Vor den Toren Frankfurts – Spessart, Odenwald, Taunus und Rhön
Wenn die Frankfurter ins Grüne wollen, haben sie die Qual der Wahl zwischen mehreren reizvollen Mittelgebirgen und stillen Landschaften zum Wandern und Entspannen
Die Frankfurter Einwohner lieben ihre Wolkenkratzer und das hektische Stadtleben. Doch hin und wieder zieht es sie aus der Stadt hinaus. Sie erobern die Natur in unmittelbarer Nähe. Dazu wählen sie Ziele, die mit dem Auto bequem in maximal einer Dreiviertelstunde zu erreichen sind. Denn vor den Toren Frankfurts grünt es großflächig.Die folgenden Ziele und Attraktionen habe ich ausgewählt, weil sie erste Anlaufpunkte darstellen können, von denen aus eigene Entdeckungen gemacht werden können.
Im Osten liegt der Spessart. Bekannt durch das Wirtshaus im Spessart mit seinen Räubern, das es allerdings nur im Märchen und Film gibt. Ein besonderes Ausflugsziel ist das zauberhafte Wasserschloss Mespelbrunn. Es wirkt wie aus einem Märchen entnommen, ist nicht überlaufen und liegt idyllisch verborgen in einem Spessart Seitental. Der umliegende Spessart-Wald ist sehr dicht und dunkel, hat tatsächlich etwas Unheimliches und Wanderer kommen voll auf ihre Kosten.
Der Odenwald zieht – neben Wanderern – auch Gourmets an. Die sogenannten Odenwald Gasthäuser, von denen es mittlerweile Acht gibt, die verstreut im gesamten Odenwald liegen, laden ein unter dem Motto „Unsere Heimat kann man schmecken“. Sie bieten ausschließlich lokale Küche mit Spezialitäten, die aus der Region stammen und alle „Bio“ sind. Ob Odenwald-Lamm, Pfifferlinge, selbst gemachter Kochkäse - in der Regel werden die Zutaten vom Bauern nebenan frisch geliefert.
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Wer den Taunus entdecken will und sich auch noch für Geschichte interessiert, dem sei das Römerkastell Saalburg empfohlen. Es liegt ein Stück hinter Bad Homburg direkt am Weltkulturerbe Limes im verschlungenen Taunuswald und ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Römerzeit überhaupt. Es war verfallen und wurde bis heute vollständig rekonstruiert. Das Kastell wird umgeben von einer hohen Mauer mit Schießscharten und Wachtürmen. Im Inneren der Saalburg lohnt eine Führung. Ein 2,4 Km langer Rundweg führt vorbei am Mithrasheiligtum, der Jupitersäule und den Römischen Schanzen.
Die Höhen der Rhön sind schon aus einiger Entfernung gut erkennbar. Große Teile der Landschaft wurden von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt, genießen demnach besonderen Schutz, damit Natur und Landwirtchaft in Einklang bleiben können. Die Rhön liegt im Dreiländereck von Hessen, Bayern und Thüringen. Der höchste Berg der Rhön ist die Wasserkuppe mit etwa 950 Metern. Bei gutem Wetter sieht man zahlreiche Segelflieger am blauen Himmel, denn es gibt ein Segelflugzentrum auf der Wasserkuppe. In der Rhön können Besucher an die 50 Burgen, Schlösser und Ruinen erkunden. Und wer noch reine Natur sucht, findet sie im Roten und Schwarzen Moor. Die weitläufigen Waldgebiete und die nicht allzu hohen Berge sind ideal zum Wandern und Verweilen. Sie bieten frische Luft und Erholung pur.
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