Von Otsu nach Nara - Drei-Tage-Trip durch Kansai
Auf einem Drei-Tage-Trip durch Kansai kann man viel erleben. Neben zahlreichen alten Tempeln und schönen Zedernwäldern erwarten den Besucher typische Traditionen des Kansaigebietes.
Von Otsu nach Nara gibt es viel zu entdecken. Auf einem Drei-Tages Trip durch Kansai bekommt man einen guten Einblick in das japanische Leben außerhalb von Tokio. Am einfachsten erreicht man Kansai mit dem Zug von Tokio. Dafür nimmt man den Tokaido Shinkansen und fährt ungefähr zwei Stunden nach Kyoto. Von dort aus geht es nochmal zwanzig Minuten mit der Tokaido Main Line nach Otsu, dem Startpunkt eines dreitägigen Trips durch die Schönheit von Kansai.
Tag 1
Otsu ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort mit vielen historischen Bauten. Sehr sehenswert ist der Ishiyama-dera Tempel. Er wurde im achten Jahrhundert erbaut. Um den Tempel zu erreichen muss man etliche steile Steintreppen erklimmen. Das Haupttor wird als nationaler Schatz angesehen. Im Tempel schrieb der berühmte japanische Schriftsteller Murasaki Shikibu sein Hauptwerk „Die Geschichte von Genji“. Erwähnenswert ist auch der Tahoto Turm, der älteste Tempelturm in Japan, der 1194 erbaut wurde. Die 12.000 Quadratmeter große Tempelanlage beherbergt einen großen Blumengarten, mit Kamelien, Kirsch- und Pflaumenbäumen.
Der nächste berühmte Tempel in Otsu ist der Onjo-ji Tempel welcher informell auch unter dem Namen Mii-Tempel bekannt ist, da sich die Heilige Quelle Mii in der Nähe befindet. Der Tempel wird durch seine dreistöckige, goldene Pagode geprägt. Außerdem findet man zahlreiche Götterstatuen und eine der drei berühmtesten Glocken von Japan im Onjo-ji Tempel. Einen sehr schönen Blick auf die Natur des Biwa-ko Sees hat man vom Kan’non-do.
Weiter geht es mit der Bahn Richtung Sakamoto und dann mit der Seilbahn zum Hiei-zan Berg rauf. Die längste Seilbahn Japans bringt einen zum Enryaku-ji Tempel. Dieser wurde 785 erbaut und gehört seit 1994 zum Weltkulturerbe. Das Areal umfasst fünf Quadratkilometer. Von März bis November gibt es aber einen bequemen Shuttlebus, der einen durch das Tempelareal kutschiert. Nach einer ausgiebigen Tempeltour in Otsu geht es wieder zurück nach Kyoto um sich für den nächsten Tag zu rüsten.
Tag 2
Kyoto war lange Zeit die Hauptstadt und Sitz der Regierung Japans. Erst 1869 zog die Regierung nach Tokio um. Kyoto besticht mit seiner Natur und den historischen Bauten. Kyoto ist berühmt für sein Handwerk und seine Delikatessen. Zunächst geht es zum Nijo-jo Schloss, einem Weltkulturerbe der UNESCO. Um das Schloss zu betreten muss man seine Schuhe ausziehen! Sämtliche Räume können besichtigt werden, meist sieht man die schönen Zeichnungen auf den Papiertüren. Das Schloss ist bis 17.00 Uhr geöffnet.
Den Kinkaku-ji Tempel sollte man sich keines Falls entgehen lassen. Dort befinden sich die Knochen von Buddha. Der Garten, der den goldenen Pavillon umgibt, wirkt paradiesisch. Übrigens erhält man hier keine normale Eintrittskarte, sondern ein Amulett. Nach dem Tempelbesuch sollte man sich den Kyoto Palast anschauen. Bis 1869 war dieser der Regierungssitz. An einigen Tagen im Frühling und im Herbst ist der Kyoto Palast für die Öffentlichkeit zugänglich und man braucht keinen Eintritt zu bezahlen. Ansonsten kommt man nur gegen eine Gebühr in den Palast. Sehenswert ist auch der Kiyomizu-dera Tempel, von wo aus man einen herrlichen Blick auf Kyoto hat. Man sagt dem Wasser, welches in einem kleinen Wasserfall am Tempel entlang fließt, nach, dass es das Leben verlängert und Wünsche erfüllt. In der Nähe des Tempels kann man günstige Souvenirs ergattern. Außerdem finden sich hier einige hübsche Teehäuser, die auf einen Besuch warten.
Tag 3
Am dritten Tag geht es nach Nara. Hierfür nutzt man am besten den Zug von Limited Express, der nur 35 Minuten braucht. Nara war Hauptstadt Japans bevor die Regierung nach Kyoto verlegt wurde. Es ist eine sehr alte Stadt, die besonders vom Buddhismus geprägt ist. Im Todai-ji Tempel findet man die große Buddha Statue, einem Symbol von Nara. Das Tempelgebäude selbst ist die größte hölzerne Anlage der Welt. Im März findet auf dem Gelände das „Omizutori“ statt, ein traditionelles Wasserritual. Der Tempel befindet sich mit dem Kofuku-ji Tempel und dem Kasuga Taisha Schrein im Nara-koen Park. Dort leben bis zu 1.200 Rehe und andere Wildtiere. Von hier aus kann man mit dem Bus wieder zurück in den Westen von Kyoto zum Yakushi-ji Tempel oder zum Horyu-ji Tempel.
Sehenswerte Kurztrips rund um Kyoto
Wer nicht unbedingt nur Tempel besichtigen möchte, wird rund um Kyoto viele andere Attraktionen finden. Miyama-cho ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Die idyllische Landschaft mit den kleinen Farmen lädt zu Spaziergängen ein. Außerdem gibt es eine heiße Quelle in Kinosaki. Dort findet man auch den Daijo-ji Tempel wo es einige gute Gemälde von Maruyama Okyo zu sehen gibt und das Schloss Izushi. Der Takuan Tempel, wo der berühmte Schwertkämpfer Miyamoto Musashi trainiert wurde, liegt auch in dieser Gegend. Auf dem Weg nach Nara sollte man in Uji vorbeischauen um die berühmte Phönixhalle zu besichtigen. Am Heiligen Berg Koya befindet sich die Tempelstadt Wakayama, wo man gern für einige Tage in den Buddhismus eintauchen kann. Wer es etwas moderner mag sollte einen Ausflug nach Kobe unternehmen. Dort kann man wunderbar shoppen.
Weiterführende Inhalte zu Von Otsu nach Nara - Drei-Tage-Trip durch Kansai
Weitere Inhalte zeigen
Weiterführende Reisetipps
Verwandte Artikel
- Japans schönste Stadt mit vielen Tempeln und Schreinen - Kyoto
- Urlaub in Kyoto - Eine Reise ins traditionelle Japan
- Die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Japan
- Japan mit öffentlichen Verkehrsmitteln bereisen - Tokyo und Kyoto
- Tagestour durch Tokio – Auf den Spuren der japanischen Kultur
- Die wichtigsten Touristenorte in Nord- und Süd-Tokyo
- Die Stadt der drei Affen in Japan - Nikko und der Lake Chuzenji
- Beste Reisezeit in Japan
