Wandern auf Naxos - Besteigung des Zeus

Naxos ist bekannt für seine schönen Strände zum Baden. Weniger bekannt ist, dass man auf Naxos auch Wandern kann. Eine besondere Wanderung ist die Besteigung des Zeus, des höchsten Berges der Insel.

Der „Zas“, auf Deutsch „Zeus“, ist der höchste Berg der Kykladeninsel Naxos und der gesamten Inselgruppe der Kykladen. Er ist etwa 1.000 Meter hoch. Als Ausgangspunkt der Besteigung wählt man am besten den Inselort Filoti. Von Naxos Stadt sollte man etwa dreißig Minuten Fahrzeit einplanen, per Auto oder Bus, denn die Straße schlängelt sich teils serpentinenartig durch die naxotischen Berge.

Am Busstop in der Ortsmitte von Filoti läuft man los und verlässt die Hauptstraße nach links. Der erste Teil ist anstrengend, Treppen ohne Ende, unendliche Stufen, bis man aus dem Ort hinaus ist und die Landstraße nach Apiratos erreicht. Später hält man sich in Richtung Danakos, folgt der Straße einige hundert Meter und an der kleinen Kapelle Aghia Marina biegt man rechts auf einen Eselspfad, der einen zum Gipfel leitet. Hat man diesen erreicht, kann man sich quasi nicht mehr verlaufen, denn der Weg steigt stetig an, kennt nur ein Ziel, den Zeus-Gipfel. Zudem gibt es einige aufgetürmte Steinmännchen, die den Weg markieren. Hier gilt es die Augen aufzuhalten, denn in einem überhängenden Stein kann man eine Inschrift entdecken in kyrillischer Schrift, die in deutscher Übersetzung bedeutet: BERG DES ZEUS, BESCHÜTZER DER HERDEN.

Vorbei an Olivenbäumen und Ginstergestrüpp, auf Geröll und losen Steinen bewegt man sich langsam vorwärts. Kleine Geckos huschen auf den Steinen. Einige Ziegen sind zu hören, die im verdorrten Gras nach Futter suchen. Wenn man Glück hat, ist es ganz still. An klaren Tagen brennt die Sonne von oben, ein Sonnenhut als Schutz ist auch wegen der zunehmenden Höhe angebracht. Es kann aber auch stürmisch sein, deshalb ist es - neben dem obligatorischen festen Schuhwerk – zu empfehlen eine Windjacke mitzunehmen.

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Je weiter man fortschreitet und je höher man gelangt, desto beeindruckender wird die Rundumsicht. Oben auf dem Plateau angelangt sind es nur noch etwa hundert Meter zum Gipfel, der Pfad verliert sich, aber das Ziel ist in Sicht. Ein Betonblock markiert den höchsten Punkt: 1.001 Meter über dem Meeresspiegel. Die Ägäis liegt in der Ferne majestätisch da. Am Horizont sind Inseln zu erkennen und man rätselt lange. Ist es Amorgos? Santorini? Mykonos? Oder eine der kleineren Kykladeninseln. Einige Türme und Klöster von Naxos sind zu sehen.

Der Rückweg beginnt in entgegengesetzter Richtung, so wird es ein Rundweg. Unterhalb des Gipfels liegt nämlich die Höhle des Zeus, an der der Weg nun vorbeiführt. Der Sage nach soll der Göttervater hier geboren sein, allerdings streiten sich darum mehrere Orte in Griechenland. Von hier an führt ein Trampelpfad abwärts und man erreicht – Filoti wieder im Blick – die Landstraße, die nördlich ins Dorf führt. Am Busstop gibt es zahlreiche Tavernen. Ein kaltes Getränk hat man sich verdient.

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Autor: longjog  25.07.2011 |  Beitrag hilfreich? Ja | Nein

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