dem letzten Hemd die Deutsche Botschaft finden. Warum sollte es mir anders gehen als zahlreichen anderen Deutschen täglich in diesem Land? Nach langem Klingeln hebt Nelson ab. Es spricht gutes Englisch. Ich muss verstehen, dass er kein Hotel ist. Ich kenne keinen seiner Freunde und er weiß nicht, ob er mich beherbergen kann. Es mag sein, dass dies möglich ist, aber dazu müssen wir uns zunächst treffen. Ich soll den blaugelben Bus nehmen, der draußen wartet, zum Stadtzentrum fahren und von dort aus per Taxi zu seinem Haus. OK, immerhin habe ich jetzt einen Plan. Die Frage ist nur, was der Typ mit mir tun wird, während ich draußen versuche, den Bus zu nehmen.
Glücklicherweise kommt der Bus direkt an, als ich gefolgt von meinem neuen Busenkumpel den Bussteig erreiche. Der Bezahlvorgang gestaltet sich unkompliziert und die anderen Fahrgäste machen einen recht sympathischen Eindruck. Endlich bin ich den Typen los! Das Taxi in die Stadt hätte ein Vielfaches des Buspreises gekostet. Endlich weiß ich in etwa, wo ich hin möchte. Endlich sind ein paar angenehmere Menschen um mich herum. Auf der etwa 45-minütigen Reise unterhalte ich mich angeregt mit einem Geschäftsmann und einer Dame. Wir wollen uns ein Taxi teilen, ab der Endhaltestelle des Busses. Nach der Ankunft steht er mit zwei Flaschen Bier neben mir, ich nehme dankend an, fühle mich nun schon wesentlich besser. Das Taxi bringt mich zu Nelson und es wird sich herausstellen, dass ich eine knappe Woche dort bleiben werde. Das Gefühl der Besorgtheit ist, unterstützt durch die gewonnene Sicherheit der Herberge und die neuen Eindrücke, der freudigen Aufregung der Erkundung eines neuen Landes gewichen!
In den kommenden Tagen konnte ich die Eigenheiten Venezuelas kennen lernen. Dabei ist sicherlich insbesondere der Einfluss der Person Hugo Chavez von enormer Bedeutung. Wann immer ihm danach ist, sein Volk anzusprechen, so geschieht dies. Nahezu täglich zeigen die Fernsehkanäle des Landes sein Gesicht. Seine Live-Ansprachen werden auf alle staatlichen Sender parallel übertragen. Es gibt nahezu nur staatliche Kanäle. Ein Kanal, der oppositionsnah schien wurde kurzerhand von ihm verboten, ein paar Monate bevor ich im Land eintraf. Jeden Sonntag ist seine Show Ola Presidente zu sehen, ein mehrstündiges Spektakel, das mehr an eine Vormittagstalkshow erinnert als an eine Fernsehübertragung der politischen Führungselite des Landes.
Innerhalb meiner Zeit erfuhr ich, welche Anpassungen des Landes durch das aktuelle Regime durchgeführt wurden. Dies waren einige. Kommen wir beispielsweise zurück auf den Zeitunterschied von fünfeinhalb Stunden. Während einer Liveübertragung kam ein Anruf herein. Ein Familienvater klagte dem Präsidenten sein Leid darüber, dass seine Tochter im Dunklen zur Schule gehen müsse. Eine Lösung wurde schnell gefunden. Die Zeit wurde einfach 30 Minuten verschoben. Wechsel geschehen anscheinen schnell und einfach in Venezuela, zumindest wenn sie von Regierungsseite entschieden werden. Welche Implikationen ein derartiger Eingriff in das Zeitsystem des Landes hatte wurde sicherlich nicht unbedingt tiefgründig recherchiert.
Der Name des Landes wurde in "Bolivarianische Republik Venezuela" geändert. Man sieht sich gerne in der Nachfolge des großen Befreiers Simon Bolivar. Die Währung wurde kurzerhand angepasst. Statt Bolivares handelt man inzwischen in Bolivares FUERTES ("starke Bolivares"). Darüber hinaus wurde das Wappen geändert. Eines Tages gefiel dem Staatschef das Layout nicht mehr sonderlich. Es wurde also einfach mal schnell geändert... Das Land erinnerte mich ein bisschen an Zustände in Ostdeutschland vor 1989. Starke Kontrolle eines Staates, der sich nicht gern hinterfragen lässt. Alles geschieht laut der Führungsriege jedoch für das Gemeinwohl, im Sinne des Sozialismus. Kritik ist unerwünscht.
