Wald von Paimpont - Auf den Spuren der Kelten
Eines der größten und ursprünglich erhaltenen Waldgebiete der Bretagne ist der Wald von Paimpont in der Nähe der bretonischen Hauptstadt Rennes.
Nicht unweit der Stadt Rennes befindet sich ein letzter Rest des legendenumwobenen Waldes von Paimpont, die Brocéliande. Früher erstreckte er sich über rund 140 Kilometer und nahm einen nicht unerheblichen Teil der inneren Bretagne ein. Rodungen von 7.067 Hektar, davon 500 Hektar staatlich, reduzierten stark den Baumbestand. In den letzten Jahren wird eine großflächige Aufforstung betrieben. Seinen Bekanntheitsgrad erlangte der Wald durch die Legenden vom Zauberer Merlin und der Fee Viviane sowie durch die zahlreichen reizvollen Teiche.
Wanderern ist der Wald von Paimpont sehr zu empfehlen. Viele idyllische und sehenswerte Plätze erstrecken sich über das ganze Gebiet. Unter den Plätzen im Grünen gelegen ist die Barenton-Quelle. Der Legende nach entfesselt das Wasser, auf den in der Nähe liegenden Merlinsstein geschüttet, Stürme. Ein besonders malerischer Abschnitt ist das Tal ohne Wiederkehr. Ein unbefestigter Weg, ausschließlich Fußgängern vorbehalten, schlängelt sich durch ein beeindruckendes Felsenmeer. Wütete noch vor einigen Jahren ein Brand im Tal ohne Wiederkehr, so hat sich heute die Flora und Fauna größtenteils von dieser Katastrophe erholt. Ein weiterer idyllischer Platz ist der Pas-du-Houx-Teich. Mit einer Fläche von 86 Hektar ist er der größte Teich des Waldes. An seinem Ufer stehen die beiden berühmten Schlösser Brocéliande und Pas-du-Houx.
Auch einige alte Kirchen sind einen Besuch wert. Hierzu zählt die sehenswerte Dorfkirche der 820 Seelen-Gemeinde Beignon. Auch sollte sich der Wanderer die Kirche und die Sakristei bei Tréhorenteuc nicht entgehen lassen. In der Sakristei finden sich viele Mosaike und Gemälde, die über die Legende vom Tal ohne Wiederkehr und der Barenton-Quelle erzählen. Eine empfehlenswerte Besichtigung bietet das Kloster im 1449 Seelen-Ort Paimpont. Doch nicht nur Gotteshäuser finden sich im Wald von Paimpont, Touristen können auch der Legende nach den Geburtsort der Fee Viviane auf der Burg Camper besuchen. Von den zahlreichen Zerstörungen im 14. und 18. Jahrhundert sind nur zwei Ringmauern, das Ausfalltor und ein Turm verschont geblieben. Restauriert wurde das Gebäude im 19. Jahrhundert. Eine weitere Befestigungsanlage ist die Burg Trécesson. Der Besucher erreicht in etwa einer Dreiviertelstunde über die Schnellstraße N 24 aus Rennes kommend den Wald von Paimpont.
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