Visum USA beantragen: Behörden, Formulare, Kosten

Wer hat nicht schon davon geträumt in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu reisen. Die wichtigste Frage klären wir gern - Visum USA beantragen: Behörden, Formulare Kosten ?

Jeder hat seine ganz eigenen Gründe, die ihn in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten ziehen. Und so vielfältig wie diese Gründe sind auch die Einreisebestimmungen und Formulare für die USA. Erschwerend kommt hinzu dass für die einzelnen Visa-Kategorien auch verschiedene Behörden für den Visumantrag zuständig sind. Jeder Reisende benötigt einen eigenen Reisepass und ein eigenes USA-Visum, ein Personalausweis genügt in keinem Fall, selbst Babys benötigen einen Kinderreisepass. Ein Visum USA beantragen muss leider jeder.

Bei einem ganz normalen Urlaub ist das Visa Waiver Program vermutlich das richtige Verfahren. Allerdings gibt es dafür gewisse Voraussetzungen: Als Besitzer der deutschen Staatsbürgerschaft kann man für max. 90 Tage und nur zu privatem Zweck ohne Visa einreisen wenn man sich vorher bei ESTA - der offiziellen Website der Regierung der Vereinigten Staaten - kostenfrei angemeldet hat. Wichtig ist auch, dass man einen maschinenlesbaren Reisepass (oder besser einen elektronischen Reisepass), ein Hin- und Rück-Flugticket sowie eine Anschrift in den USA (für die erste Übernachtung) hat. Bereits am Abreise-Flughafen muss man ein Datenblatt beim Check-In abgeben. Die Einreise erfolgt dann meistens über New York oder Chicago, aber es gibt auch Direktflüge in andere Metropolen (z.B. Los Angeles). Die Beantwortung der Fragen des Immigration Officers entscheidet dann über die endgültige Einreiseerlaubnis. Sofern im Reisepass keine biometrischen Daten enthalten sind, werden zu diesem Zeitpunkt noch ein digitales Foto gemacht sowie ein Fingerabdruck genommen. Bei der Ausreise wird entweder der Einreisebeleg entfernt oder man nutzt den Express-Check-out an einem Automaten, das ist dann der notwendige Ausreisebeleg, dieser ist entscheidend wenn man später noch mal in die USA einreisen will.

Eine besonders gute Chance für junge Menschen sind Schüleraustausche oder Praktika-Angebote. Hier ist man jedoch auf die Teilnahme an anerkannten Programmen angewiesen, z.B. EF, StudyGlobal, TravelWorks. Billig ist das nicht, es empfiehlt sich auf jeden Fall die Anbieter zu vergleichen: Die Kosten und der Umfang der Angebote unterscheiden sich deutlich. Diese Organisationen sorgen dann auch dafür dass man die richtigen Formulare zur Visumsbeantragung erhält und geben in jeder Situation wichtige Tipps. Trotzdem bleibt man für den Visumsantrag und den rechtzeitigen Erhalt des Visa selbst verantwortlich. Die Kosten für das Visum für Besuchervisa, für Austauschbesuchervisa und Au Pairs oder Studentenvisa belaufen sich auf ca. 140 US-Dollar.

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Wenn man in den USA arbeiten möchte ist man in jedem Fall visapflichtig. Das Arbeitsvisa wird vom Arbeitgeber beantragt: Es gibt verschiedene Kategorien und für die einzelnen Kategorien unterschiedliche Kontingente. Am einfachsten ist es, wenn man einen deutschen Arbeitgeber hat. Ansonsten ist es schwierig einen amerikanische Arbeitgeber davon zu überzeigen dass man einen Haufen Bürokratie wert ist: Denn der zukünftige Arbeitgeber muss nachweisen dass der Bewerber besser geeignet ist für die Stelle als jeder Amerikaner. Auch bei diesem Visum handelt es sich lediglich um eine zeitlich begrenzte Einreise, und das Visa ist an diese Arbeitsstelle geknüpft. Für ein Geschäftsvisa, Journalistenvisa und Crew-Visa werden ca. 140 US-Dollar fällig, und für alle anderen Arten von temporären, auf eine Arbeitsgenehmigung des U.S. Department of Homeland Security (DHS) basierende, Arbeitsvisa eine Gebühr von ca. 150 US-Dollar.

Die sicherste Methode eine Greencard zu bekommen ist das Investorenvisum. Dafür muss man sein Geld für ein Jahr in einem bereits bestehenden amerikanischen Geschäft investieren oder selbst ein Unternehmen gründen und vor Ort Arbeitsplätze schaffen. Aber wer hat schon so viel Geld auf der hohen Kante?! Eins ist sicher, in diesem Fall ist jeder Einwanderungs-Rechtsanwalt in den USA gern bei der Abwicklung der Formalitäten behilflich. Auch die Kosten für das Visum sind mit 390 US-Dollar für Handelstreibendenvisa oder Investoren/Investorinnenvisa dann relativ erschwinglich.

Eine Ehe mit einem US-Amerikaner oder Greencard-Inhaber ist eine weitere Möglichkeit für eine dauerhafte Einreise. In diesem Fall muss der Ehepartner das Visum für die Familienzusammenführung in den USA beantragen. Auch hier ist mit Wartezeiten für die Erteilung des Visa und die Einreise sowie mit möglichen Überprüfungen der Ehe-Realität zu rechnen. Schneller geht es mit einem Verlobtenvisa, hier muss der zukünftige Ehepartner in Deutschland das Visum beantragen, es kostet ca. 350 US-Dollar. Bei Erhalt des Visums ist eine Einreise in die USA und eine Heirat innerhalb von 90 Tagen erforderlich. In jedem Fall muss so eine Ehe mindestens 2 Jahre halten (und mögliche Überprüfungen bestehen) bevor man eine endgültige Greencard erhält.

Eine der wenigen Alternativen eine unabhängige Greencard zu erhalten, ist die sogenannte Greencard-Lottery. Jeder hat die Möglichkeit zu prüfen, ob er an diesem Diversity Visa Programm teilnehmen kann. Auf der offiziellen Webseite des USA Außenministeriums ist die Teilnahme sogar kostenlos möglich. Einfacher und sicherer -aber gegen eine kleine Gebühr- ist die Einreichung der Unterlagen über eine Agentur. Auch hier unterscheiden sich die Angebote der Anbieter. Allerdings bleibt es ein Glücksspiel, es gibt keine Garantie dass man gewinnt. Auch eine jahrelange Teilnahme an dieser Lotterie erhöht nicht die jährliche Chance auf den Gewinn.

Während des Aufenthaltes in den USA sind die Deutschen Vertretungen des Auswärtigen Amtes in den USA für die deutschen Touristen und die im Ausland ansässigen Deutschen in allen rechtlichen Angelegenheiten die wichtigste Verbindungsstelle nach Deutschland. Das Auswärtige Amt in Deutschland hat seinen Sitz in Berlin. Für amerikanische Staatsbürger sind die US-Konsulate von gleicher Bedeutung, diese Konsulate befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig und München. Die Gelegenheit war selten besser, der Dollar-Kurs ist günstig und die Flüge sind (noch) vergleichsweise billig.

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Autor: Tourguide  02.09.2010 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein (1)

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