Die allgemeine Sicherheitslage des Landes ist haarsträubend. Schüsse zu hören ist selbst im Tageslicht keine Seltenheit. Gangster auf Motorrädern springen bewaffnet in Richtung Passanten, die nicht rechtzeitig fliehen können, nehmen ihnen die Wertsachen ab und machen sich fix auf den Weg zum nächsten Opfer. Alles einstudiert. Ich war froh, nach ein paar Tagen im vermeintlich sichereren Kolumbien angekommen zu sein. Wann immer ich in Caracas jemanden auf der Straße traf, der sah, dass ich nicht von hier war, wurde ich gewarnt aufzupassen und schnell wieder nach Hause zu gehen. Nur bei Regen mag es manchmal etwas sicherer sein, da die Gangster weniger Grip auf ihrem Motorradreifen hätten und daher weniger frequent auf Raubzug gehen. Die Menschen schienen es ferner schwer nachvollziehen zu können, dass jemand freiwillig in dieses Land reist, ohne geschäftliche Vorhaben zu verfolgen. Selbst letzteres sei inzwischen bereits kaum noch zu sehen.
Am Abend machten Nelson und ich uns auf in Richtung Diskothekenviertel. Ich war schwer überrascht vom Stil, den man hier entwickelt hat. So gab es eine Lounge, in der eine Hängematte an der Decke befestigt war, die genug Platz für eine Fußballmannschaft böte. Ähnlich wie die sonstigen Sofas und gemütlichen Sitzgelegenheiten innerhalb der Lokalität, gab es auch in der Hängematte gemütliche Kissen, auf denen man sich gehen lassen konnte. Selbst Drinks zu bestellen war von dort aus möglich. Langsam fing ich an zu verstehen, wie die Menschen hier ihre Zeit genießen konnten, ohne sich von den offensichtlichen Problemen des Landes aus der Ruhe bringen zu lassen. Ein Club war hier gemütlicher als der andere. Es gab exotische Drinks, Musik, bei der man komplett abschalten oder abfeiern konnte, und Mädchen, die zum träumen einluden. Es wurden lange Nächte, bis ich mich auf den Weg machte.
Das nächste Reiseziel war Bogota, Kolumbien. Ich hatte gehofft, ein öffentliches Verkehrsmittel zwischen den beiden Hauptstädten dieser aneinander grenzenden Länder zu finden. Wie sich herausstellt eine sehr eurozentristisch fehlgeleitete Annahme. Nicht einmal eine private Busfirma konnte ich finden. Nelson empfahl mir eine Firma, die zu einem bestimmten Punkt weiter im Westen des Landes fuhr und einen Abfahrtsort an einem relativ sicheren Punkt hatte. Dies sei ein wichtiges Detail und es sei ein paar Bolivares fuertes extra wert. Ich wollte jedoch die harte Tour ;-) Der öffentliche Busbahnhof von Caracas war tatsächlich so überfüllt und hektisch, wie mir in Erzählungen beschrieben wurde. Man wird umringt von Menschen, die einem ein Angebot nach dem anderen machen. Es lief jedoch letztendlich alles gut und ich kam für wenig Geld weiter nach Kolumbien.
Reiseinfos:
Alle für die Einreise notwendigen Dokumente sollen bereitgehalten werden, um am Grenzposten im Flughafen Zeit zu sparen. Dazu gehört neben dem eigentlichen Pass auf jeden Fall das Formular, das im Flugzeug oder im Flughafen ausgegeben wird. Die Uhr sollte fünfeinhalb Stunden zurückgestellt werden. Wer im Vorfeld Transport zur Unterkunft nach der Landung organisiert hat Vorteile. Es gibt dubiose Gestalten an vielen Ecken, die nicht primär am kulturellen Austausch mit Auswärtigen interessiert sind.
Der venezolanische Bolivar wird künstlich durch die Regierung hochgehalten. Geld bei Einheimischen zu tauschen gibt einen Umrechnungskurs, der etwa doppelt so hoch ist, wie der offizielle Kurs, der am Automaten ausgegeben wird. Das Tauschen ist vielerorts möglich, jedoch nicht legal! Dies zieht viele schwarze Schafe an, die man tunlichst vermeiden sollte, vor allem im Flughafenbereich. Die Währung ist jedoch außerhalb Venezuelas nicht erhältlich, daher sollte schon ein bisschen Geld für die ersten Ausgaben im Flughafen abgehoben werden. Wer nur mit Kreditkarte bezahlen möchte, wird wesentlich teurer leben, da er ausschließlich den offiziellen Kurs bezahlt und es zudem schwer haben, genügend Orte zu finden, die Kreditkarten akzeptieren. Gute Wechselkurse lassen sich häufig in den folgenden Lokalitäten finden: Heimelektronikfachhandel, Schmuck- und Uhrenläden, Möbelgeschäfte und Kiosks in touristischen Gebieten.
Öffentliche Transportmittel sind günstig, aber nicht unbedingt sicher. Taxis benutzen in der Regel kein Taxameter. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, den Preis vor der Fahrt zu vereinbaren, sonst kann man Überraschungen erleben. Dies gilt insbesondere Bei Taxen an belebten Plätzen wie Bahnhöfen, Marktplätzen und Einkaufszentren. Weiterhin ist die Ortskenntnis der Fahrer häufig sehr begrenzt. Eine korrekte Adresse reicht in vielen Fällen nicht aus. Stadtkarten sind nicht weit verbreitet, wer im Vorfeld eine organisieren kann ist im Vorteil.
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Caracas, Venezuela