Verhaltensregeln für einen Kiezbesuch in Hamburg St. Pauli
Hamburg St. Pauli ist geprägt von vielen kulturellen Einflüssen. Damit es ein unvergessener Kiez-Aufenthalt wird, gibt es ein paar Regeln, die man beherzigen sollte.
Hamburgs Stadtteil St. Pauli gilt als der toleranteste der Hansestadt. Hier arbeiten, leben und amüsieren sich Huren, Zuhälter, Yuppies, Punker, alte St. Paulianer, Touristen, Theaterfans, feierlustige Teenies und Obdachlose in mehr oder minder friedlicher Gesellschaft. Damit die sündige Meile auch für die Gäste in bester Erinnerung bleibt, sollten einige Verhaltensregeln beachtet werden. Keinesfalls sollte man schlecht über die auf St. Pauli arbeitenden Huren sprechen. Die sündige Meile ist ihr Arbeitsplatz – und nicht selten auch ihr zu Hause, wo sie sich vor Anfeindungen geschützt fühlen.
Flaschenverbot auf dem Kiez
Ebenso darf man sich niemals in Gespräche und Streitereien einmischen, da es sich bei den Streithähnen gerne mal um zwei Zuhälter oder einen Zuhälter und seine „Frau“ handeln könnte. Auf dem Kiez macht jeder sein Ding – Unklarheiten werden untereinander geklärt. Generell gilt von Freitag 22 Uhr bis Montag 6 Uhr, sowie in den Nächten vor und nach etwaigen Feiertagen ein Flaschenverbot. Also nicht wundern, wenn es an Kiosken und Tankstellen rund um die Reeperbahn Bier nur in Plastikflaschen gibt. Da in der Vergangenheit Glasflaschen immer wieder als Waffen missbraucht wurden, gilt dieses Flaschenverbot in einer Zone links und rechts der Reeperbahn. Wer sich nicht an dieses Verbot hält und von einem der unzähligen Zivilfahnder erwischt wird, muss mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro rechnen.
Sicherheitshinweise
Generell gilt rund um den Kiez ein striktes Waffenverbot, welches durch gelbe Hinweisschilder mit eindeutigen Symbolen gekennzeichnet ist. Besonders an den Wochenenden (Freitag/ Samstag) muss mit professionellen Taschendieben gerechnet werden. Also Wertgegenstände, wie teuren Schmuck, Uhren usw. am besten im Hotelsafe lassen. Da die Geldbörse ja unvermeidbar mit muss, lieber im Innenteil der Jacke verstecken – und nur das notwendigste an Geld mitnehmen. Die Abzocke wartete nämlich nicht nur in Form von Taschendieben, sondern gerne auch mal in Clubs, Bars und Kneipen. Deshalb vor der Getränkebestellung immer erst einen Blick in die Getränkekarte werfen – und erst dann bestellen! Sonst könnte es bei der Abrechnung schnell zu großen Missverständnissen mit dem Kellner kommen. Und das endet für den Gast meist negativ.
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Vorsicht vor dem „kobern“
„Kobern“ tun neben den Huren auch die sogenannten „Koberer“ - Männer, die vor den Sex-Clubs stehen und die Touristen mit heißen Versprechungen ins Innere locken. Doch Vorsicht! Manchmal können „Koberer“ ziemlich hartnäckig sein. Aber niemals aggressiv oder beleidigend werden. Ein deutliches „Nein, danke“ reicht meist aus. Wenn nicht, einfach gehen! Die Sex-Geschäfte auf dem Hamburger Kiez laufen schlecht, deshalb werden die Methoden immer dreister. Besonders bei den Huren, die sich auf der Straße anbieten, muss der Mann auf sein Geld achten. Es kommt nicht selten vor, dass eine Professionelle auf der Straße 50 Euro sagt und in der Steige ist der Mann plötzlich 200 Euro los. Zahlt er nicht, erledigt der zuständige Wirtschafter die Drecksarbeit – sprich, er nimmt dem Mann das Geld ab und wirft ihn achtkantig auf die Straße.
Beherzigt man diese Verhaltensregeln, steht einem gelungenen Kiez-Aufenthalt nichts mehr im Wege. Weitere Informationen und Verhaltenstipps gibt es auf Deutschlands bekanntester Polizeiwache (Spielbudenplatz 31, Hamburg). Offiziell nennt es sich das Polizeikommissariat 15 – besser bekannt als die Davidwache. Um gerade am Wochenende einen sicheren Kiez-Besuch zu garantieren, patroullieren viele Beamte der Davidwache in Zivil. Trotz aller Zeitungsmeldungen über zunehmende Gewalt auf dem Hamburger Kiez, ist dieser sicher, sofern man sich an diese goldenen Regeln hält. Also, viel Spass auf der Meile!
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